Wie alles anfing

Wie wird man Schalke-Fan an? Am besten fängt man zu dem Zeitpunkt, wo alles anfing. Das muss bei mir in den 1990er-Jahren gewesen sein. Ich war damals seit langer Zeit ohne Lieblingsclub.

 

Ganz, ganz früher war ich ein Sympathisant von Borussia Mönchengladbach. Dem schönen Fußball und den vielen Erfolgen in den 1970er-Jahren wegen. Günter Netzer war beim Spielen immer schön anzusehen. Und vor allem den Respekt, den alle auf dem Platz vor ihm hatten, war beeindruckend. Wenn Günter in seinem Revier, dem Mittelfeldkreis, zu einem 50-Meter-Pass ausholte, dann traten Freund und Feind zur Seite. Keiner wollte den Meister bei seiner Arbeit stören. Dann kam sein Zuckerpass. Netzer war eigentlich die erste echte Nummer "10" im deutschen Fußball. Quasi der Erfinder.

 

Der Schalke-Trip

 

Schluss mit Gladbach. Während meines Studiums in Hamburg rückte der FC St. Pauli bei mir in den Fokus. Doch so richtig warm wurde wieder nicht miteinander. Die Trennung war vorprogrammiert. Dann nahm mich ein Freund, ein Superarzt, x-facher Vater und fanatischer S04-Fan, in besagten 1990er mit auf den Schalke-Trip. Er erzählte mir die tollsten Geschichten über seinen Verein. Ich dachte mir, probiere ich es mal aus. Das war just der Zeitpunkt, als die S04-Truppe nach und nach zu Euro-Fightern mutierte. Und es am Ende sogar zum Uefa-Cup-Sieger schaffte. Welcher S04-Fan erinnert sich nicht an die damalige Mannschaft mit Jens Lehmann, Marc "Willy" Wilmots (der hätte eigentlich auf dem Schalker ein Denkmal verdient), Professor Olaf Thon, Mike Büskens, Andreas Müller und Yvvvves Eigenrauch sowie all die anderen. Unter diesen Erfolgs-Umständen war es für mich leicht, Schalke-Fan zu werden. So wurde ich einer.

 

Lange Durststrecke

 

Dann kam eine lange Durststrecke für den Verein. Erst Anfang der 2000er war Schalke wieder in der Erfolgsspur. Wurde sogar "Meister der Herzen", wie das Manager Rudi Assauer damals so schön auf den Punkt brachte. Doch wie heißt es bei unseren amerikanischen Freunden: Der Zweite ist der erste Verlierer. So erging es Schalke in diesem Meisterschaftsrennen mit den Bayern. Danach war erst einmal Schicht im Schacht. Bis zu diesem Zeitpunkt, als der viel gescholtene Felix Magath als S04-Coach von Real Madrid den Fußballgott Raul verpflichtete. Der beste Einkauf seit ewig und drei Tagen des Clubs.

 

Mit dem linken Fuß ins Dreieck

 

Ich erinnere mich noch an ein Spiel in Kaiserslautern. Als Schalke dort auflief, war der FCK schon aus der 1. Liga abgestiegen. Irgendwann bekam Schalke einen Freistoß zugesprochen. Rund 20 Meter vor dem FCK-Tor, halblinks. Raul lief an und versenkte die Kugel mit seinem linken Fuß derart ins Dreieck des Tores, dass sogar die FCK-Fans aufstanden und applaudierten. In dem Moment wusste ich, warum ich S04-Fan und später auch Mitglied des Vereins geworden bin. Das gönnt man sich doch wirklich gerne. Das war's mit der Nostalgie.

 

Was geht

 

Ganz aktuell lese ich heute, dass Coach Tedesco doch nicht gefeuert werden soll. Trotz dem Düsseldorf-0:4-Debakel und einer Grotten-Saison. Nach langen Diskussionen hätten sich die Vereinsbosse dazu durchgerungen Ich rate Domenico, selbst das Handtuch zu schmeißen. Ihn hat das Glück verlassen, und das mag man auf Schalke nicht. mei

 

English version

 

How to become a Schalke fan? The best thing to do is to start at the moment everything began. That must have been with me in the 1990s. I was without a favourite club for a long time. How do you become a Schalke fan? The best time to start is when everything started. That must have been with me in the 1990s. I had been without a favourite club for a long time.

 

Quite, quite earlier I was a sympathizer of Borussia Mönchengladbach. Because of the beautiful football and the many successes in the 1970s. Günter Netzer was always beautiful to look at while playing. And above all, the respect that everyone on the pitch had for him was impressive. When Günter reached out for a 50-meter pass in his midfield district, his friend and foe came to the side. No one wanted to disturb the champion in his work. Then came his sugar pass. Netzer was actually the first real number "10" in German football. Quasi the inventor.

 

The Schalke Trip

 

No more Gladbach. During my studies in Hamburg, I focused on FC St. Pauli. But it didn't get really warm with each other again. The separation was pre-programmed. Then a friend, a super doctor, x-fold father and fanatical S04 fan, took me on the Schalke trip in the said 1990s. He told me the greatest stories about his club. I thought to myself, I'd try it out. That was just the time when the S04 troupe gradually mutated into Euro-Fighters. And in the end even made it to the Uefa Cup winner. Which S04 fan doesn't remember the former team with Jens Lehmann, Marc "Willy" Wilmots (who actually deserved a monument on the Schalker), Professor Olaf Thon, Mike Büskens, Andreas Müller and Yvvvves Eigenrauch as well as all the others. Under these circumstances it was easy for me to become a Schalke fan. That's how I became one.

 

Long dry spell

 

Then came a long dry spell for the club. It was not until the beginning of the 2000s that Schalke was back on the road to success. Even became the "champion of hearts", as manager Rudi Assauer put it back then. But how do our American friends say it? The second is the first loser. That's how Schalke fared in this championship race with the Bavarians. After that there was a shift in the shaft. Up to this point, when the much criticized Felix Magath as S04 coach of Real Madrid engaged the football god Raul. The best shopping since forever and three days of the club.

 

Left foot into the triangle

 

I still remember a game in Kaiserslautern. When Schalke ran up there, FCK had already relegated from the 1st league. At some point, Schalke was awarded a free kick. About 20 meters in front of the FCK goal, half left. Raul started and sank the ball with his left foot into the triangle of the goal in such a way that even the FCK fans got up and applauded. At that moment I knew why I became a S04 fan and later a member of the club. That's something you really like to treat yourself to. That's it with nostalgia.

 

What goes

 

Today I read that Coach Tedesco should not be fired after all. Despite the Düsseldorf 4-0 debacle and a grotto season. After long discussions, the club bosses would have decided to throw in the towel themselves, I advise Domenico. He was out of luck, and you don't like that on Schalke. mei"

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