· 

Prächtige Geschäfte in der digitalen Wirtschaft

Für die kommenden Monate seien die Erwartungen aber weniger optimistisch. Das sind die zentralen Ergebnisse des neuen Bitkom-ifo-Digitalindex, die der Digitalverband Bitkom und das ifo Institut heute gemeinsam in Berlin vorgestellt haben. Der Index stieg von April auf Mai um 2,2 Punkte auf 27,0 Punkte. Er errechnet sich aus Geschäftslage und Geschäftserwartungen der ITK-Branche.

 

Die auch zuvor bereits sehr gute Geschäftslage verbesserte sich um 2,8 auf 46,7 Punkte. Bei den Erwartungen für die kommenden Monate gebe es zwar einen Anstieg um 1,7 auf 8,8 Punkte. Das sei aber einer der niedrigsten seit der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2009. Die Erwartungen für die Entwicklung von Beschäftigung (32,0 Punkte) und Preisen (11,4 Punkte) liegen jeweils nahe am langjährigen Maximalwert.

 

Unternehmen schauen vorsichtiger in die Zukunft

 

„Wir freuen uns, mit dem Bitkom-ifo-Digitalindex erstmals einen maßgeblichen Indikator für das Geschäftsklima in der IT- und Telekommunikationsbranche vorzustellen“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Aktuell wird viel über Konjunkturrisiken wie den Handelskonflikt zwischen den USA und China, den Brexit und die Umwälzungen in der Automobilindustrie und bei Banken diskutiert. Trotz allem ist die Geschäftslage in der Digitalbranche weiterhin sehr gut. Auffällig ist, dass die Unternehmen seit einigen Monaten vorsichtiger in die Zukunft schauen. Derzeit gilt: Die Lage ist besser als die Stimmung.“

 

Branchenindikator erstmals aufgelegt

 

Zum erstmals aufgelegten Branchenindikator sagt ifo-Präsident Clemens Fuest: „Der neue Index setzt sich zusammen aus 400 Herstellern, Händlern und Service-Firmen. IT-Dienstleister gehen zu 60,5 Prozent ein, Dienstleister der Telekommunikation zu 9,8 Prozent, der Einzelhandel mit Geräten zu 8,4 Prozent, die Hersteller von elektronischen Bauelementen mit 6,5 Prozent und so weiter. Mit dem Digitalindex erfassen wir eine Branche, die für die Entwicklung der deutschen Wirtschaft eine Schlüsselrolle spielt.“

 

Digitalindex seit Juli 2017 gesunken

 

Die Geschäftslage bewege sich seit Januar 2017 auf ununterbrochen hohem Niveau oberhalb der 40-Punkte-Marke und erreichte im Oktober 2018 ihr Allzeit-Hoch (52,7 Punkte). Dagegen gingen die Erwartungen etwa seit der Jahresmitte 2017 im Durchschnitt zurück. Dementsprechend sei der Digitalindex seit Juli 2017 (38,2 Punkte) um 11,2 Punkte gesunken. Die Zeitreihen des Digitalindex reichen bis 2006 zurück.

 

Digitalbranche schätzt Geschäftsklima durchweg besser ein als die Gesamtwirtschaft

 

Im langjährigen Vergleich zum ifo Geschäftsklima für die deutsche Gesamtwirtschaft erreiche der Bitkom-ifo-Digitalindex durchgehend ein deutlich höheres Niveau. Unternehmen der ITK-Branche schätzten ihre jeweilige Lage konstant besser ein als die Gesamtwirtschaft. Die grundsätzliche Entwicklung von ifo-Geschäftsklima und Bitkom-ifo-Digitalindex ähnele sich zumeist. So entwickelten sich Bitkom-Ifo-Digitalindex und Ifo-Geschäftsklima seit 2006 bei zwei von drei der monatlichen Messungen (65 Prozent) in die gleiche Richtung. Im Mai 2019 aber sank das ifo-Geschäftsklima um 2,9 auf 14,1 Punkte und entwickelte sich damit gegenläufig zum Bitkom-ifo-Digitalindex. Hintergrund sei, dass die meisten Branchen durch die allgemeinen Konjunkturrisiken deutlich stärker unter Druck gesetzt werden als die ITK-Branche. pm, ifo, mei

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

Das sind die Themen auf dieser Seite

Willkommen, liebe Besucherin, lieber Besucher,

schön , dass ihr auf meiner Webseite "Hintermeier Daily" vorbeischaut. Das erwartet Euch: Im Mittelpunkt des Magazins zu Fragen der Zeit stehen die wichtigsten Themen, die Menschen bewegen. Dabei geht es um gesellschaftlich relevante Persönlichkeiten genauso wie um die großen politischen Zusammenhänge, die viele in ihren Bann ziehen.  Was erwartet euch sonst noch? Auf jeden Fall viele spannende Interviews mit interessanten Persönlichkeiten, die eine Menge zu erzählen haben. Und besondere Special gibt es ebenfalls: Sie heißen zum Beispiel "Sport & Wirtschaft", "Mobilität und Reise" sowie "Job und Beruf".