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Autobauer müssen wieder an der Rabattschraube drehen

Das zeigen die Daten des neuen CAR Rabatt-Index. Die schlechtere Konjunktur macht sich bei Kundenanfragen bemerkbar. Die Neuwagen-Rabatte steigen trotz Urlaubszeit wieder an. Dies ist ein deutliches Zeichen für einen schwerer werdenden Automarkt.

 

Und so ist im Juli ist der CAR Rabatt-Index auf 133 Punkte angestiegen. Ursache für den Anstieg waren die mit 13,7 Prozent leicht höheren durchschnittlichen Kundenvorteile der Hersteller-Sonderaktionen und die mit 27,1 Prozent höhere Eigenzulassungsquote der Autohersteller und -Händler. Dies ist ein ungewohntes Bild, den typischerweise gehen die Rabatte im Juli wegen der Urlaubszeit zurück. Autobauer legen üblicherweise erst Anfang Herbst neue Aktionen auf.

 

 Hohe Eintauschprämie beim BMW-Mini

 

Auffällig ist, dass etwa der BMW-Mini jetzt mit hoher Dieseleintauschprämie von 6.000 Euro im Angebot ist. Umgerechnet entspricht das einem Rabatt von 31 Prozent. Und auch die Rabatte bei den Internetvermittlern für den Mini sind im Juli um 0,7 Prozent Nachlass auf 15,4 Prozent  Rabatt gestiegen. Weltweit sind die Auslieferungen beim Mini nach dem BMW-Halbjahresbericht im 2. Quartal um knapp 6 Prozent und 5.500 Fahrzeuge zurückgegangen. Es zeigt, der Markt wird härter und die Autobauer müssen verstärkt mit Rabatten gegensteuern. Bestätig wird das Bild der schwächeren Inlandnachfrage auch von Daten der Internetvermittler. So ist dort ein deutlicher Rückgang der Kaufanfragen von Premiummarken und großen deutschen Autobauern in den letzten Monaten erkennbar. Der Markt wird schwächer, die weltweite Autokonjunktur macht immer mehr sorgen, US-Präsident Trump schickt die Märkte mit den Zollkriegen ins Minus. Für Deutschland bedeutet das, dass Autobauer wieder mit stärkeren Rabatten gegensteuern müssen. Die Zeit der Niedrigrabatte geht zu Ende.

 

Top 10 Sonderaktionen der Autobauer

 

Im Juli waren die Sonderaktionen mit den höchsten Kundenvorteilen bei den Marken Peugeot, Renault, Seat, Mini, Ford und Suzuki zu finden. Neu eingereiht in die Top 10 Aufstellung haben sich die auf 6.000 Euro erhöhte Umweltprämie für Schwerpunktregionen für den Mini One, die Diesel-Eintauschprämie in Höhe von 6.000 Euro beim Kauf eines Renault Megane und die Gebrauchtwagenprämie in Höhe von 6.000 Euro für den Peugeot 308. Die drei höchsten Kundenvorteile wurden weiterhin von Peugeot, Renault und Seat angeboten.

 

Rabatte Internetvermittler –SUV wertstabiler

 

Gestiegen sind im Juli die Rabatte bei den deutschen Autobauern unter anderem für den VW Tiguan auf jetzt 16,5 Prozent  sowie leicht für den BMW Mini auf 15,9 Prozent  den Audi A6, Audi A3,  BMW 3er,  BMW 5er. Gesunken sind die Rabatte auf den BMW 1er, wobei dies jetzt der neue BMW 1er ist. Im Vormonat war der „alte BMW 1er“ mit  zwei Prozent mehr Rabatt im Markt. Das neue Modell steht damit mit Beginn unter stärkerem Verkaufsdruck wie der Vergleich etwa mit dem Audi A3 zeigt.  In der Auslaufphase ist der Smart Fortwo mit 1,0 Liter Motor mit 20 Prozent Rabatt im Angebot. Dies sind aber eher Fahrzeug-Restbestände und daher weniger repräsentativ. Nach wie vor zeigt sich das Bild, dass SUV eher mit weniger Rabatten im Markt angeboten werden.

 

Die Internet-Rabatte der meistverkauften Modelle

 

  • RENAULT TWINGO SCe 75 Limited 27,6%
  • FIAT 500 Pop 1.2 8V 26,6%
  • FORD KUGA 1.5 EcoBoost Cool & Connect 26,5%
  • RENAULT CLIO TCe 90 Intens 25 %
  • MITSUBISHI SPACESTAR 1.0 Spacestar Plus 1.0 Clear Tec  24,2%
  • FORD FOCUS 1.0 EcoBoost Vignale 24,1%
  • RENAULT CAPTUR Limited TCE 90 23,7%
  • SKODA FABIA 1.0 MPI COOL+ 23,3%
  • SEAT LEON 1.5 FR 22,9%
  • HYUNDAI I30 1.4 Trend 21,7%
  • SKODA OCTAVIA 2,0 l TDI DSG Combi Soleil 21,4%
  • FORD FIESTA 1.0 EcoBoost Cool & Connect 3trg. 21,0%
  • OPEL CORSA 1.4 Edition 90PS 5-Türer 20,4%
  • SMART FORTWO 1.0 20,0%
  • SEAT ARONA 1.0 TSI 6G Style 19,7%
  • BMW 3er 320d Touring M Sport Shadow 19,5%
  • Gewichteter Durchschnitt 18,7%
  • BMW 5er 520d Touring A 18,4%
  • TOYOTA YARIS 1.5 Hybrid Aut 5 Türer 18,3%
  • AUDI A6 50 TDI qu. Tiptronic Sport Sedan 17,9%
  • SKODA KAROQ 1.5 TSI ACT Style 17,1%
  • OPEL ASTRA 1.6d Innovation ST Kombi 16,7%
  • VW TIGUAN 2.0 TDI SCR DSG Highline 16,5%
  • BMW 1er (neu) 118i Advantage 15,9%
  • OPEL CROSSLAND X 1.2 Turbo 110 PS Innovation 15,8%
  • HYUNDAI TUCSON 1.6 Gdi Style 15,7%
  • MINI One 15,4%
  • VW GOLF 1.6 TDI SCR Comfortline Variant 14,0%
  • VW POLO 1.0 TSI OPF Highline 14,0%
  • AUDI A4 40 TDI quattro S-Tronic Avant 13,7%
  • AUDI A3 30 TDI Sportback 13,6%

 

Fazit: Bessere Zeiten für Neuwagenkäufer – schwierigeres Geschäft für  Autobauer

 

Viele Indikatoren deuten darauf hin, dass im zweiten Halbjahr der deutsche Automarkt schwieriger wird und Autobauer mit höheren Rabatten gegensteuern müssen.  Einerseits schlechter Konjunkturaussichten, wie sie etwa vom IWF in seiner neusten Prognose dargestellt wurden, schlechteres Konsumentenklima, Rückgang der der Kaufanfragen bei Internetvermittlern und der atypische Anstieg der Rabatte im Juli. Bessere Zeiten für Neuwagenkäufer – schwieriger werdendes Geschäft für die Autobauer. Ferdinand Dudenhöffer, Karsten Neuberger   

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