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Grünen-Chef will eine andere Automobilpolitik

 "Es braucht die klare gesetzliche Vorgabe, dass ab 2030 nur noch emissionsfreie Autos neu zugelassen werden. Bis dahin müssen jährlich steigende Quoten für emissionsfreie Autos den Weg ebnen", sagte Habeck der Düsseldorfer "Rheinischen Post".

 

Die Branche brauche Planungs- und Investitionssicherheit und einen "kräftigen Anschubser". Denn im Augenblick treibe die Autoindustrie trotz aller Bekenntnisse die Klimagase weiter in die Höhe, vor allem durch die Produktion von immer mehr SUVs. Zudem solle die Kfz-Steuer grundlegend reformiert und streng am CO2-Ausstoß und am Energieverbrauch ausgerichtet werden, so Habeck.

 

Habeck verlangt eine Reform der Kfz-Steuer

 

"Wir schlagen eine Reform der Kfz-Steuer vor. Sie soll kleine, energiearme Autos belohnen. Energiefressende Wagen wie SUVs müssen deutlich höher besteuert werden", sagte Habeck. "Das gilt nicht nur für den CO2-Ausstoß, sondern für den gesamten Energieverbrauch - also auch bei E-Autos", erklärte der Grünen-Politiker. Es sei "nichts gewonnen, wenn die Automobilkonzerne weiterhin immer mehr geländewagenartige Autos produzieren, selbst wenn diese mit Strom statt mit Sprit fahren". Sie hätten dann immer noch einen immens hohen Energieverbrauch.

 

Der Autoindustrie droht eine existenzielle Krise

 

"Wir sollten uns nichts vormachen. Der Autoindustrie droht eine existenzielle Krise", sagte der Grünen-Politikler. "Die Branche hat sich zu spät auf den Wandel eingestellt, die Politik der Bundesregierung hat sie über Jahre in einer falschen Sicherheit gewiegt", sagte Habeck. "Wenn jetzt nicht schnell umgesteuert wird, wird der Umbruch brutal werden, Arbeitsplätze werden wegbrechen, ohne dass neue entstehen", warnte der Grünen-Politiker. Politik und Wirtschaft müssten grundlegend umdenken: "Weniger Autos, die besser ausgelastet sind, mehr Car-Sharing, enge Verzahnung von Bus, Bahn und Auto", sagte Habeck. pm, ots

 

English version

 

At the start of the International Motor Show (IAA) in Frankfurt, Green Party leader Robert Habeck called for a fundamental change in German automobile policy.  "What is needed is a clear legal requirement that from 2030 only emission-free cars will be newly registered. Until then, annually increasing quotas for zero-emission cars must pave the way", Habeck told the "Rheinische Post" in Düsseldorf.

 

The industry needs planning and investment security and a "strong boost". For at the moment, the car industry, despite all its commitments, is driving up climate gases, especially through the production of more and more SUVs. In addition, the motor vehicle tax should be fundamentally reformed and strictly aligned to CO2 emissions and energy consumption, Habeck said.

 

Habeck demands reform of vehicle tax

 

"We are proposing a reform of the vehicle tax. It should reward small, low-energy cars. Energy-guzzling cars like SUVs must be taxed much higher", Habeck said. "This applies not only to CO2 emissions, but also to the entire energy consumption of electric cars," the Green politician explained. He said that "nothing is gained if the automobile companies continue to produce more and more SUV-like cars, even if they run on electricity instead of fuel". They would then still have an immensely high energy consumption.

 

The car industry is threatened by an existential crisis

 

"We shouldn't fool ourselves. The car industry is facing an existential crisis," said the Green politician. "The industry has adapted too late to the change, the politics of the federal government has lulled it over years in a false security", said Habeck. "If we don't change course quickly now, the upheaval will be brutal, jobs will break away without new ones being created," the Green politician warned. Politics and business must fundamentally rethink: "Fewer cars that are better utilized, more Car-Sharing, close integration of bus, train and car", Habeck said. pm, ots

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