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KI zieht ein im Finanz- und Rechnungswesen deutscher Unternehmen

Die Studie hat die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) erstellt. PwC hat dafür 100 Groß- und mittelständische Unternehmen unterschiedlicher Branchen befragt. Die diesjährige Analyse aktualisiert die Ergebnisse aus den Jahren 2016 und 2017, die jeweils im darauffolgenden Jahr veröffentlicht wurden. 

 

29 Prozent der befragten Unternehmen halten den Technologieeinsatz in ihrem Finanz- und Rechnungswesen für "progressiv" oder "sehr progressiv". Das sind deutlich mehr als in der Vorgängerstudie von Ende 2017. Dort hatten sich nur 21 Prozent der Befragten so geäußert. Demgegenüber bezeichnen 26 Prozent ihren Technologieeinsatz als "konservativ". Rüdiger Loitz, studienverantwortlicher Autor und Leiter Capital Markets & Accounting Advisory Services bei PwC Deutschland, sagt: "Auch dieser 26-Prozent-Anteil ist ein Indikator für den Digitalisierungsfortschritt. Denn inzwischen sehen sich viele Unternehmen gegenüber anderen im Rückstand - und das treibt die Entwicklung auch bei den 'Konservativen'." 

 

Neue Technologien sollen zum Einsatz kommen

 

Dementsprechend planen Unternehmen mittlerweile viel häufiger, neue Technologien in ihrem Finanz- und Rechnungswesen einzusetzen. Dabei nannten sie als konkrete Anwendungen vor allem die Belegerkennung (83 Prozent gegenüber 22 Prozent Ende 2017), den direkten Datenaustausch bzw. die direkte Datenverarbeitung (74 Prozent statt 20 Prozent) sowie den Zahlungsverkehr (70 Prozent gegenüber 19 Prozent). 

 

KI-Einsatz beim Auslesen von Rechnungen fast verdoppelt 

 

Zu den neuen Technologien, die Unternehmen besonders in den Blick nehmen, gehören Data Analytics, Cloud-Lösungen, Robotics und Künstliche Intelligenz (KI). KI-Anwendungen spielen für die Mehrheit der befragten Unternehmen zwar noch keine große Rolle - 56 Prozent von ihnen setzen KI noch nicht ein, und gerade einmal jedes fünfte Unternehmen nutzt die Technologie bereits. Aber: Die Unternehmen, die KI bereits einsetzen, tun dies inzwischen deutlicher intensiver als Ende 2017. 

 

KI-Nutzung ist deutlich gestiegen

 

Während damals erst 39 Prozent der Befragten KI für das automatisierte Auslesen von Rechnungen und Belegen nutzten, sind es inzwischen mit 74 Prozent fast doppelt so viele. Auch beim Monitoring von Buchungsstoffen ist die KI-Nutzung deutlich gestiegen (53 Prozent gegenüber 10 Prozent Ende 2017), ebenso bei der Konsistenzprüfung von Unterlagen (32 Prozent statt 10 Prozent). Immer häufiger nutzen Unternehmen die Technologie auch für vorausschauende analytische Feststellungen (21 Prozent gegenüber 0 Prozent). 

 

KI-Ergebnisse sind exakt nachvollziehbar

 

Entscheidend bleibt für die befragten Unternehmen, dass die von KI-Anwendungen gelieferten Ergebnisse exakt nachvollziehbar sind - 72 Prozent hielten dies für "wichtig" oder "sehr wichtig". "Das Vertrauen in KI und ihr Potenzial hat insgesamt zugenommen", sagt PwC-Experte Loitz. "Ebenso wie beim autonomen Fahren müssen auch in der Abschlussprüfung Fehler ausgeschlossen sein, damit das KI-System zum Beispiel keine falschen Buchungsentscheidungen trifft." 

 

Datenschutz als größte Hürde für den Technologieeinsatz 

 

Für die befragten Entscheider sind limitierende Faktoren für den Technologieeinsatz deutlich relevanter geworden. Als größte Hürde gelten der Mehrheit von ihnen die hohen Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit - 79 Prozent äußerten sich so (gegenüber 18 Prozent Ende 2017). Ebenfalls stark limitierend wirken die langen Entwicklungszyklen bis zur Marktreife sowie Differenzierungen zwischen Standard- und individuellen Lösungen (65 Prozent gegenüber 14 Prozent Ende 2017). Auch die hohe Veränderungsgeschwindigkeit bei den neuen Technologien empfinden viele der Befragten als hinderlich (56 Prozent statt 13 Prozent Ende 2017).

 

Cyber Security spielt eine immer größere Rolle

 

"Diese Ergebnisse spiegeln ganz deutlich die Auswirkungen der Datenschutzgrundverordnung", sagt Petra Justenhoven, Mitglied der Geschäftsführung bei PwC Deutschland. Darüber hinaus spiele das Thema Cyber Security eine immer größere Rolle. "Cyberangriffe werden nicht nur häufiger, sondern auch immer raffinierter. Die Digitalisierung der Geschäftsabläufe oder die zunehmende Allgegenwärtigkeit von Geräten des Internets der Dinge machen Unternehmen und Organisationen anfälliger für Angriffe aus dem Netz." pm, ots

 

English version

 

German companies are making significant progress in digitizing their finance and accounting systems. This is one of the key findings of the study "Digitalization in Finance and Accounting 2019 - and what it means for the audit of financial statements", conducted by PricewaterhouseCoopers (PwC), an auditing and consulting firm. PwC surveyed 100 large and medium-sized companies from various sectors. This year's analysis updates the results from 2016 and 2017, which were published the following year. 

 

29 percent of the companies surveyed consider the use of technology in their finance and accounting to be "progressive" or "very progressive". This is significantly more than in the previous study at the end of 2017, where only 21 percent of respondents had said so. In contrast, 26 percent describe their use of technology as "conservative". Rüdiger Loitz, author responsible for the study and Head of Capital Markets & Accounting Advisory Services at PwC Germany, says: "This 26 percent share is also an indicator of the progress of digitization. Many companies are now lagging behind others - and this is also driving development among the conservatives. 

 

New technologies to be used

 

Accordingly, companies are now planning to use new technologies in their finance and accounting much more frequently. They cited document recognition (83 percent compared to 22 percent at the end of 2017), direct data exchange and processing (74 percent instead of 20 percent) and payment transactions (70 percent compared to 19 percent) as the main concrete applications. 

 

Use of AI for reading invoices almost doubled 

 

New technologies that companies are focusing on include data analytics, cloud solutions, robotics and artificial intelligence (AI). AI applications do not yet play a major role for the majority of the companies surveyed - 56 percent of them do not yet use AI, and just one in five companies already uses the technology. But companies that are already using AI are now doing so more intensively than at the end of 2017. 

 

AI usage has increased significantly

 

While at that time only 39 percent of those surveyed used AI for the automated reading of invoices and receipts, the figure is now almost twice as high at 74 percent. The use of AIs has also increased significantly in the monitoring of accounting data (53 percent compared to 10 percent at the end of 2017), as has the consistency check of documents (32 percent instead of 10 percent). Increasingly, companies are also using the technology for forward-looking analytical findings (21 percent vs. 0 percent). 

 

AI results are exactly traceable

 

What remains decisive for the companies surveyed is that the results delivered by AI applications are exactly comprehensible - 72 percent considered this to be "important" or "very important". "Trust in AI and its potential has increased overall," says PwC expert Loitz. "Just as with autonomous driving, errors must also be excluded in the final audit so that the AI system does not make any wrong booking decisions, for example. 

 

Data protection as the biggest hurdle for the use of technology 

 

For the decision-makers surveyed, limiting factors for the use of technology have become significantly more relevant. For the majority of them, the greatest hurdle is the high data protection and data security requirements - 79 percent said so (compared to 18 percent at the end of 2017). The long development cycles up to market maturity and differentiations between standard and individual solutions (65 percent compared to 14 percent at the end of 2017) also have a strongly limiting effect. Many of those surveyed also perceive the high speed of change in new technologies as an obstacle (56 percent instead of 13 percent at the end of 2017).

 

Cyber security plays an increasingly important role

 

"These results clearly reflect the effects of the Basic Data Protection Regulation," says Petra Justenhoven, member of the management board at PwC Germany. In addition, cyber security is playing an increasingly important role. "Cyber attacks are not only becoming more frequent, but also more sophisticated. The digitalization of business processes and the increasing ubiquity of devices on the Internet of Things make companies and organizations more vulnerable to attacks from the Internet. pm, ots

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