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Ein Element des globalen Entertainments

Sport als ein sehr wichtiges Element des „Global Entertainment“ spielt sich immer stärker auf der M-Ebene (also zwischen Marketing – Media – Money) ab - und das darüber hinaus für die meisten der Fans auch immer stärker im E-Raum, in der virtuellen Welt also.

 

Dies vor allem auch deshalb, weil die Digitalisierung mit den „Faktoren Darstellung und Media“ in der Weltwirtschaft dem Sport ein immer stärkeres Gewicht verleiht. All das erkennt man nicht nur direkt im sportlichen Alltag, nämlich in heiß brodelnden und mit ohrenbetäubendem Lärm aufwartenden Stadien und Sporthallen, sondern ebenso am Rande des eigentlichen Geschehens. Immer mehr Wirtschaftstreibende wollen vom Sport finanziell profitieren.

 

Schweben auf Wolke 7

 

Dies auch, weil sowohl Manager und Berater als auch aktive Sportler selbst – das zeigt sich immer deutlicher – auf "Wolke 7" schweben. Der Bezug zur Realität geht zu oft sehr rasch verloren. Völlig siegessichere Fortuna-Fans. Viele der „Sportgrößen“ haben den Bezug zur Basis – zu den Zuschauern, Fans, Clubmitgliedern und auch zu den Aktionären verloren. Sie vergessen zu oft: Ohne den Fan sind sie nichts - gar nichts, also nur normale Menschen.

 

Der Menschen von morgen - Faulenzer und Sportler?

 

Fußballer und andere Sport treibende Akteure zum Beispiel sind nicht immer Sportler, weil sie den gesundheitsfördernden Aspekt dieser Tätigkeit (der körperlichen Stärkung und der Fortbewegung sowie des entsprechenden Anschwellens der Muskelpartien) ins Auge fassen. Sie sind oft und meist Sportler, weil sie – und dagegen ist innerhalb der Leistungsgesellschaft im Prinzip auch überhaupt nichts einzuwenden - vor allem durch das Anschwellen ihres Bankkontos Befriedigung finden. Der Mensch von morgen – Faulenzer oder Sportler?

 

Wirtschaftsbranche Sport noch nicht ausgeschöpft

 

Vor allem eine Zahl zeigt das in der Wirtschaftsbranche Sport noch immer nicht vollständig ausgeschöpfte und daher weiter bestehende Potential. Mexikos Carlos Slim Helu, der als einer der reichsten Männer der Welt gilt, hat zuletzt mehrere Male darauf hingewiesen, dass Menschen künftig deutlich weniger arbeiten werden – möglicherweise nur vier Tage in der Woche und nicht mehr wie bisher meist fünf Tage.

 

Menschen arbeiten immer weniger

 

Im Rahmen einer Veranstaltung in Kanada war ich dann überrascht, als Wissenschaftler davon sprachen, dass Menschen in den kommenden Jahren und Jahrzehnten möglicherweise sogar nur noch zwei bis drei Tage pro Woche zur Arbeit gehen werden. Grund: Im Rahmen von Artifical Intelligence (AI) - also künstlicher Intelligenz - werden Menschen als Produktivfaktor stärker durch Roboter ersetzt. Der Mensch verliert also an Bedeutung – zumindest als Produktivfaktor für die Wirtschaft – weniger aber als Konsument und Erdenbewohner.

 

Arbeit, die selbstbewusst und zufrieden macht

 

Und was tun die Menschen in Zukunft, wenn sie keine Befriedigung zum Beispiel beim täglichen Schaffen am Arbeitsplatz finden? Welche Auswirkung hat das auf die verschiedenen Bereiche des menschlichen Lebens? Der Mensch braucht Bewegung – sowohl für den Kopf als auch für den Körper. Und der Mensch braucht eine Aufgabe, die ihm Selbstbewusstsein und Zufriedenheit beschert.

 

Immer mehr Menschen wenden sich dem Sport zu

 

Vielleicht werden wir künftig stärker in Pflegeberufen aktiv sein – freiwillig oder als Hauptjob. Menschen werden sich künftig – und davon bin ich vollständig überzeugt – mehr dem Sport zuwenden. Und zwar sowohl aktiv als auch passiv. Der Mensch wird also mehr vor dem TV-Gerät sitzen und viel häufiger zu den sportlichen Events an den Veranstaltungsorten gehen. Sollten Anleger verstärkt auf Sportaktien setzen?

 

Sport und Freizeit sind die Gewinnerbranchen

 

Wenn der Mensch mehr Zeit hat, wird er letztlich auch aktiv mehr Sport treiben und seinen Körper in Bewegung bringen beziehungsweise  halten. Als sich seit Dekaden mit Fragen der Kapitalanlage beschäftigender Ökonom bringt mich das zu der Frage nach den Gewinner-Branchen und den von Kapitalanlegern zu favorisierenden Aktien von morgen. Sport und Freizeit werden zu den künftigen Top-Favoriten zählen. Fans werden sich als Spitzen-Sportler fühlen und die Kluft der von ihnen verehrten Profis tragen wollen.

 

Kauf von Hochachtung und Respekt

 

Merchandising – also der Kauf von Hochachtung und Respekt zum Ausdruck bringenden Devotionalen - wird zum Riesen-Trend. Statistiken zufolge liegt der von den Fans generierte Umsatz allein im nordamerikanischen Sport-Merchandising der Top-Sportarten (Verkauf von Trikots und Sportartikel etc) heute bereits bei rund 14,5 Mrd. $ pro Jahr. Da immer mehr Clubs der verschiedenen Sportarten über die Saison hinweg unterschiedliche Sportbekleidung (Jerseys, Schuhe, Hosen mit unterschiedlicher Farbgebung und Werbung) über den normalen „Saisonwechsel“ hinaus einsetzen, sollte das Potential noch nicht ausgeschöpft sein.

 

Eine glühende Fan-Basis

 

Dies zumal, da Clubs in den „großen“ Sportarten Football, Fußball, Basketball, Baseball und Eishockey aus den USA, England, Spanien, Italien und Deutschland eine neue blühende und vor Begeisterung auch glühende Fan-Basis in anderen Regionen der Welt (vor allem in China/Asien und Arabien) entdeckt haben. Das Beispiel Arabien: Der Ölboom der vergangenen Dekaden hat im Arabischen Raum die Basis für einen kommenden Sport-Boom geschaffen.

 

Einnahmen aus dem Ölexport in neue Branchen investieren

 

Die ölreichen Länder der arabischen Region haben die Chance, ihre Einnahmen aus dem Ölexport in neue Branchen zu investieren und so die Konjunktur auf Trab zu halten. Im Tourismus haben die Länder der Region bereits die Basis dafür geschaffen, dass der Ölreichtum den Menschen der Region auch künftig weiter gute Zeiten bereitet. Quatar – Austragungsort des FIFA World Cup 2022 – hat erst vor kurzem angekündigt, mehr Firmen der Sportbranche in das Wüstenland locken und noch vor der Fußball-WM dann einen 20 Mrd.$ umfassenden Sportsektor im Land aufbauen zu wollen.

 

150 neue Sportfirmen sollen ins Land geholt werden

 

Das für die Lizenzierung ausländischer Firmen zuständige Qatar Financial Center strebt an, bis zum Jahr 2022 rund 150 neue Sportfirmen ins Land zu locken. Firmen, die bereits kontaktiert oder aber noch angesprochen werden sollen, decken das gesamte breite Cluster der Sportbranche ab. Diese Initiative kam auch deshalb zustande, weil sich das Nachbarland Dubai seit kurzem stärker im Sportgeschäft aufstellt.

 

Gegenwind von den Nachbarländern

 

Die Realisierung des Vorhabens wird allerdings durch Gegenwind von Nachbarländern erschwert. Als die weltweit führenden fünf (Medien-)Sportarten gelten in der breiten Öffentlichkeit heute 1 Fußball 2 American Football 3 Basketball 4 Baseball 5 Eishockey Dies ist auch der Grund, weshalb die Medien sich vor allem diesen Sport- arten widmen. Wobei möglicherweise Ursache und Wirkung verwechselt werden.

 

Fishing ist in den USA die beliebteste "Sportart"

 

Vielleicht sind diese Sportarten auch so spektakulär, weil sie von den Medien „gehyped“ werden. Zuletzt fiel mir eine alte Statistik von vor mehr als 10 Jahren in die Hände, in der „Fishing“ (leicht abwertend auch als „Angling“ bezeichnet) in den USA angeblich als die von den Menschen am häufigsten betriebene „Sportart“ gilt. So mancher Betrachter und Analyst wird im Angeln allerdings keine Sportart sehen……... ret

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