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Polizei bekommt G38-Gewehre für den Kampf gegen Schwerverbrecher und Fanatiker

Bei der Übung kam auch ein ferngesteuerter Entschärfungsroboter zum Einsatz. Zum ersten Mal präsentierten Ausbilder zudem das neue Gewehr für die hessische Polizei und zeigten schließlich, wie mit moderner Lasertechnik die Zukunft der Schießausbildung in Hessen aussieht.

 

Das perfekte Zusammenspiel unserer Spezialkräfte hat heute gezeigt, dass wir über smarte und schlagkräftige Sicherheitsbehörden verfügen, die nichts unversucht lassen, die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes bestmöglich zu schützen. Operative Einheiten sind mit ‚hessenDATA mobile‘ deutlich reaktionsschneller, um in Einsatzsituationen Terroristen oder Schwerstkriminelle effektiv zu bekämpfen. Im Fokus unserer Polizei stehen aber nie unbescholtene Bürger: Die Software wird verantwortungsvoll, datenschutzkonform und immer unter Einhaltung höchster Sicherheitsstandards eingesetzt“, sagte Beuth.  

  

Operative Einheiten werden noch effektiver und schneller

 

Schritt für Schritt führten Experten der Polizei durch das vielschichtige Übungsszenario, bei dem die Frauen und Männer auch seltene Einblicke in ihre Einsatztaktik gaben. Dabei wurde deutlich, dass die landesweit eingesetzte Auswerte- und Analyseplattform hessenDATA zu einem unverzichtbaren Teil polizeilicher Arbeit in Hessen geworden ist. Seit Mitte 2018 stand die Handyapplikation „hessenDATA mobile“ ersten operativen Einheiten zur Verfügung. Eine hessenweite Ausflächung der mobilen Anwendung sei in Vorbereitung.

 

Durch die Software können Gefahren schneller erkannt werden

 

Dank der Software könnten Gefahren schneller erkannt und Ermittlungen zu einschlägigen Straftaten zielgerichtet und erfolgreich geführt werden. Sekundenschnelle Informationsverarbeitung sei für die Sicherheitsbehörden in vollvernetzten Gesellschaft integraler Bestandteil des Schutzes der Bevölkerung geworden. Wichtigstes Ziel sei immer, Terroristen und Schwerstkriminelle effektiv zu bekämpfen und Anschläge zu verhindern. Dafür verknüpften die Beamten ausschließlich bereits vorhandene Informationen aus polizeilichen Datenbanken und öffentlich zugängliche Informationen, um schnell gebündelte Erkenntnisse – zum Beispiel über islamistische Gefährder – zu generieren und polizeiliche Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Die mobile Version von hessenDATA biete zudem einen wichtigen Mehrwert für die Kräftesteuerung der Einheiten im realen Einsatz. Dank der Handyapplikation seien alle Kollegen untereinander enger vernetzt und können noch besser ihre Einsatztaktik in Echtzeit miteinander koordinieren.

 

Roboter TEODOR beendet das Übungsszenario

 

Den Schlusspunkt für das Szenario setzte der Roboter „TEODOR“ (Tactical Explosive Ordnance Disposal and Observe Robot). Per Fernsteuerung neutralisierte ein Polizist (ein sogenannter „Entschärfer“) des Hessischen Landeskriminalamts (HLKA) eine künstliche Sprengvorrichtung mit der hochentwickelten Maschine. Seit 2016 verfüge das HLKA über den rund drei Stundenkilometer schnellen, mit hochauflösenden Kameras, Röntgensystem, Wassergewehr und vielen weiteren Extras ausgestatteten Roboter, der die Einsatzkräfte und die Bevölkerung vor Schaden bewahren könne.

 

Hessische Polizei erhält 1.500 neue G38-Gewehre von Heckler und Koch

 

Erstmals präsentierten Schießausbilder der Polizei die neue Mitteldistanzwaffe der hessischen Polizei: das G38. Um rasch die Reaktionsfähigkeit der hessischen Polizei gegenüber Terroristen und anderen gefährlichen Kriminellen weiter zu erhöhen, wurden bereits im vergangenen Jahr 130 G36-Gewehre an die sechs Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten (BFE) ausgeliefert. Nach einem europaweiten Vergabeverfahren konnte die Firma Heckler und Koch mit der Lieferung von rund 1.500 modernen G38-Gewehren beauftragt werden. Die Auslieferung der Waffen soll ab Frühjahr 2020 erfolgen. Die G38-Gewehre für die hessische Polizei werden so modifiziert, dass nur der gezielte Einzelschuss möglich ist, nicht das sogenannte Dauerfeuer.  

 

Distanzwaffe im Einsatz gegen Schwerverbrecher und Fanatiker

 

„Diese modernde Mitteldistanzwaffe erfüllt alle Voraussetzungen, um den Kollegen landesweit die notwendige Durchschlagskraft im Kampf gegen Schwerverbrecher und gefährliche Fanatiker an die Hand zu geben. Bei den Angriffen auf ‚Charlie Hebdo‘ und den schrecklichen Anschlägen vom 13. November 2015 haben Terroristen mit Sturmgewehren auf unschuldige Bürger und die französische Polizei geschossen. Auf diese neue Art der Bedrohung haben wir mit unserer Sicherheitsstrategie unmittelbar reagiert und unsere Polizei robuster ausgestattet und intensiv geschult. Wir werden die Ausrüstung der gesamten Polizei auch künftig weiter verbessern. Die kurzfristig verbesserte Standard-Maschinenpistole können wir jetzt sukzessive durch das leistungsstärkere Gewehr ersetzen“, so Beuth.

 

Sicherheit hat in Hessen oberste Priorität

 

Die Hessische Landesregierung investiere so viel Geld wie noch nie in den Bereich der Inneren Sicherheit. „Während vor 20 Jahren nur 726 Millionen Euro dafür ausgegeben wurden, wird der Wert 2019 bei 1,6 Milliarden und damit mehr als doppelt so hoch liegen. Wir machen als Landesregierung damit deutlich, dass für uns die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger sowie die Arbeitsbedingungen unserer Schutzleute oberste Priorität haben“, sagte Beuth. Alleine drei Millionen Euro stünden dieses Jahr für die Ausstattung von Spezial- und operativen Einheiten zur Verfügung. Zu den Maßnahmenpaketen zur Verbesserung der Ausstattung der hessischen Polizei zählten neben der neuen Mitteldistanzwaffe auch die Beschaffung von 1.150 ballistischen Schutzpaketen, weitere 1.000 Körperschutzausstattungen sowie 9.700 ballistische Schutzwesten mit integriertem Stichschutz sowie 10.000 Schnittschutzschals. pm, mei"

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