Unternehmen planen seltener Neueinstellungen

Die sich abkühlende Konjunktur schlägt immer mehr auf den Arbeitsmarkt durch. Die Boomzeiten sind erst einmal vorbei.

Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Arbeitsmarkt weiter schwach. Erneut berichteten mehr Industrieunternehmen, dass sie ihren Personalbestand tendenziell verkleinern wollen.

 

Im Handel halten sich Entlassungen und Neueinstellungen in etwa die Waage. Im Bauhauptgewerbe und dem Dienstleistungssektor sind weiter Neueinstellungen geplant. Bei den Dienstleistern jedoch weniger stark als zuletzt.

Unterdessen verschlechterte sich auch die Stimmung unter den Exporteuren. Die Ifo-Exporterwartungen für die Industrie sind im Juli auf -2,7 Saldenpunkte gefallen, von -0,2 Saldenpunkten im Juni. Die guten Zeiten der deutschen Exportindustrie sind erst einmal vorbei. Im Moment gibt es wenig Anzeichen, dass wieder Zuwächse beim Export zu erwarten sind.

 

Die Automobilhersteller haben große Sorgen

 

Große Sorgen haben weiterhin die Automobilhersteller. Die Exporte sind erneut stärker auf Schrumpfung ausgerichtet. Gleiches gilt für die Unternehmen aus der Metallherstellung und -bearbeitung. In den Schlüsselbranchen Maschinenbau und Elektrotechnik ist die Exportdynamik zum Erliegen gekommen. Es werden gegenwärtig keine Zuwächse erwartet. Lichtblicke zeigten sich in diesem Monat in der Textil- und Bekleidungsindustrie. Nach einer zuletzt schwierigen Exportsituation hellten sich die Exporterwartungen merklich auf. Am optimistischsten mit Blick auf den Export sind die Hersteller von pharmazeutischen Erzeugnissen. pm, ifo