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Wahlumfrage: Die SPD liegt bei 15 Prozent

Union und Grüne hätten momentan mit zusammen 49 Prozent eine sichere regierungsfähige Mehrheit. 

Die Parteispitze der SPD verliere ebenfalls an Sympathien. Bei der "Kanzlerfrage" büßten Andrea Nahles und Olaf Scholz jeweils zwei Prozentpunkte ein, die CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer könne ihren Wert bei beiden Alternativen um einen Prozentpunkt verbessern.

 

Wenn die Kanzlerin/der Kanzler in Deutschland direkt gewählt werden könnte, würden 11 Prozent für Nahles, 31 Prozent für "AKK" stimmen. Wäre Scholz der SPD-Kandidat, erhielte er 21, "AKK" 27 Prozent. Die Mehrheit der Wahlberechtigten würde sich bei beiden Alternativen "für keinen von beiden" entscheiden. 

 

23 Prozent der Wähler sind unentschlossen

 

Wenn jetzt der Bundestag neu gewählt würde, ergäbe sich folgende Stimmverteilung: CDU/CSU 29 Prozent (Bundestagswahl 32,9%), SPD 15 Prozent (20,5%), FDP 8 Prozent (10,7%), Grüne 20 Prozent (8,9%), Linke 9 Prozent (9,2%), AfD 13 Prozent (12,6%). 6 Prozent würden sich für eine der sonstigen Parteien entscheiden (5,2%). 23 Prozent aller Wahlberechtigten sind derzeit unentschlossen oder würden nicht wählen (Nichtwähler 2017: 23,8%). 

 

Mit einem Links-Kurs konnte die SPD noch nie Wahlen gewinnen

 

Forsa-Chef Manfred Güllner zur Umfrage: "Mit den Kollektivierungsforderungen von Kevin Kühnert und den eher verhaltenen Distanzierungen der SPD-Spitze von diesen Forderungen verprellt die SPD ein weiteres Mal die über 11 Millionen früheren SPD-Wähler aus der politischen und gesellschaftlichen Mitte, die heute der SPD ihre Stimme nicht mehr geben wollen. Die SPD verkennt wieder einmal, dass sie mit Umverteilungsthemen und einem prononcierten Links-Kurs noch nie eine Wahl hat gewinnen können." 

 

Europawahl: Die unbekannten Spitzenkandidaten 

 

Die "Spitzenkandidaten", die von den Parteien in Deutschland für die Europawahl aufgestellt wurden, seien den meisten Bürgern unbekannt. Nur 28 Prozent kennen den Unionskandidaten Manfred Weber und nur 25 Prozent die SPD-Spitzenkandidatin Katarina Barley. Jeweils 11 Prozent wüssten, dass Ska Keller für die Grünen und Nicola Beer für die FDP antreten. 10 Prozent wüssten, dass Jörg Meuthen Spitzenkandidat der AfD sei.

 

Die "Alten" kennen die Spitzenkandidaten

 

Alle anderen Kandidaten seien weniger als 10 Prozent der Bürger bekannt. Am besten wüssten die über 60-Jährigen, welcher Spitzenkandidat für welche Partei antrete. 47 Prozent von ihnen nannten Manfred Weber, 40 Prozent Katarina Barley, 18 Prozent Nicola Beer, 16 Prozent Jörg Meuthen und 15 Prozent Ska Keller. Von den unter 45-Jährigen könnten nur 15 Prozent die SPD-Kandidatin Barley und nur 14 Prozent den Unions-Kandidaten Weber nennen. Für alle übrigen Kandidaten liegen die Bekanntheitswerte bei den jüngeren Wählern weit unter 10 Prozent. 

 

Spitzenkandidaten haben keinen Einfluss

 

Selbst die eigenen Anhänger könnten mehrheitlich nicht sagen, wer Spitzenkandidat "ihrer" Partei sei. 41 Prozent der Anhänger der CDU/CSU können Manfred Weber nennen, 43 Prozent der SPD-Anhänger Katarina Barley, 23 Prozent der FDP-Anhänger Nicola Beer, 21 Prozent der AfD-Anhänger Jörg Meuthen und 16 Prozent der Grünen-Anhänger Ska Keller. "Die Kür von Spitzenkandidaten zur Europawahl wird von den meisten Bürgern eher als parteiinternes Ritual gewertet. Auf die Wahlentscheidung bei der Europawahl dürften die Spitzenkandidaten deshalb auch kaum Einfluss haben", so Güllner.

 

Geringes Interesse an Europawahlkampf 

 

Drei Wochen vor dem Wahltermin (26. Mai 2019) werde der Europawahlkampf nur von 25 Prozent der Deutschen für wichtig gehalten. Zum Vergleich: Drei Wochen vor der Bundestagswahl 2017 sei der Wahlkampf für 56 Prozent der Bürger das wichtigste Thema gewesen. Dort, wo am Wahlsonntag außerdem lokale Wahlen stattfinden, erscheine sogar nur 20 Prozent der Befragten der Kampf um das Europaparlament bedeutsam. Das geringste Interesse hätten18- bis 29-Jährige (16%) sowie Schüler, Studenten und Arbeiter (jeweils 8%). pm, ots, mei

Quelle: RTL/n-tv-Trendbarometer

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