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Biobauern-Chef will wolfsfreie Zonen in Deutschland

Im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte Felix Prinz zu Löwenstein, Vorstandsvorsitzender des Dachverbandes Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW): "Es gibt Regionen in Deutschland, die sind geeignet für den Wolf, andere nicht." Die Politik müsse klären, "wo Platz ist für den Wolf, wo er genug Biotop hat".

 

Löwenstein verwies auf vergleichbare Regelungen bei Hirschen. Einzelne Bundesländer haben sogenannte Rotwild-Gebiete ausgewiesen, in denen die Tiere unter besonderem Schutz stehen. Außerhalb droht ihnen der Abschuss. 

 

Der Wolf stellt eine Bedrohung dar

 

Der BÖLW-Vorsitzende betonte, dass der Wolf für die Öko-Tierhaltung auf Weiden und Almen eine Bedrohung darstelle. Viele Bio-Weidetierhalter seien in großer Sorge. Aber: "Wir sind nicht der Meinung, dass der Wolf wieder verschwinden muss." Die Bundesregierung hat eine Reform des Bundesnaturschutzgesetzes auf den Weg gebracht. Die sogenannte Lex Wolf sieht allerdings vorrangig den leichteren Abschuss von Raubtieren vor, die mehrfach Nutztiere gerissen haben. 

 

Bio-Landwirtschaft muss sich besser auf die Folgen des Klimawandels einstellen

 

Unterdessen betonte Löwenstein, dass sich die Bio-Landwirtschaft besser auf die Folgen des Klimawandels einstellen müsse. Die Züchtung klimaresistenter Pflanzen durch Gentechnik sei aber keine Lösung. Das gelte auch für neue Methoden wie etwa die sogenannte Genschere, mit der Forscher ins Erbgut von Pflanzen eingreifen können. "Das Fokussieren auf Gentechnik ist die falsche Antwort auf den Klimawandel. Wir müssen uns das gesamte System anschauen", sagte Löwenstein. Von gentechnisch veränderten Pflanzen profitierten nur diejenigen, die das Patent besäßen. Der Bauernverband hatte sich zuvor für den Einsatz von gentechnisch veränderten Pflanzen ausgesprochen. 

 

Bäume in die Felder integrieren

 

Zwar sei die ökologische Landwirtschaft angesichts der Herausforderungen besser aufgestellt als die konventionelle. "Zurücklehnen können aber auch wir uns nicht. Was getan werden muss, geht auch über das hinaus, was wir bereits machen." Der Verbandschef nannte als Beispiel Agroforstwirtschaft, bei der Bäume in Felder integriert werden und so den Boden auch bei Trockenheit vor Abtragung schützen. pm, ots, noz

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