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Krebshilfe fordert ein Rauchverbot im Auto

"Dieses Verbot ist längst überfällig", erklärte Vorstand Gerd Nettekoven gegenüber der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Er betonte: "Autos, in denen geraucht wird, gleichen Schadstoff-Käfigen." 

 

Bislang unterstützen Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein das partielle Rauchverbot. Über eine Initiative im Bundesrat streben sie dazu eine Verschärfung des Nichtraucherschutzgesetzes durch den Bund an. Schon im vergangenen Oktober hatten sich die Gesundheitsminister der Länder für ein bundesweites Rauchverbot in Autos ausgesprochen, in denen Minderjährige und Schwangere mitfahren. 

 

Im Innenraum eines Autos sammeln sich mehr Tabakpartikel an als in einer Raucherkneipe

 

Nettekoven warnte: "Selbst bei mäßigem Tabakkonsum reichern sich im Innenraum von Autos oft mehr Tabakpartikel an als in einer Raucherkneipe." Tabakrauch gehöre zu den gefährlichsten und zugleich leicht vermeidbaren Innenraumschadstoffen. Er lagere sich ab und wirke auch dann noch, wenn keine Zigarette mehr qualmt. "Auch kurzzeitiges Lüften bringt hier wenig Abhilfe." 

 

Eine ernst zu nehmende Gesundheitsgefahr

 

Passivrauch ist laut Krebshilfe eine ernst zu nehmende Gesundheitsgefahr. Nettekoven: "Er erhöht das Risiko für Lungenkrebs und weitere Krebsarten. Zudem belastet er das Herz-Kreislauf-System und erhöht das Schlaganfallrisiko um etwa 20 bis 30 Prozent." Kinder seien ganz besonders durch passives Mitrauchen gefährdet, "da sie eine höhere Atemfrequenz aufweisen und ihr Körper Schadstoffe weniger effizient entgiften kann als der von Erwachsenen".

 

Erhöhtes Risiko für Atemwegsbeschwerden

 

Seien junge Menschen Tabakrauch ausgesetzt, schädige dies unter anderem die sich entwickelnde Lunge; zudem bestehe ein erhöhtes Risiko für Atemwegsbeschwerden und -erkrankungen sowie Mittelohrentzündungen. Auch für Schwangere und deren ungeborenes Baby ist Tabakrauch eine ernste Gefahr, so Nettekoven weiter. "Embryos nehmen die Giftstoffe, die die Mutter inhaliert, über das Blut auf. Dies kann zu Frühgeburten oder geringeren Geburtsgewichten der Kinder führen. Auch das Risiko eines plötzlichen Kindstodes erhöht sich." pm, ots

 

English version

 

The pressure to ban smoking in cars when children and pregnant women are on the move is increasing all the time: German Cancer Aid is urgently appealing to all federal states to support the demanded smoking ban in the Bundesrat tomorrow, Friday. "This prohibition is long overdue", CEO Gerd Nettekoven told the "Neue Osnabrücker Zeitung". He stressed: "Cars in which people smoke are the same as pollution cages". 

 

So far, Lower Saxony, North Rhine-Westphalia, Bremen, Hamburg and Schleswig-Holstein have supported the partial smoking ban. Through an initiative in the Bundesrat, they are striving for a tightening of the non-smoker protection law by the federal government. Last October, the health ministers of the federal states had already spoken out in favour of a nationwide ban on smoking in cars in which minors and pregnant women drive along. 

 

More tobacco particles accumulate inside a car than in a smoker's pub

 

Nettekoven warned: "Even with moderate tobacco consumption, more tobacco particles often accumulate in the interior of cars than in a smokers' pub. Tobacco smoke is one of the most dangerous and at the same time easily avoidable indoor pollutants. It is deposited and still works when no cigarette smokes anymore. "Even short-term airing does not help much here. 

 

A health hazard to be taken seriously

 

According to Krebshilfe, passive smoking is a serious health hazard. Nettekoven: "It increases the risk of lung cancer and other cancers. In addition, it strains the cardiovascular system and increases the risk of stroke by about 20 to 30 percent. Children are particularly at risk from passive smoking, "because they have a higher breathing rate and their bodies can detoxify pollutants less efficiently than those of adults".

 

Increased risk of respiratory problems

 

Young people who are exposed to tobacco smoke are also at risk of damaging their developing lungs, respiratory problems and diseases, and middle ear infections. Tobacco smoke is also a serious danger for pregnant women and their unborn babies, Nettekoven continues. "Embryos absorb the toxins inhaled by the mother through the blood. This can lead to premature births or lower birth weights of the children. The risk of sudden infant death also increases." pm, ots

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