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Sylt: Der Inseltourismus hilft auch dem Naturschutz

In den ersten Jahrzehnten blieben die Gäste meist mehrere Wochen wegen der Heilwirkung des Reizklimas und erwarteten während dieser Zeit ein entsprechendes Unterhaltungsprogramm, das seinerseits ein entsprechendes Publikum anzog. Abseits der Hauptorte wurden nach Ende des Ersten Weltkrieges in ehemaligen Kasernenanlagen Landschulheime für Kinder aus den Großstädten eingerichtet.

 

Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Insel zum Sperrgebiet erklärt und der Tourismus kam dadurch völlig zum Erliegen. Die Nachkriegsjahre waren von Hunger und Arbeitslosigkeit geprägt. Leerstehende Hotels waren oft mit Kriegsflüchtlingen belegt, und der Kurbetrieb ruhte komplett. Nach der Währungsreformkonnten in der Sommersaison 1949 besuchten die ersten Nachkriegs-Kurgäste die Insel. Seitdem kannten die Übernachtungszahlen nur eine Richtung: nach oben

 

Aufschwung des Tourismus in der 1960er-Jahren

 

Um die 1960er-Jahre erlebte der Tourismus einen regelrechten Aufschwung. Außer den wohlhabenden Kurgästen zog Sylt nun auch größere Massen an. Das Ortsbild der Stadt Westerland erfuhr dadurch eine tiefgreifende Veränderung. Prägten bislang, neben traditionellen Friesenhäusern und wilhelminischen Bädervillen, nur einige größere Hotels das Bild der Stadt, entstanden jetzt mit dem „neuen Kurzentrum“ Appartementanlagen mit bis zu 14 Stockwerken. Nach und nach verdrängten diese Wohnkomplexe die Villen und Logierhäuser. Diese Appartementanlagen der 1960er- und 1970er-Jahre prägen auch heute noch die Innenstadt von Westerland, während die anderen Inselorte von dieser intensiven Bebauung weitgehend verschont blieben.

 

6,5 Millionen Übernachtungen im Jahr

 

Heute verfügt die Insel über 60.000 Gästebetten und beherbergt im Jahr durchschnittlich 870.000 Gäste mit 6,51 Millionen Übernachtungen. Das sind durchschnittlich 7,50 Übernachtungen je Gast. Im Sommer bevölkern täglich rund 150.000 Menschen die Insel. In der Nebensaison von Januar bis März und Oktober bis Dezember wurden rund 29 Prozent der Übernachtungen registriert. Übrigens: Die Zahl der Kurgäste, die Kuranwendungen in Anspruch nimmt, ist dabei auf weniger als ein Zehntel im Laufe der Jahre zurückgegangen.

 

Gehobenes gastronomisches Angebot auf der Insel

 

Bemerkenswert ist auf Sylt die hohe Dichte an Restaurants mit gehobenem gastronomischem Angebot und mit durch Fachpresse sowie Restaurantführer ausgezeichneter Küche. Vier Restaurants weisen sogar Michelin-Sterne auf, und zahlreiche andere Restaurants sind im Gault-Millau aufgeführt. Nachteile des Tourismus sind die zunehmende Flächenversiegelung durch Neubauten auf der Insel sowie ein hohes Verkehrsaufkommen durch die große Anzahl mitgebrachter Pkw und Störungen in den Natur- und Vogelschutzgebieten. Auf der anderen Seite tragen die Einnahmen aus dem Tourismus aber dazu bei, die Naturschutzmaßnahmen zu finanzieren. mei

Quelle: Wikipedia

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