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Exportabhängige Bundesländer spüren den Abschwung am stärksten

„Die weltwirtschaftliche Schwäche belastet vor allem Bundesländer, deren Unternehmen einen Großteil ihrer produzierten Güter exportieren“, sagt Robert Lehmann, Konjunktur-Experte am Ifo-Institut.

 

Baden-Württemberg, Niedersachsen oder Sachsen, die stark auf den Fahrzeugbau spezialisiert seien, wuchsen ebenfalls geringer als der deutsche Durchschnitt. „Bayern gelingt es derweil, die Schwäche der Autoindustrie durch andere Wirtschaftszweige auszugleichen“, sagt Lehmann.

„Hingegen spürten Bundesländer mit einer dienstleistungsintensiven Wirtschaftsstruktur wie Berlin, Hamburg oder Mecklenburg-Vorpommern die Schwäche der Weltwirtschaft bislang kaum“, so der Wissenschaftler. „Aktuell ist noch kein Ende der Rezession der deutschen Industrie absehbar“, so Lehmann weiter. „Damit dürfte auch im Gesamtjahr 2019 das Wirtschaftswachstum zwischen den Bundesländern erheblich auseinanderdriften. An der Spitze dürften sich dann Berlin und Hamburg behaupten. Die Schlusslichter bilden in Westdeutschland wohl Bremen und Rheinland-Pfalz, und in Ostdeutschland aller Voraussicht nach Sachsen und Brandenburg.“ pm, ifo

 

English version

 

Export-dependent federal states with an efficient industry felt the current downturn particularly strongly. This is the result of figures evaluated by the Ifo Institute. "The weakness of the global economy is particularly affecting federal states whose companies export a large part of their goods," says Robert Lehmann, an economic expert at the Ifo Institute.

 

Baden-Württemberg, Lower Saxony or Saxony, which are strongly specialized in vehicle construction, also grew less than the German average. "Meanwhile, Bavaria is succeeding in compensating for the weakness of the automotive industry with other branches of the economy," says Lehmann.

"By contrast, federal states with a service-intensive economic structure such as Berlin, Hamburg or Mecklenburg-Western Pomerania have hardly felt the weakness of the global economy," the scientist says. "There is currently no end in sight to the recession in German industry," continues Lehmann. "This means that economic growth is likely to drift considerably apart between the federal states in 2019 as a whole. Berlin and Hamburg should then hold their own at the top. Bremen and Rhineland-Palatinate will probably be the worst performers in western Germany, and Saxony and Brandenburg in eastern Germany. pm, ifo

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