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Neue Superlative beim Umsatz im Profi-Fußball

Und auch die deutschen Klubs hätten mit ihren Umsätzen im internationalen Wettbewerb mithalten können und müssten sich vor den wirtschaftlichen Schwergewichten der Branche keineswegs verstecken. So zähle der FC Bayern mit einem Umsatz von 629,2 Millionen Euro erstmals zum Kader der vier Klubs, die die 600-Millionen-Euro-Grenze überschritten haben.

 

Ausschlaggebend dafür seien insbesondere das Erreichen des Champions League Halbfinals sowie der neue TV-Rechte-Vertrag der Bundesliga, welches den Münchnern zusammen ein Umsatzplus von rund 30 Millionen Euro einbrachte.

 

 

Das sind die zentralen Ergebnisse der Studie

 

Nachdem die Titel in der Champions League und in der Europa League in der zurückliegenden Saison nach Spanien gingen, verdrängten die spanischen Topklubs Real Madrid und FC Barcelona in der Football Money League Manchester United vom Spitzenplatz. Real Madrid schaffte es als erster Klub, die Schallmauer der 750 Millionen-Euro-Umsatzmarke zu durchbrechen (750,9 Mio. Euro exkl. Transfererlöse) und sicherte sich zum insgesamt zwölften Mal die Spitzenposition im Ranking.

 

Drei Clubs erwirtschaften Gesamtumsatz von 2,1 Milliarden Euro

 

Mit 690,4 Millionen Euro Umsatz mache der FC Barcelona einen Rang gut und rückt auf Platz zwei vor. Der Platzhirsch der vorigen beiden Jahre Manchester United liege mit 666 Millionen Euro Umsatz auf Platz 3. Insgesamt erwirtschafteten Real, Barca und ManU in der Vorjahressaison einen Gesamtumsatz von 2,1 Milliarden Euro – damit habe sich  die Wirtschaftskraft der drei Erstplatzierten innerhalb einer Dekade mehr als verdoppelt.

 

Drei Bundesliga-Vereine in den Top 20

 

Mit dem FC Bayern München, Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 hätten sich drei Bundesligisten in der Top 20 der Football Money League etabliert. Wirtschaftlich sei der FC Bayern der Branchenprimus unter den deutschen Klubs. Auch wenn nun Real Madrid der kommerziell erfolgreichste Klub sei, fiel der Umsatz der Bayern fast doppelt so hoch aus wie der des nächstplatzierten Bundesligaklubs Borussia Dortmund. Dank der sportlichen Erfolge und neuer TV-Rechte in der Bundesliga konnten die Münchner ihren Umsatz um 7 Prozent (+41,4 Millionen Euro) steigern. Hautumsatzquelle des FC Bayern bleiben mit 55 Prozent vom Gesamtumsatz (348,7 Millionen Euro) jedoch nach wie vor die kommerziellen Erlöse.

 

Sportlicher und wirtschaftlicher Erfolg überschneiden sich

 

Die Studie verdeutliche, dass sich sportlicher und wirtschaftlicher Erfolg oftmals überschneiden würden. So musste Borussia Dortmund insgesamt einen leichten Umsatzrückgang von 5 Prozent (-15,4 Millionen Euro) hinnehmen. Dennoch hätten die Dortmunder ihren zwölften Rang mit einem Umsatz von insgesamt 317,2 Millionen Euro behaupten können. In der kommenden Football Money League sei für die Borussen angesichts der aktuellen sportlichen Erfolge jedoch wieder eine positive Entwicklung zu erwarten: In der Champions League habe sich das Team bis ins Achtelfinale vorgekämpft.

 

Schalke 04 profitiert durch die Neuvergabe der Medienrechte

 

Der FC Schalke 04 platzierte sich mit einem Gesamtumsatz von 243,8 Millionen Euro zum 16. Mal in der Top 20 der Football Money League (Platz 16, wie im Vorjahr). Auch ohne Teilnahme in UEFA-Turnieren hätten die Königsblauen ihren Umsatz um 6 Prozent (+13,6 Millionen Euro) steigern können. Ebenso wie die Bayern profitierten die Gelsenkirchener durch die Neuvergabe der Medienrechte, mit Mehreinnahmen von 8,7 Millionen Euro.

 

Gelsenkirchner Club eröffnet eigenes Büro in Shanghai

 

Das Wachstum bei den kommerziellen Erlösen habe bei 12 Prozent (+11,2 Millionen Euro) gelegen und die Eröffnung eines eigenen Büros in Shanghai zeige, dass Schalke 04 die Einnahmen durch kommerzielle Erlöse weiter forcieren möchte. Dank der Rückkehr in die Champions League könnte der Klub einen neuen persönlichen Rekord aufstellen und erstmals die Umsatzgrenze von 300 Millionen Euro überschreiten, sodass sich auch im Ranking der Football Money League eine Verbesserung ergeben könnte. pm, ots, mei

Quelle: Deloitte

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