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Wenige Betriebe erhalten milliardenschwere Agrarsubventionen

Demnach bekamen für das Antragsjahr 2016 insgesamt 3.300 Betriebe zusammengenommen rund 991 Millionen Euro an sogenannten Direktzahlungen überwiesen. Insgesamt gingen 4,538 Milliarden Euro nach Deutschland. Die Zuschüsse richten sich vor allem nach der Fläche, die ein Landwirt bewirtschaftet: Je mehr Hektar er hat, desto mehr Direktzahlungen erhält er. 

 

Das Bundesagrarministerium schreibt, dass die Bundesregierung "angesichts der Kostenvorteile größerer Betriebe" über Änderungen nachdenkt. Demnach sollte im Rahmen der nationalen Umsetzung "eine Degression geprüft werden", also das Abschmelzen der Direktzahlungen ab einer gewissen Summe.

 

Endgültige Vorgaben aus Brüssel verzögern sich

 

Voraussetzung dafür sei aber, dass die EU-Kommission derartige Instrumente für die kommende Förderperiode nach 2020 ermögliche. Allerdings glaubt man in Berlin, dass sich die endgültigen Vorgaben aus Brüssel wohl noch verzögern werden. Das Ministerium schreibt: "Die Bundesregierung geht davon aus, dass die Europäische Kommission rechtzeitig einen Vorschlag für eine Übergangsverordnung vorlegen wird." 

 

Bisherige Ausgestaltung ist "extrem ungerecht"

 

Grünen-Agrarexperte Friedrich Ostendorff nannte die bisherige Ausgestaltung "extrem ungerecht", weil wenige Betriebe große Teile der Subventionen erhielten. Die Bundesregierung müsse hier einschreiten, so Ostendorff. "Anstatt hocheffiziente Großbetriebe zu subventionieren, sollte das Geld in den Kampf gegen den Verlust bäuerlicher Betriebe investiert werden." pm, ots

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