Paul Krugman nimmt sich Donald Trump zur Brust

Paul Krugman ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Princeton University und der London School of Economics. Wenn sich Krugman einmal nicht seinen Studenten widmet, dann nimmt er sich mit Vorliebe in der New York Times, dort schreibt er als Meinungskolumnist, Donald Trump vor. In einem seiner jüngsten Zeitungs-Beiträge wirft er dem Präsidenten vor, während seiner Amtszeit direkt oder indirekt den Tod vieler Menschen verursacht zu haben.

 

Unternehmen bestimmen die Politik

 

An Beispielen mangelt es Krugmann in dieser Hinsicht nicht. Hier nennt er die Gewalttaten von weißen, rechtsextremistischen Tätern, die unzureichende Reaktion der Regierung auf Hurricane Maria, der in Puerto Rico vielen Menschen das Leben gekostet habe. Auf das "Schuldenkonto" geht nach Ansicht von Krugman auch die "Sabotage" von Obamacare, die viele Menschen aus der medizinischen Versorgung gedrängt habe. Schwerwiegender sei aber Trumps "Deregulierungspolitik". Von der Luftfahrt- bis zur Fleischindustrie, bestimmten nun profitorientierte Unternehmen, wo es lang ginge. Offenbar ohne Rücksicht auf Menschenleben.

 

Irrationaler Hass gegen Windkraftanlagen

 

Auch mit Trumps "irrationalem Hass" gegen Windkraftanlagen beschäftigt sich Krugman und nennt auch gleich den Grund für die Windkraft-Phobie des Präsidenten. Trump habe nämlich nicht verhindern können, dass neben seinem Golfplatz in Schottland ein Windpark gebaut wurde. Das hätte ihn aus Fassung gebracht. Mittlerweile habe es sich Trump außerdem zu eigen gemacht, bei erneuerbaren  Energie immer deren vermeintlichen negativen Auswirkungen zu betonen und stattdessen auf Kohle und Atomstrom zu setzen. Auch bei diesem Thema sei er Gefangener seiner irrationalen Welt.

 

"Jetzt schickt er die Clowns"

 

Trumps letzte Entscheidung, die Krugman auf die Palme bringt, ist die Besetzung von zwei seiner Vasallen auf Direktoren-Posten der US-Notenbank Fed. "Jetzt schickt er die Clowns", fällt dem Ökonomen nur dazu ein. Für Krugman ist die Fed die wirtschaftspolitisch wichtigste Institution der Welt, deren entscheidendes Gremium  jetzt mit Stephen Moore und Herman Cain mit zwei inkompetenten "Clowns" besetzt sei. Inkompetenz, so vermutet Krugman, sei für Trump das wichtigste Entscheidungskriterium bei der Besetzung der Positionen gewesen. Denn schließlich wolle er Einfluss auf die unabhängige Fed nehmen, weil deren Zinspolitik ihm seit längerem nicht mehr gefalle. Mit ihrer Zinspolitik stehe sie Trumps Wirtschaftsaufschwung im Weg. Und den braucht für seine Wiederwahl. mei

 

 

 

 

 

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