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Bundespräsident wünscht sich lautes Bekenntnis zur Demokratie

Das setze aber voraus, "dass die demokratische Mehrheit sich in diesem Lande zeigt, lauter wird, als sie es ist, und die Vertreter der demokratischen Politik auch dort unterwegs sind, wo sie vielleicht in den letzten Jahren nicht genügend waren." 

 

Steinmeier registriere wachsende Risse in Deutschland. Der Ton zwischen einzelnen Teilen der Gesellschaft, zwischen Arm und Reich, Jung und Alt, Stadt und Land habe sich verändert. Es komme darauf an, weiter zu streiten und die Auseinandersetzung zu führen. Jedoch müsse das in einer Sprache geschehen, die nicht sofort abgleitet ins Schwarz-Weiße, in die Beschimpfung oder sogar in Hass." 

 

"Nicht jeder, der eine Proteststimme abgibt, ist gegen die Demokratie"

 

Zu den jüngsten Wahlen und Wahlergebnissen sagte der Bundespräsident: "Nicht jeder, der eine Proteststimme abgibt, ist deshalb schon gegen die Demokratie." Viele derjenigen fehlten aber der Demokratie, und deshalb sei es "uns überhaupt nicht erlaubt, darauf zu verzichten, diese Menschen zu überzeugen." 

 

Es geht nicht darum, aufzurechnen

 

Mit Blick auf den Tag der deutschen Einheit am 3. Oktober betonte Steinmeier, Probleme durch Strukturveränderungen müssten deutschlandweit ernstgenommen werden. Die gebe es nicht nur im Osten, sondern zum Beispiel auch im Ruhrgebiet. Es gehe nicht darum aufzurechnen, "wem geht es jetzt besser, wem geht es schlechter, dem Osten und dem Westen". 

 

Bundespräsidenten ein Jahr lang begleitet

 

Steinmeier äußerte sich im Rahmen der Dreharbeiten für die Dokumentation "Kampf ums Land - Steinmeiers Ringen um Zusammenhalt". Der Film der rbb24-Recherche-Autoren Torsten Mandalka, Stefanie Stoye und Olaf Sundermeyer läuft am 3. Oktober 2019 um 19.15 Uhr im Ersten. Die Autoren haben den Bundespräsidenten ein Jahr lang beobachtet und beschreiben parallel die Lage und die Menschen in den Regionen, in denen Steinmeier unterwegs war. Der Schwerpunkt der Beobachtungen liegt dabei im Ruhrgebiet und in Sachsen. pm, ots

 

English version

 

German Federal President Frank-Walter Steinmeier has called on Germans to show their democratic commitment louder. He told ARD television that democracy was not facing decay. However, this presupposes "that the democratic majority in this country shows itself, becomes louder than it is, and that the representatives of democratic politics are also on the move where they may not have been sufficient in recent years". 

 

Steinmeier noted growing cracks in Germany. The tone between individual parts of society, between poor and rich, young and old, city and country has changed. It was important to continue to argue and to lead the debate. However, this must be done in a language that does not immediately slide into black and white, into insult or even hatred". 

 

"Not everyone who votes in protest is against democracy"

 

Commenting on the latest elections and election results, the Federal President said: "Not everyone who votes in a protest vote is therefore already against democracy. But many of them lack democracy, and that is why "we are not allowed at all to refrain from convincing these people". 

 

It is not a matter of reckoning up

 

With a view to the Day of German Unity on 3 October, Steinmeier stressed that problems caused by structural changes must be taken seriously throughout Germany. They exist not only in the East, but also, for example, in the Ruhr region. It is not a matter of calculating "who is better off now, who is worse off, the East and the West". 

 

Federal President accompanied for one year

 

Steinmeier spoke during the shooting of the documentary "Kampf ums Land - Steinmeier's struggle for cohesion". The film by the rbb24 research authors Torsten Mandalka, Stefanie Stoye and Olaf Sundermeyer will be shown on 3 October 2019 at 19.15 in the first. The authors observed the Federal President for a year and describe the situation and the people in the regions in which Steinmeier was travelling. The focus of the observations is on the Ruhr area and Saxony. pm, ots, mei

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