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Der SUV ist kein Riesenmonster

Im Jahre 1995 waren SUV in Deutschland noch regelrechte Exoten. Auf 2% Marktanteil und 67.752 Neuzulassungen kam man damals. Der SUV war noch eher das Auto für den „Oberförster“ oder der Daktari-Fans. Die TV-Serie hatte den Landrover Defender, eines der Urgesteine der Geländewagen populär gemacht.

 

Der große Durchbruch kam dann um das Jahr 2010. Seit 2010 „vermehren“ sich die SUV pro Jahr im Schnitt um 13% Das Schaffen sogar manche Insekten nicht. Im letzten Jahr wurden in Deutschland 990.047 SUV neu zugelassen. Der Marktanteil lag bei 28,8%. Aber das war „gestern“. Bereits in den ersten vier Monaten des Jahres wurde mit 31,3% Marktanteil ein neuer Rekordwert erzielt und so werden im Jahr 2019 in Deutschland mehr als eine Million neue SUV auf die Straßen rollen.

 

Trend zu kleinen SUV speist Wachstum – SUV als Monster sind Fake News

 

Die in Deutschland neu zugelassenen SUV sind dabei schon lange keine „echten“ Geländewagen mehr. 58% oder 217.000 der in den ersten vier Monaten des Jahres zugeassenen SUV hatten Frontantrieb. Der „echte Geländewagen“ mit Allradantrieb ist bei den SUV zur Minderheitsposition mit 42% geworden. Tendenz weiter fallend. Eine weitere Zahl zeigt uns, dass SUV mittlerweile eher VW-Golfs statt Porsche Panamera sind. Der Porsche Panamera hat eine Länge in seiner größten Ausführung von 5.199 mm. Der VW-Golf von 4.470 mm. 52% aller in den ersten vier Monaten neu zugelassenen SUV in Deutschland hatten Golf-Länge oder weniger. Natürlich gibt es auch die größeren SUV im Vergleich zu den Fließheck-Autos. Bei denen waren 94% allen Fließhecks auf/oder unter Golf Länge waren.

 

Grüne sollen keine Fake News über den SUV in die Welt setzen

 

Natürlich sind die SUV breiter als die anderen Karosserieformen. Der VW-Golf hat eine Breite von 1.799mm. Und das die Fließheck-Limousinen überwiegend von der Golf-Klasse geprägt werden, haben 89% der Neuzulassungen aller Fließheck-Limou-sinen in Deutschland in den ersten vier Monaten des Jahres VW-Golf Breite oder lagen darunter. Also die SUV sind in der Regel breiter und etwas länger als vergleichbare Limousinen, aber die Vorstellung, dass SUV mit Riesenmonster gleichzusetzen, ist einfach falsch. Also auch hier sollten etwa Grüne vorsichtig sein und nicht Fake News in die Welt setzen.

 

Zum Jaguar-Portfolio gehören 70 Prozent SUV

 

Und auch hier wieder der Vergleich mit dem Porsche Panamera. Der Porsche Panamera hat eine Breite von 1.937 mm sowohl als Limousine als auch als Kombi. Bei den Fließheck-Limousinen bleiben 100% unter dieser Länge. Bei den SUV waren es in den ersten vier Monaten des Jahres 92%. Über Fahrzeuge wie den Porsche Panamera regt sich niemand auf, über die SUV schon. Eher seltsam. Aber wer hätte gedacht, dass Jaguar aus 70% SUV besteht, Volvo aus 68% SUV, Alfa Romeo aus 51% SUV und selbst Rolls Royce mit 51% eine SUV-Majority hat. Oder Porsche, Lamborghini, Maserati… Sportwagen waren gestern scheint hier der Trend. Einzig Ferrari, Aston Martin und McLaren oder Smart sind noch SUV-abstinent. Zu wenige SUV haben immer noch die deutschen Autobauer. VW und Mercedes sind fast schon Stiefkinder mit 24% bezeihungsweise 21% SUV-Anteilen.

 

In den USA machen "Light Trucks" schon 70 Prozent  des Marktes aus

 

Das Ende der Fahnenstange ist bei den SUV noch lange nicht erreicht. Das zeigt etwa der US-Automarkt. Die Amerikaner unterschieden gerne zwischen CARs, also Pkw, und dem Rest, sprich SUV, Pick-Up und Vans. Die Pkw sind eine aussterbende Gattung in den USA. So waren in den ersten Monaten in den USA gerade noch 30% der Neuwagenverkäufe „Cars“ und 70% light trucks.

 

Die Schweiz hat einen SUV-Anteil von 44 Prozent

 

Nicht nur USA oder China zeigen, dass am SUV kein Weg vorbeigeht. In der Schweiz betrug der SUV-Anteil in den ersten fünf Monaten des Jahres 44 % von 128.000 Neuwagen waren mehr als 56.000 SUV. Also es ist noch „Luft nach oben“. Im Jahre 2020 werden in Deutschland mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Drittel aller Neuwagen SUV sein und 2025 kann man mit mehr als 35% Marktanteil rechnen. Es läuft in Richtung der Schweiz. Ferdinand Dudenhöffer

 

 

 

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