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Linkes Dilemma nach der Wahl in Sachsen

Die Landesvorsitzende der Partei, Antje Feiks, kündigte im Interview mit der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "neues deutschland" eine intensive Analyse der Ursachen für den Absturz auf 10,4 Prozent der Wählerstimmen an.

 

Auf einem Landesparteitag im November soll nach ihren Angaben ein programmatisches Papier für das künftige Handeln der Partei beschlossen werden, in dessen Erarbeitung alle "Strömungen und Gruppen" in der sächsischen Linken einbezogen werden sollen. 

Da die Partei infolge des Einbruchs bei der Wahl 13 Parlamentssitze weniger hat, will sie Feiks zufolge "in Absprache mit den Abgeordneten in Land- und Bundestag sowie im Europaparlament" absichern, "dass es thematisch zumindest keine weißen Flecken gibt".

 

"Wir gewinnen im ländlichen Raum keine Wahlen"

 

Trotz der in großstadtfernen Regionen besonders schlechten Wahlergebnisse hält Feiks die Arbeit der Linken dort für dringend nötig: "Wir gewinnen im ländlichen Raum keine Wahlen, aber wir können sie dort verlieren." Zwei Drittel der Sachsen lebten dort, und es brauche linke Antworten zu "Nahverkehr, ärztlicher Versorgung und vielem mehr". Man müsse jedoch genau überlegen, wie man Ressourcen künftig einsetze, so Feiks. Denkbar wären aus ihrer Sicht mobile Büros. 

 

Landtagsfraktion hat kompetent gearbeitet

 

Mit Blick auf die Ursachen der Wahlniederlage sagte die Politikerin, an der Parteibasis gebe es viel Unzufriedenheit über "unser Verständnis von Opposition". "Wir reden die Rolle selbst schlecht; im Kern ist Opposition aber etwas Gutes", sagte Feiks. Die Landtagsfraktion habe kompetent gearbeitet, es hätten aber oft "Biss und ein roter Faden" gefehlt. "Wir müssen es besser schaffen, unsere Themen mit einer fundamentalen Kritik am Kapitalismus zu verbinden", betonte die Abgeordnete. pm, ots

 

English version

 

The poor results in the state elections in Saxony are a problem for the left - financially, personally and strategically. In an interview with the Berlin-based daily newspaper "neues deutschland" Antje Feiks, the party's state leader, announced an intensive analysis of the causes of the fall to 10.4 percent of the electorate.

 

At a state party conference in November, she said, a programmatic paper for the party's future actions would be adopted, which would include all "currents and groups" in the Saxon left. 

Since the party has 13 fewer seats in parliament due to the collapse in the elections, Feiks said it wants to "ensure, in consultation with the members of parliament in the Land and Bundestag as well as in the European Parliament, that there are at least no white spots".

 

"We won't win elections in rural areas"

 

Despite the particularly poor election results in regions far from large cities, Feiks considers the work of the Left to be urgently needed there: "We are not winning elections in rural areas, but we can lose them there. Two thirds of the Saxons lived there, and left-wing answers were needed on "local transport, medical care and much more". But we have to think carefully about how to use resources in the future, said Feiks. From their point of view, mobile offices would be conceivable. 

 

Parliamentary faction has worked competently

 

With a view to the causes of the election defeat, the politician said there was much dissatisfaction at the party base about "our understanding of opposition". "We speak the role badly ourselves, but in essence opposition is a good thing," Feiks said. The parliamentary group in the state parliament had worked competently, but often there had been no "bite and a red thread". "We must better manage to combine our issues with a fundamental critique of capitalism," stressed the MEP. pm, ots, mei

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