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Börsen-Zeitung hat beste Wirtschaftsredaktion

Die "Börsen-Zeitung" liege mit einer Durchschnittsnote von 1,71 nun bereits zum dritten Mal in Folge auf Platz 1 (Vorjahr 1,62). Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und die Agentur Bloomberg folgen auf Platz zwei und drei.

 

Der größte Einfluss werde allerdings nicht der "Börsen-Zeitung", sondern dem "Handelsblatt" zugestanden. Dieses werde auch am meisten von den PR-Profis gelesen. 

Die Finanznachrichtenagentur dpa-AFX (Chefredakteur Bernd Zeberl) verbessere sich von 2,09 im vergangenen Jahr auf eine Durchschnittsnote von 1,99 und zähle damit noch vor der Schwester-Agentur dpa (2,04; Rang 10; Sven Gösmann) zu den zehn besten Redaktionen.

 

"Handelsblatt" erhält oft die Note 1

 

Das "Handelsblatt" (Sven Afhüppe) liege mit der Note 1,83 gleichauf mit dem britischen "Economist", erhielt jedoch öfter die Note eins und kletterte somit von Rang sieben im vergangenen Jahr auf Rang vier. Die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" verbessert sich von Platz acht auf sechs (Note 1,9). Schlechter bewerteten die Kommunikatoren die Leistungen der Agentur Reuters (Rang drei im vergangenen Jahr), die nur mehr auf Platz 8 liegt, sowie die der "Financial Times" (Rang 7). 

 

Große Magazine haben an Qualität verloren

 

Vor allem die großen Magazine hätten nach Ansicht der Kommunikatoren an Qualität verloren. Dem "Stern" (Chefredakteure: Florian Gless, Anna-Beeke Gretemeier) stellten sie in diesem Jahr mit 3,77 die schlechteste Durchschnittsnote aus (3,65 Vorjahr). Damit löse das Magazin die Redaktion der "Bild" als Schlusslicht ab. Sie landet mit einer Bewertung von 3,66 im Durchschnitt auf dem vorletzten Rang. Der "Focus" sank ebenfalls noch leicht auf die Note von 3,63 (Vorjahr 3,52), bleibt jedoch auf Platz 50 gelistet. 

 

Großen Verlierer sind "Manager Magazin" und "Spiegel"

 

Die größten Verlierer des diesjährigen "Wirtschaftsjournalist"-Rankings seien "Manager Magazin" (Note 2,95; Vorjahr 2,66; Chefredakteure: Martin Noé und Sven Clausen) und "Spiegel" (Note 2,84; Vorjahr 2,56; Steffen Klusmann). Sie rutschen jeweils um 15 Ränge nach unten. Die "Wirtschaftswoche" (Beat Balzli) und "Capital" (Horst von Buttlar) lande beide mit einer Note von 2,77 nur noch auf Platz 27. Die "WiWo" verschlechtere sich damit um zehn Ränge, "Capital" um neun. Die Kommunikatoren kritisieren vor allem mangelnde Ausgewogenheit, den Hang zur Skandalisierung und die Jagd nach Exklusivgeschichten.

pm, ots, mei

 

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