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Der Videobeweis macht Fußballspiele gerechter

Helsen hat bis Februar eineinhalb Jahre lang 3477 Spiele, unter anderem in Deutschland, Italien, Portugal und England, aber auch in den USA, China und Australien untersucht. Es ist die bislang größte Untersuchung zum Videobeweis. Helsen kommt zu dem Schluss, dass beim Großteil der Fälle die Schiedsrichter-Entscheidungen notwendigerweise korrigiert oder aber korrekterweise bestätigt worden sind.

 

In 1251 Fällen der genannten Spiele in insgesamt 20 Wettbewerben war der Beweis angewendet worden. "Der Videobeweis hat das Spiel gerechter gemacht", sagt Professor Daniel Memmert von der Deutschen Sporthochschule in Köln. Der Sportinformatiker beschäftigt sich seit langem mit dem Videobeweis. Nach Studie von Helsen kommt es im Schnitt zu einer Fehlentscheidung per Videobeweis in 15 Spielen. Im Schnitt in nur einem von 2,7 Spielen war der Beweis zur Anwendung gekommen. In der letzten Bundesligasaison hatte es deutlich höhere Eingriffszahlen gegeben: in 306 Spielen gab es 419 Überprüfungen.

 

82 Mal sind Fehlentscheidungen korrigiert worden

 

Der Deutsche Fußballbund (DFB) hatte für die vergangene Saison ebenfalls eine positive Bilanz gezogen, 82 Mal sei eine Fehlentscheidung korrigiert worden. Leiser sind die Debatten um den Entscheid aus dem so genannten "Kölner Keller" nicht geworden. Auch in der noch jungen Bundesligasaison sind viele Entscheidungen selbst, aber auch die Notwendigkeit eines Eingreifens diskutiert worden. Achim Beierlorzer, Trainer des 1.FC Köln, sagte der Kölnischen Rundschau, der Einsatz des Video-Assistenten müsse optimiert werden. "Es muss schneller gehen und er muss so eingesetzt werden wie angekündigt. Schade ist natürlich, dass man sich nicht mehr direkt über ein Tor freuen kann. Man weiß nicht, ob es einem vielleicht nicht wieder weggenommen wird. Diese spontane Emotion geht dabei schon verloren." pm, ots

 

English version

 

The controversial video evidence makes football matches fairer and leads to fewer delays than assumed. This is the central result of an international study carried out for Uefa by the Belgian professor Werner Helsen, a leading international researcher on refereeing. Helsen spent a year and a half until February investigating 3477 matches, among others in Germany, Italy, Portugal and England, but also in the USA, China and Australia. It is the largest investigation of video evidence to date. Helsen comes to the conclusion that in the majority of cases the referee decisions were necessarily corrected or correctly confirmed.

 

In 1251 cases of the mentioned matches in a total of 20 competitions the evidence was applied. "The video evidence made the game fairer," says Professor Daniel Memmert of the German Sports University in Cologne. The sports computer scientist has been working on the video evidence for a long time. According to a study by Helsen, on average a wrong decision is made by video evidence in 15 games. On average in only one of 2.7 games the proof was used. In the last Bundesliga season there had been significantly higher intervention rates: in 306 matches there were 419 checks.

 

82 wrong decisions have been corrected

 

The German Football Association (DFB) had also drawn a positive balance for the past season, 82 times a wrong decision had been corrected. The debates about the decision from the so-called "Kölner Keller" have not become quieter. Even in the still young Bundesliga season, many decisions themselves, but also the need for intervention, have been discussed. Achim Beierlorzer, coach of 1.FC Cologne, told the Kölnische Rundschau that the use of the video assistant had to be optimized. "It must go faster and it must be used as announced. It's a pity, of course, that you can't be happy about a goal anymore. You don't know whether it might not be taken away again. This spontaneous emotion is already lost." pm, ots, mei

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