Nach dem Mueller-Bericht triumphiert Trump

Wenn in der Welt etwas Schreckliches passiert, ist Donald Trump sofort zur Stelle. Er gibt zum Beispiel Tipps, wie beim Brand der Notre Dame in Paris, oder kondoliert, wie bei den verheerenden Terroranschlägen in Sri Lanka. Für seine Präsenz in solchen Fällen dient ihm der Kurznachrichtendienst Twitter. Seine mediale Präsenz ist ihm dadurch auf sehr unkomplizierte Art und Weise gewiss. Das weiß Trump.

 

Präsident hat zeitgeschichtlichen Status

 

Dabei darf er sich darauf verlassen, dass Twitter in aller Regel keinen seiner Tweets vom "Netz" nimmt. Wie im Fall der muslimischen Abgeordneten, Ilhan Omar. Ihr hatte Trump in einem Tweet mit materialischer Videountermalung indirekt unterstellt, dass sie versuche, das Attentat vom 11. September zu relativieren. Die US-Demokratin Omar stand nach der "Kurznachricht" von Trump unter Polizeischutz. Twitter argumentiert bei der Rücksichtnahme auf den Präsidenten, auf dessen zeitgeschichtlichen Status. Folglich dürften seine Tweets in aller Regel nicht gelöscht werden.

 

Kein Öl aus dem Iran importieren

 

So auch nicht der Tweet, mit dem er EU-Länder mit Sanktionen bedrohte, die weiterhin ihr Öl im Iran kaufen. Den Iran will Trump wirtschaftlich kalt stellen. Und dabei sollen auch andere Ländern helfen. Und dabei macht er auch gleich noch Werbung für Saudi-Arabien und andere OPEC-Staaten. Von dort sollten die EU-Länder gefälligst ihr Öl importieren. Dort gebe es nämlich reichlich davon, wirbt Trump.

 

Verdacht konnte nicht erhärtet werden

 

Das Glück will Trump auch bei der teilweise geschwärzten Veröffentlichung des Robert-Mueller-Berichts für sich in Anspruch nehmen. Durch die Recherchen des Sonderermittlers in Sachen Russland-Affäre, fühlte sich Trump vollkommen rehabilitiert. Die US-Demokraten hatten nämlich immer wieder den Verdacht geschürt, der Präsident sei durch Putins Gnaden an der Macht. Mueller konnte diesen Verdacht in seinem Bericht aber nicht erhärten. Bevor die Ermittlungen gegen Trump vor knapp zwei Jahren in die Wege geleitet wurden, schwante diesem Böses: "Jetzt bin ich erledigt", soll er Vertrauten gegenüber gesagt haben.

 

US-Demokraten wollen nicht locker lassen

 

Doch die US-Demokraten wollen nicht locker lassen. Der Bericht des Sonderermittlers lege nahe, dass Trump und sein Team die US-Justiz an deren Arbeit gehindert hätten. Die demokratische Präsidentschaftskandidatin, Elizabeth Warren, will das jetzt zum Anlass nehmen, gegen Trump ein Amtsenthebungsverfahren in die Wege zu leiten. Viele ihrer Parteifreunde raten ihr aber von solchen einem Ansinnen ab. Die Demokraten sind sich strategisch noch nichteinig, wie sie Trump bei den Präsidentschaftswahlen sturmreif schießen können. Ob mit oder ohne Amtsenthebung.

 

Trump will seine finanzielle Angelegenheiten nicht offenlegen

 

Was die Demokraten aber unbedingt wollen, ist die Einsicht in Trumps Finanz- und Steuerunterlagen. In. dieser Hinsicht lassen sie nicht locker. Doch Trump denkt gar nicht daran, diese dem von den Demokraten dominierten Kongress vorzulegen. Kein Demokrat soll seine finanziellen Intimitäten zu Gesicht bekommen. Deshalb klagt er auch zwischenzeitlich gegen das Ansinnen seiner Intimfeinde.

 

Das war den Pulitzer-Preis wert

 

Dass mit Recherchen über Donald Trump Ehre zu erlangen ist, lernten jetzt Reporter der "New York Times" und des "Wallstreet Journals" kennen. Sie hatten durch ihre Recherchen widerlegt, dass Trump durch eigenen wirtschaftlichen Erfolg zu Reichtum gekommen ist. Der hatte das nämlich immer wieder gerne behauptet. Und außerdem recherchierten die Reporter noch Trumps dubiose Steuertricks. Das alles war dann den Pulitzer-Preis wert.

 

Trump auf Staatsbesuch in London

 

Bekanntlich hatte Trump der britischen Premierministerin, Theresa May, hin und wieder Tipps gegeben, wie diese sich in Sachen Brexit verhalten solle. May hatte diese guten Ratschläge aber ignoriert, was Trump sehr missfiel. Jetzt haben die beiden die Gelegenheit, solche zwischenmenschlichen Störungen auszuräumen. Und zwar persönlich. Der US-Präsident kommt nämlich vom 3. bis zum 5. Juni zum Staatsbesuch nach London. mei"

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