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Grünen-Chef will keine Erhöhung der Pendlerpauschale

"Es wäre nicht richtig, die Pendlerpauschale jetzt abzuschaffen, denn das würde den gesellschaftlichen Frieden gefährden", sagte Habeck der Düsseldorfer "Rheinischen Post". "Aber wenn die Union die Erhöhung der Pendlerpauschale plant, setzt sie für den Klimaschutz das völlig falsche Signal", sagte Grünen-Politiker.

 

"Die Erhöhung würde ja als Anreiz wirken, mehr Benzin zu verbrauchen. Dabei soll ein CO2-Preis genau das Gegenteil erreichen: Er soll Anreize setzen, weniger CO2 zu produzieren", sagte Habeck. Die Grünen wollten dagegen "die kompletten Einnahmen aus einer CO2-Bepreisung an alle Menschen gleichmäßig zurückzahlen und die Stromsteuer auf fast null senken", sagte Habeck. "Das Energiegeld würde dann auch den Pendlern zugutekommen", erklärte er. Habeck nannte es zudem "extrem irritierend", wenn die SPD in den derzeit laufenden Klimaschutz-Verhandlungen auf eine komplette Rückvergütung der Einnahmen aus der CO2-Beüpreisung an alle Bürger verzichten wolle.

 

GroKo produziert neue Ungerechtigkeiten

 

Würde die große Koalition einen CO2-Preis einführen, der Benzin und Heizöl teurer mache, aber auf der anderen Seite nur punktuell zum Beispiel die Pendler entlasten, produziere sie damit neue Ungerechtigkeiten. "Das ist der falsche Ansatz", sagte Habeck. Berufspendler können derzeit pro gefahrenem Kilometer zum Arbeitsplatz 30 Cent in ihrer Steuererklärung als Werbungskosten angeben.

 

Anhebung der Pendlerpauschale um 20 Prozent

 

  Das CDU-Präsidium hatte am Montag beschlossen, Pendler stärker zu entlasten, wenn durch die Klimaschutzbeschlüsse der Koalition Benzin und Diesel künftig teurer werden. "Sobald der Spritpreis aufgrund der CO2-Bepreisung steigt, werden wir die Pendlerpauschale entsprechend erhöhen und gleichzeitig mit einem klaren Klimasignal ausstatten", heißt es in dem Präsidiumsbeschluss. Aus CDU-Kreisen war zu hören, im Gespräch sei eine Anhebung der Pauschale um 20 Prozent oder sechs Cent. Bund und Länder würden dadurch mit jeweils rund einer Milliarde Euro belastet. pm, ots

 

English. version

 

Green party leader Robert Habeck has sharply criticized the CDU's intention to increase the commuter allowance as part of the federal government's planned climate package. It would not be right to abolish the commuter allowance now, because that would jeopardize social peace", Habeck told the "Rheinische Post" in Düsseldorf. "But if the CDU/CSU plans to increase the commuter allowance, it will be sending the wrong signal for climate protection," said a Green politician.

 

"The increase would act as an incentive to consume more petrol. A CO2 price should achieve exactly the opposite: It should provide incentives to produce less CO2", Habeck said. The Greens, on the other hand, wanted "to repay the entire revenue from a CO2 price equally to all people and reduce the electricity tax to almost zero," Habeck said. "The energy money would then also benefit the commuters", he explained. Habeck also called it "extremely irritating" if the SPD wanted to do without a complete reimbursement of the revenues from the CO2 emissions test to all citizens in the current climate protection negotiations.

 

GroKo produces new injustices

 

If the grand coalition were to introduce a CO2 price that would make gasoline and heating oil more expensive, but on the other hand would only relieve the burden on commuters in isolated cases, for example, it would be producing new injustices. "This is the wrong approach", Habeck said. Commuters can currently declare 30 cents per kilometre driven to work as income-related expenses in their tax returns.

 

20 percent increase in commuter allowance

 

  On Monday, the CDU presidium had decided to relieve commuters more if the climate protection decisions of the coalition make gasoline and diesel more expensive in the future. "As soon as the fuel price rises due to the CO2 price, we will increase the commuter allowance accordingly and at the same time provide it with a clear climate signal", the decision of the executive committee says. CDU circles said that there was talk of raising the flat rate by 20 percent or six cents. The federal and state governments would each be burdened with around one billion euros.

pm, ots

 

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