Macrons Eiche überlebte den Sommer nicht

Erinnern wir uns: Macron hatte die junge Eiche vor rund einem Jahr als Gastgeschenk zu einem Staatsbesuch in den USA mitgebracht. Die Eiche wies symbolisch auf die engen historischen Beziehungen beider Länder hin.

 

Die Eiche entstammte einem nordfranzösischen Wald, in dem im 1. Weltkrieg mehr als 2.000 US-Soldaten im Kampf gegen die Deutschen getötet worden waren. Trump und Macron pflanzten den Setzling gemeinsam im Garten des Weißen Hauses. 

 

Der Baum war verschwunden

 

Wenig später war der Baum aber verschwunden. Der Grund: Er war ausgegraben worden und musste, wie bei eingeführten Pflanzen in den USA üblich, in Quarantäne genommen werden. Später sollte die Eiche wieder eingepflanzt werden. Dazu kam es nicht, die junge Eiche starb in der Quarantäne.

 

Strafzölle auf französischen Wein angedroht

 

Unterdessen hat Trump Strafzölle  auf französische Weine angedroht. Der US-Präsident wies darauf hin, dass auf nach Frankreichexportierte Weine aus den USA höhere Zölle erhoben würden als im umgekehrten Fall. Für Trump ist das nicht fair, und  deshalb sollten die USA etwas dagegen tun. In der Tat sind die EU-Zölle auf Wein aus den USA deutlich höher als umgekehrt. Nach Mitteilung des Wine Institute - einer Lobbyorganisation kalifornischer Winzer - liegen sie zwischen 0,11 und 0,29 Dollar pro Flasche. Umgekehrt erheben die USA auf Weine aus der EU nach Angaben der US-Handelsbehörde USITC Zölle von 0,053 bis 0,127 Dollar pro Flasche. Importe von europäischen Weinen in die USA hätten 2017 einen Wert von insgesamt 4,5 Milliarden Dollar gehabt. Die Exporte von US-Wein in die EU hätte einen deutlich geringeren Wert von 553 Millionen Dollar erreicht. Allerdings sei die EU der größte ausländische Abnehmer von US-Weinen.

 

China setzt die "Rohstoffkeule" ein

 

Im Handelskrieg zwischen den USA und China packt die östliche Großmacht jetzt die "Rohstoffkeule" aus. So ginge die Sojabohnen-Importe, die eine Waffe Chinas im Handelskrieg sind, im Mai um 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zurück. China verringerte auch die Ausfuhr von seltenen Erden. Das Land hatte schon angedeutet, eine Kontrolle der High-Tech-Metalle, die zu 80 bis 90 Prozent in China gefördert werden, als „Rohstoffkeule“ im Handelsstreit einzusetzen. So werden die 17 Metalle, zu denen Neodym, Lanthan und Cer gehören, insbesondere in der High-Tech-Industrie genutzt - so zum Beispiel für Smartphones, Computer, Bildschirme und andere Elektrogeräte sowie Windkraftanlagen und Autos. Die Vereinigten Staaten beziehen 80 Prozent ihres Bedarfs aus China. Die mögliche Folgen: Eine Reduzierung der chinesischen Exporte könnten weltweit zu einem Anstieg der Preise führen. mei"

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