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Die Tech-CEOs sind nicht mehr zuversichtlich gestimmt

Daher wundert es auf den ersten Blick, dass die globalen Tech-CEOs nicht euphorisch auf die nahe und mittlere Zukunft blicken: Nur 40 Prozent von ihnen zeigen sich "sehr zuversichtlich", was die Umsatzaussichten für die kommenden zwölf Monate angeht. Und auch in puncto Erlösperspektiven über die nächsten drei Jahre, ist die Zuversicht so gering wie lange nicht mehr.

 

Dies geht aus der Technologiebranchen-Ausgabe des "Global CEO Survey" der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC hervor. "Wenn digitale Produkte immer praktischer werden sollen, birgt dies Gefahren" 

 

Für die gedämpfte Erwartungshaltung gibt es Gründe

 

"Auch wenn die Ergebnisse auf den ersten Blick überraschen mögen: Für die gedämpfte Erwartungshaltung gibt es Gründe - Gründe, die sich am besten mit dem Begriff des 'digitalen Dilemmas' zusammenfassen lassen", sagt Werner Ballhaus, Leiter des Bereichs Telekommunikation, Medien und Technologie bei PwC in Deutschland. Was genau ist damit gemeint? Ballhaus erklärt es an einem Beispiel: "Auf der einen Seite rufen die Kunden nach immer praktischeren digitalen Produkten und Services - wie etwa sprachgesteuerten Assistenten. Zugleich steigt mit solchen Tools aber die Gefahr, dass es zu Problemen bei Themen wie Datenschutz oder Privatsphäre kommt. Und das ist nur eines von vielen Dilemmas, vor denen die Technologiekonzerne stehen." 

 

Wirkliche Anwendungsbeispiele sind bisher die Ausnahme

 

Eine andere Herausforderung, von der die Tech-CEOs berichten: Zwar werden kontinuierlich vielversprechende neue Technologien entwickelt - beispielsweise Blockchain, Augmented Reality oder autonomes Fahren. Welche dieser Technologien sich wie schnell durchsetzen, lässt sich allerdings seriös kaum abschätzen. Tatsache ist: Wirkliche Anwendungsbeispiele sind bislang die Ausnahme - ganz zu schweigen von der Generierung von Umsätzen. Die Folge: "Viele Topmanager sehen sich unter Druck, in Technologien zu investieren, bei denen vorerst nur eines ziemlich sicher ist - nämlich, dass sie auf absehbare Zeit kaum etwas zu den Erlösen beisteuern werden", so Marcus Gloger, Partner der Strategieberatung von PwC, Strategy&. 

 

Technologiefirmen sind beliebte Arbeitgeber - doch der Kampf um Talente ist hart 

 

Ein weiteres Beispiel, das den Tech-CEOs größere Probleme bereitet, als man im ersten Moment vermuten würde, ist das Recruiting. Denn es stimmt zwar, dass viele Technologiefirmen als attraktive Arbeitgeber gelten - allerdings stehen sie im Kampf um die besten Talente in einem immer härteren Wettstreit untereinander. So gaben in den PwC-Umfrage 50 Prozent der befragten Tech-CEOs an, sie hätten "extreme Sorgen", ob sie in Zukunft wirklich die Fachkräfte finden, die sie für die weitere Entwicklung benötigen. Folge: Sogar 55 Prozent der befragten Vorstandschefs sehen im Mangel an Talenten eine konkrete Gefahr für die Innovationskraft ihres Unternehmens. 

 

Tech-Manager sind über die Handelskonflikte besorgt

 

Was noch hinzu kommt: Auch die politische und wirtschaftliche Großwetterlage schlägt immer mehr Tech-Managern aufs Gemüt. So sind mehr als 80 Prozent der befragten Vorstandschefs "extrem besorgt" über die zunehmenden Handelskonflikte, speziell was das Verhältnis zwischen den USA und China angeht. Schon jetzt sehen sich viele Technologieunternehmen infolge von Zöllen und anderen Handelshemmnissen gezwungen, Produktionsstandorte zu verlagern - selbst auf die Gefahr hin, etablierte Lieferketten auseinanderzureißen. Der "Global CEO Survey" zeigt: Viele Tech-CEOs fürchten, dass solcherlei Einschränkungen erst der Anfang sind. pm, ots

 

English version

 

At first glance, the technology industry has every reason to euphoria: the digital age has dawned, keywords such as "GAFA" (Google, Amazon, Facebook and Apple) or "BAT" (Baidu, Alibaba and Tencent) dominate the debates - and new developments such as artificial intelligence, robotics or 3D printing are already heralding the next disruptive wave. At first glance, it is therefore surprising that global tech CEOs are not euphorically looking to the near and medium future: Only 40 percent of them are "very confident" about the sales outlook for the next twelve months. And also in terms of revenue prospects over the next three years, confidence is lower than it has been for a long time.

 

This is the finding of the technology sector edition of the "Global CEO Survey" published by the auditing and consulting firm PwC. "If digital products are to become more and more practical, there are dangers". 

 

There are reasons for the subdued expectations

 

"Even if the results may seem surprising at first glance, there are reasons for the muted expectations - reasons that can best be summarized by the term 'digital dilemma'," says Werner Ballhaus, Head of Telecommunications, Media and Technology at PwC in Germany. What exactly does this mean? Ballhaus explains it with an example: "On the one hand, customers are calling for increasingly practical digital products and services - such as voice-controlled assistants. At the same time, however, such tools increase the risk of problems with issues such as data protection or privacy. And that's just one of many dilemmas facing technology companies." 

 

Real application examples are the exception so far

 

Another challenge that the Tech CEOs are reporting on: Promising new technologies are continuously being developed, such as blockchain, augmented reality and autonomous driving. Which of these technologies will become established and how quickly, however, can hardly be reliably estimated. The fact is that real application examples have so far been the exception - not to mention the generation of sales. The result: "Many top managers see themselves under pressure to invest in technologies for which only one thing is fairly certain for the time being - namely that they will make hardly any contribution to revenues in the foreseeable future," says Marcus Gloger, Partner in Strategy Consulting at PwC, Strategy&. 

 

Technology companies are popular employers - but the battle for talent is tough 

 

Another example that causes greater problems for tech CEOs than one would expect at first glance is recruiting. While it is true that many technology companies are considered attractive employers, they are competing for the best talent in an increasingly tough competition. In the PwC survey, for example, 50 percent of Tech CEOs surveyed stated that they had "extreme concerns" as to whether they would really find the specialists they needed for further development in the future. As a result, even 55 percent of the CEOs surveyed see the lack of talent as a concrete danger to the innovative strength of their company. 

 

Tech managers concerned about trade conflicts

 

And what's more, the political and economic climate is also increasingly affecting tech managers. More than 80 percent of the CEOs surveyed are "extremely concerned" about the increasing trade conflicts, especially with regard to the relationship between the USA and China. Many technology companies are already being forced to relocate production sites as a result of customs duties and other trade barriers - even at the risk of tearing apart established supply chains. The Global CEO Survey shows that many Tech CEOs fear that such restrictions are just the beginning. pm, ots

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