Beim Thema Investoren stehen die Clubs in der Verantwortung

Egal was die Vereine tun, sie müssten sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst sein. "Wir beim FC St. Pauli versuchen in allen Bereichen nachhaltig zu sein", sagte der Technische Direktor des Zweitligisten FC St. Pauli im Interview mit der Düsseldorfer "Rheinischen Post" mit Blick auf den Einstieg des Investors Lars Windhorst bei Hertha BSC. 

 

Kritik übt Lienen am französischen Topklub Paris St. Germain. "Das, was Paris St. Germain gemacht hat, ist für mich nicht  akzeptabel. Ich meine natürlich den Neymar-Transfer".

 

Die Ablösesumme ist obszön

 

Die Ablösesumme sei schlicht und ergreifend obszön. Damit seien doch alle Relationen gesprengt worden. Jeder dritte Spieler koste jetzt 40 bis 80 Millionen Euro. Es müsse Grenzen geben, da seien die Klubs und die Verbände gefordert, dem Einhalt zu gebieten. Der Ursprung des Problems liege, laut Lienen, in Spanien. Dort schreibe ein Gesetz vor, dass jeder Spieler eine Klausel in seinem Vertrag haben müsse, mit der er sich freikaufen kann.

 

Neymar-Transfer hat dem Fußball geschadet

 

Bei Neymar sei eine Fabel-Summe formuliert worden, die dann gezahlt wurde. Der Neymar-Transfer habe dem Fußball geschadet, sagte Lienen (65). Der Brasilianische Superstar hatte sich 2017 für 222 Millionen Euro aus seinem Vertrag beim FC Barcelona herausgekauft. Nun könnte es eine Rückkehr zu den Katalanen geben.

pm, ots, mei, rp