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Der Fußballsport an den Aktienbörsen

Gefolgt ist den Dortmundern in Deutschland bei der Eigenkapital-Beschaffung kein anderer Club – bisher jedenfalls. Einige Clubs haben sich jedoch über die Ausgabe von Anleihen Fremdkapital beschafft. So mancher Betrachter mag sich verwundert die Augen reiben, dass der Aktienkurs von Juventus Turin an den internationalen Aktienbörsen in den vergangenen Jahren in die Höhe geschossen ist.

 

Analysten verweisen in diesem Kontext auf die am Markt bestehende „China-Fantasie“. Dass die VR China nicht nur politisch und ökonomisch zu einer potentiellen Supermacht in der Welt aufsteigen dürfte, sondern gerade auch im Sport eine große Rolle spielen will, zeigt sich auch an den Anstrengungen, die dort in China von Sportlern, Politikern und von der Wirtschaft unternommen werden.

 

Investoren beteiligen sich an Inter Mailand

 

So hat die Private-Equity-Firma Lion Rock Capital vor kurzem eine 31,05 %ige Beteiligung am weltbekannten italienischen Fußballclub Inter Milan vom bisherigen Eigner – dem indonesischen Geschäftsmann Erick Thohir – übernommen. In den Händen der chinesischen Wirtschaft – nämlich des Elektro-Einzelhändlers Suning Commerce Group - liegen seit dem Jahr 2016 bereits 68,55 % des Inter Aktienkapitals.

 

Rund 270 Millionen Euro für den Anteil

 

Suning hatte damals 270 Mio. € (307 Mio. $) für diesen Anteil bezahlt. Von Interesse ist, dass sich Suning zum Teil im Besitz der chinesischen e-Commerce-Firma Alibaba befindet und Suning darüber hinaus bereits den heimischen Fußball-Club Jiangsu Suning besitzt. Der ehemalige Inter-Präsident Massimo Moratti hatte sich vor geraumer Zeit von seinem 30%igen Inter-Anteil getrennt.

 

Chinesische Investoren halten Minderheitsbeteiligung

 

Chinesische Investoren halten bereits Minderheitsbeteiligungen am englischen Club Manchester City, an Atletico Madrid und dem New York City FC – Konkurrent von Red Bull New York. Teils im Besitz der Chinesen befinden sich auch Espanyol Barcelona und Aston Villa. In Mailand laufen Gerüchte um, wonach die Chinesen angeblich auch am Kauf einer Beteiligung des AC Mailand – Ex-Club von Silvio Berlusconi - interessiert sein sollen. Suning (Jahresumsatz rund 20 Mrd. Dollar) hat zudem immer wieder Interesse an der Übernahme der britischen Stellar Group – einer der weltweit führenden Fußball-Agenturen – bekundet. ret

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