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Alle Ressourcen schon verbraucht

Gründe dafür seien unter anderem ein viel zu hoher Energieverbrauch, der steigende CO2-Ausstoß im Verkehr und in der Massentierhaltung sowie die Verunreinigung von Böden, Luft und Grundwasser.

 Für den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ist der frühe deutsche Erdüberlastungstag ein Alarmsignal und ein Zeichen für eine verfehlte Umwelt- und Naturschutzpolitik der letzten Jahre.  „Deutschland lebt ab jetzt auf Pump und verschwendet großzügig die Lebensgrundlagen anderer Länder und zukünftiger Generationen“, kritisiert Jörg Nitsch, Landesvorsitzender des BUND Hessen. „Wir verbrauchen mehr als uns rechnerisch zusteht.“

 

Die Menschheit braucht drei Erden

 

Im Gegensatz zum weltweiten Erdüberlastungstag im Sommer finde der deutsche Erdüberlastungstag bereits im Frühjahr statt. Würden alle Staaten der Welt so wirtschaften wie Deutschland, und alle Menschen so leben wie wir, bräuchte die Menschheit drei Erden, um ihren Ressourcenverbrauch zu decken. „Von einem nachhaltigen und verantwortungsvollen Umgang mit unserem Planeten sind wir weit entfernt“,so Nitsch weiter. 

 

Unverantwortlicher Umgang mit dem Planeten

 

Dürresommer und Starkregen, das Insektensterben oder der Verlust an Artenvielfalt: Die Folgen des "unverantwortlichen Umgangs" mit unserem Planeten sei unübersehbar. Mit den richtigen Rahmenbedingungen ließen sich aber weniger Verbrauch und mehr Lebensqualität gut miteinander vereinbaren. Die Zeiten eines Wirtschaftswachstums um jeden Preis seien vorbei. Deutschland  brauche klare gesetzliche Rahmenbedingungen, um gesellschaftliche und ökologische Veränderungen zu unterstützen und eine auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Wirtschaft. pm, bund, mei

 

Hintergrund

 

Am Erdüberlastungstag hat die Weltbevölkerung alle natürlichen Ressourcen verbraucht, die unser Planet im Laufe eines Jahres erzeugen kann. Ab diesem Tag beansprucht die Welt für das übrige Jahr mehr Acker- und Weideland, Fischgründe und Wald, als ihr rein rechnerisch zur Verfügung stehe. Das Ziel des vom Global Footprint Network errechneten Aktionstages sei es, die Begrenztheit und Endlichkeit der natürlichen Ressourcen und der Erde ins Bewusstsein der Menschen zu rücken.

Länder wie Haiti, Ruanda oder auch Indien haben einen weitaus kleineren ökologischen Fußabdruck als Deutschland, gleichzeitig schulterten sie einen Großteil der Folgen der katastrophalen Erdausbeutung wie Dürren, Überschwemmungen oder Artensterben.

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