Immenser Nachholbedarf bei Profisportvereinen

"Die Zahl der Vereine, die innovativ sind und mit der Wissenschaft zusammenarbeiten, liegt, das ist mein Gefühl, noch immer bei höchstens zehn Prozent. Dabei ist es im heutigen Profisport entscheidend, nicht nur ,State of the art' zu sein, sondern eben den einen Schritt voraus", sagte der geschäftsführende Institutsleiter am Institut für Trainingswissenschaft und Informatik an der Deutschen Sporthochschule der Düsseldorfer "Rheinischen Post".

 

Einen Hauptgrund sieht Memmert vor allem in der Schnelllebigkeit des Fußballgeschäfts. "Momentan entscheiden sich eben viele Vereine noch immer eher dazu, eine Million für einen neuen Spieler auszugeben, anstatt 500.000 Euro in einen vernünftig ausgestatteten Trainingsbereich Kognition. Trainer und Sportdirektor haben halt vor allem den kurz- und mittelfristigen Erfolg im Blick, weniger die langfristige Entwicklung des Klubs, an der sie in der Regel doch nicht mehr teilhaben." pm, ots