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Das Landesabitur ist eine Erfolgsgeschichte

An den diesjährigen Abiturprüfungen haben genau 25.317 Schüler teilgenommen, von denen 24 408 das Abitur bestanden haben. Dies entspricht einer Quote von 96,4 Prozent. 3,6 Prozent der Prüflinge haben die Abiturprüfung nicht bestanden und 498 Abiturienten (2,0 Prozent) die Traumnote 1,0 erreicht. 

 

Die vielen guten Abiturnoten gefallen aber nicht jedem. Der Hessische Philologenverband beklagte unlängst eine „enorme Zunahm guter und sehr guter Abiturzeugnisse“, die nicht auf bessere Leistungen der Schüler zurückzuführen seien. So hätten die Universitäten immer mehr junge Leute, die nicht für ein Studium gerüstet seien. Das habe auch ein sogenannter Brandbrief gezeigt, in dem 130 Professoren und Lehrer teils erschreckend schwache Mathematik-Kenntnisse von Studienanfängern kritisiert hätten. 

Auch von Unternehmerseite ist hin und wieder zu hören, dass Abiturienten Probleme mit der deutschen Sprache und der Mathematik hätten.

 

Für die Wirtschaft eine wichtige Errungenschaft

 

Dirk Pollert, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung hessischer Unternehmerverbände, ist da anderer Ansicht. „Die Einführung des Landesabiturs vor nunmehr zehn Jahren ist eine für die Wirtschaft wichtige Errungenschaft. Sie gewährleistet vergleichbare Leistungsstandards aller hessischer Abiturienten“, sagt er gegenüber dieser Zeitung. Dass diese Standards über eine Dekade hinweg weitgehend gleich geblieben seien und den Leistungspotenzialen der Schüler zu entsprechen scheinen, zeigten die einschlägigen Kennziffern: Die Durchschnittsnote variierte in den vergangenen zehn Jahren um weniger als eine Zehntelnote. Die Ergebnisse zwischen den Notendurchschnittswerten 2,40 und 2,48 sowie die kontinuierlich hohe Bestehensquote von über 96 Prozent zeige, dass hinreichend begabte Jugendliche die Hochschulreife erlangen können. 

 

Keine Klage über Auszubildende mit Hochschulreife

 

Wilhelm Hickmann, Geschäftsführer des Usinger Elektronikunternehmens Pikatron, bildet in seinem Unternehmen auch Abiturienten in kaufmännischen Berufen aus. Er führt über die Auszubildenden mit Hochschulreife keine Klage. „Das Ausbildungsniveau der Abiturienten ist gut“, sagt Hickmann, dem aber aufgefallen ist, dass die Abiturnoten immer ausgesprochen gut seien. Es gebe bei den Bwerbern kaum schlechte Noten in deren Abiturzeugnissen. 

 

Die Duale Ausbildung als Alternative zum Abitur

 

Pollert macht darüber hinaus auf „eine gute Alternative zum Abitur“ aufmerksam. Das ist für ihn die Duale Berufsausbildung. Die Aussichten auf eine erfolgreiche Karriere seien in Berufen mit dualer Ausbildung besonders hoch, insbesondere in den Berufen, die auf mathematisch-, ingenieurwissenschaftlich-, naturwissenschaftlich- technischen Kompetenzen (MINT) aufbauten. „Wer eine duale Ausbildung gut absolviert (Abschlussnote 2,5), dem stehen seit 2016 die allermeisten Studiengänge in Hessen ebenso offen wie einem Abiturienten“. Daneben haben berufliche Qualifizierte die Möglichkeit, die Aufstiegsfortbildung für Facharbeiter zu nutzen. Dieser Weg ist daher eine gleichwertige Alternative zu Abitur und Studium. Er hat gleichzeitig den Vorteil, dass ein Facharbeiter bereits eine solide Existenzgrundlage hat und auf dieser Basis seine Karriere weiter planen kann.  mei"

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