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Große Lücken bei den Verdiensten in Deutschland

Das geht aus einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Links-Fraktion hervor, die der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vorliegt. Angestellte in Wäschereien, Frisör- und Kosmetiksalons, bei Bestattungsunternehmen, Saunas und Bädern liegen mit 1.843 Euro nur knapp darüber, gefolgt von Arbeitskräfte-Vermittlern mit 1.866 Euro und Gastronomie-Beschäftigten mit 1.889 Euro.

 

Am oberen Ende der Skala liegen Angestellte, die mit der Gewinnung von Erdöl und Erdgas etwa auf Bohrplattformen ihr Geld verdienen. Ihr durchschnittliches Monats-Brutto lag im vergangenen Jahr bei mehr als 5.800 Euro. Beschäftigte bei Kokereien und in der Mineralöl-Verarbeitung verdienten laut Ministerium 5.522 Euro. Es folgen die Bereiche "Sonstiger Fahrzeugbau" mit 5.234 Euro und Tätigkeiten für Versicherungen und Pensionskassen mit 5.172 Euro. 

 

Viele Beschäftigte werden mit "Niedriglöhnen abgespeist"

 

Entsprechend ungleich ist die Verteilung von Beschäftigten, die Niedrig-Löhne beziehen. Sind es im Spiel-, Wett- und Lotteriewesen sieben von zehn (69,7 Prozent), lag der Anteil in der Erdöl- und Erdgas-Branche bei 1,2 Prozent, wie das Arbeitsministerium weiter mitteilte. "Viel zu viele Beschäftigte werden mit Niedriglöhnen abgespeist. Die Bundesregierung ist in der Pflicht, Rahmenbedingungen für gute Arbeit zu schaffen und gegen Verwerfungen am Arbeitsmarkt vorzugehen", sagte Sabine Zimmermann, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linkspartei, der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

 

Mindestlohn muss auf zwölf Euro angehoben werden

 

Unter anderem müsse der Mindestlohn auf zwölf Euro erhöht, systematische Niedriglohn-Beschäftigung wie Leiharbeit abgeschafft und die Allgemeinverbindlich-Erklärung von Tarifverträgen erleichtert werden. "Zu sozialer Gerechtigkeit gehören faire Löhne. Niedrigen Löhnen folgen immer niedrige Renten, und Altersarmut ist vorprogrammiert. Arbeit, die arm macht, muss endlich der Vergangenheit angehören", sagte Zimmermann. pm, ots

 

English version

 

In terms of average earnings in Germany, there is an enormous gap of about 4,000 euros per month between the fields of activity. The lowest earnings were earned by 2018 employees in the gaming, betting and lottery industries, who earned 1,819 euros.

 

This is the result of an answer given by the Federal Ministry of Labour to an enquiry by the Left parliamentary group in the "Neue Osnabrücker Zeitung". Employees in laundries, hairdressing and beauty salons, funeral parlours, saunas and baths are only slightly above that with 1,843 euros, followed by labour brokers with 1,866 euros and gastronomy employees with 1,889 euros.

 

At the upper end of the scale are employees who earn their living by extracting oil and gas on drilling platforms, for example. Their average monthly gross amount last year was more than 5,800 euros. Employees at coking plants and in mineral oil processing earned 5,522 euros according to the ministry. This was followed by "Other vehicle construction" with 5,234 euros and activities for insurance companies and pension funds with 5,172 euros. 

 

Many employees are fobbed off with "low wages"

 

Accordingly, the distribution of employees with low wages is unequal. While seven out of ten (69.7 percent) were employed in gaming, betting and lottery, the share in the oil and gas industry was 1.2 percent, according to the Ministry of Labor. "Far too many employees are fobbed off with low wages. The federal government has a duty to create framework conditions for good work and to take action against distortions in the labour market," said Sabine Zimmermann, labour market policy spokeswoman for the Left Party, the "Neue Osnabrücker Zeitung".

 

Minimum wage must be raised to twelve euros

 

Among other things, the minimum wage must be increased to twelve euros, systematic low-wage employment such as temporary work must be abolished, and the generally binding declaration of collective agreements must be made easier. "Fair wages are part and parcel of social justice. Low wages are always followed by low pensions, and poverty in old age is inevitable. Work that makes people poor must finally be a thing of the past," said Zimmermann.

pm, ots

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