· 

Muslime fordern mehr Polizeischutz für Moscheen

Der Vorsitzende des Zentralrats, Aiman Mazyek, sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", er plädiere für "ein neues Sicherheitskonzept, denn die Gefahrensituation für muslimische Einrichtungen hat sich grundlegend verändert". 

 

Bundesweit seien in diesem Jahr nur wenige Fälle von Bombendrohungen gegen Moscheen öffentlich geworden, es gebe aber mehr, erklärte Mazyek. "Wir als ZMD wissen von 18 Fällen, die Dunkelziffer dürfte noch höher sein." Viele Moscheen wollten jedoch nicht, dass entsprechende Informationen nach außen drängen, denn sie fürchteten Trittbrettfahrer. Mazyek forderte Politiker auf, betroffene Moscheen zu besuchen. "Das ist zwar Symbolpolitik, aber es braucht Symbole in diesem Zusammenhang." Wenn dieses ausbleibe, hätten alle verloren. "Und wenn eine Minderheit angegriffen wird, dauert es nicht lange, bis es die nächste Minderheit trifft." Der Zentralratsvorsitzende kritisierte: "Es ist fatal, wenn die öffentliche Empörung ausbleibt und diese Vorgänge nicht als Gefahr gegen die Demokratie als solche verstanden werden."

 

Illegales Schächten ist Reaktion auf staatliche Überregulierung 

 

Mazyek  verteidigt unterdessen auch Ausnahmegenehmigungen zum Schächten von Tieren anlässlich des islamischen Opferfestes. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte der Zentralratsvorsitzende Aiman Mazyek: "Die Tradition sagt, dass eine Familie zum Beispiel ein Lamm schlachtet und es selbst verteilt. Das ist etwas schwierig mit Importen zu lösen." 

 

Kritik an der staatlichen Vorgabe für Schöachtmethoden

 

Vor dem Hintergrund der Debatte um ein Schächtverbot in Niedersachsen kritisierte Mazyek auch die staatlichen Vorgaben für diese Schlachtmethode: Neben Ausnahmen und Importen "wird auch illegal geschächtet, ohne staatliche Aufsicht". Das sei ein Problem, so Mazyek. "Es ist aber eine Reaktion auf die staatliche Überregulierung in diesem Bereich, vor der wir schon damals gewarnt haben." pm, ots

 

English version

 

The Central Council of Muslims in Germany calls for more police protection for mosques in the face of attacks and bomb threats. The chairman of the Central Council, Aiman Mazyek, told the "Neue Osnabrücker Zeitung" that he pleaded for "a new security concept, because the dangerous situation for Muslim institutions has changed fundamentally". 

 

This year only a few cases of bomb threats against mosques have become public nationwide, but there are more, Mazyek explained. "As the ZMD, we know of 18 cases, the number of unreported cases is likely to be even higher. However, many mosques did not want such information to be pushed out because they feared free riders. Mazyek called on politicians to visit affected mosques.

 

"This is symbolic politics, but it needs symbols in this context." If this did not happen, everyone would have lost. "And if a minority is attacked, it won't be long before the next minority is attacked. The Chairman of the Central Council criticised: "It is fatal if there is no public outrage and these events are not seen as a danger to democracy as such." The Central Council's President said: "It is fatal if public outrage fails to materialise and these events are not seen as a danger to democracy as such.

 

Illegal slaughter is a reaction to over-regulation by the state 

 

Meanwhile, Mazyek also defends special permits for slaughtering animals on the occasion of the Islamic sacrifice festival. Aiman Mazyek, chairman of the Central Council, told the "Neue Osnabrücker Zeitung": "Tradition says that a family slaughters a lamb, for example, and distributes it itself. This is somewhat difficult to solve with imports". 

 

Criticism of the state's guidelines for Schöacht methods

 

Against the background of the debate about a ban on slaughtering in Lower Saxony, Mazyek also criticised the state's guidelines for this slaughtering method: in addition to exceptions and imports, "illegal slaughtering takes place without state supervision". This is a problem, Mazyek said. "But it is a reaction to the over-regulation of the state in this area, which we already warned against at the time. pm, ots

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

Das sind die Themen auf dieser Seite

Willkommen, liebe Besucherin, lieber Besucher,

schön , dass ihr auf meiner Webseite "Hintermeier Daily" vorbeischaut. Das erwartet Euch: Im Mittelpunkt des Magazins zu Fragen der Zeit stehen die wichtigsten Themen, die Menschen bewegen. Dabei geht es um gesellschaftlich relevante Persönlichkeiten genauso wie um die großen politischen Zusammenhänge, die viele in ihren Bann ziehen.  Was erwartet euch sonst noch? Auf jeden Fall viele spannende Interviews mit interessanten Persönlichkeiten, die eine Menge zu erzählen haben. Und besondere Special gibt es ebenfalls: Sie heißen zum Beispiel "Sport & Wirtschaft", "Mobilität und Reise" sowie "Job und Beruf".