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Start-up-Investor im Konflikt mit Lidl-Gründer?

Mehrere Investoren erwägten Klagen. Born2Grow verhandelt zudem über einen kompletten Ausstieg und den Verkauf seiner Beteiligungen. Entzündet hatte sich der Streit an Fondsgebühren, die Rheingau Founders von seinen Finanziers einforderte. 

 

Die Gründer des Start-up-Fonds seien 2014 durch eine frühe Investition beim Essenslieferdienst Lieferando zu Geld gekommen. Sie hätten daraufhin angefangen, eigene Unternehmen aufzubauen, und hätten einen Investorenclub gegründet. Zu den Mitgliedern gehörten neben Born2Grow auch Unternehmer wie Cornelius Boersch oder die Mende-Familie aus Karlsruhe. Bereits vor einem Jahr sei es zum Streit gekommen, als Rheingau Founders seinen Investoren Kosten für die Start-up-Beteiligungen in Rechnung stellte, etwa für Steuerberater und Wirtschaftsprüfer. Ungewöhnlich sei, dass der Fonds Kosten auch rückwirkend einforderte - teilweise für einen Zeitraum von fünf Jahren.

 

Born2Grow sollte 250.000 Euro Gebühren bezahlen

 

Born2Grow sollte beispielsweise eine Viertelmillion Euro an Gebühren zahlen. Einige Investoren, mit denen "Capital" gesprochen habe, hätte sich geweigert, zu zahlen. Die Begründung: Die plötzlich anfallenden Forderungen seien zu hoch und teilweise bereits verjährt. Die Rheingau-Founders-Partner Philipp Hartmann und Tobias Johann hingegen hätten das Verhalten von Born2Grow "erschreckend unprofessionell" genannt.

 

Die Parteien haben sich außergerichtlich geeinigt

 

Die Kosten seien in den Verträgen festgeschrieben worden. Born2Grow sei damals bereits gegen die Berliner Gründer vor Gericht gezogen. Bevor es zu einem Urteil kam, hätten sich die Parteien außergerichtlich geeinigt. Nun könnten neue Klagen anstehen. Zwischen Geldgebern und dem Start-up-Fonds gebe es weitere Konfliktpunkte: Mehrere Rheingau-Investoren beklagen, sie seien über die Geschäftsentwicklung ihrer Start-up-Beteiligungen unzureichend informiert worden. Ein Investor habe sogar Ärger mit dem Finanzamt bekommen, weil Unterlagen fehlten. Rheingau Founders bestreitet das, der Fonds habe alle Berichtspflichten stets "vollumfänglich eingehalten". pm, ots, mei

 

English version

 

The start-up investor Rheingau Founders is in a serious conflict with his own financial backers. According to the business magazine "Capital", one of them is the venture capitalist Born2Grow, financed by Lidl founder Dieter Schwarz. Several investors were considering lawsuits. Born2Grow is also negotiating a complete exit and sale of its investments. The dispute over fund fees, which Rheingau Founders demanded from its financiers, was ignited. 

 

The founders of the start-up fund had made money in 2014 through an early investment in the food delivery service Lieferando. They then started to set up their own companies and founded an investor club. In addition to Born2Grow, the members also included entrepreneurs such as Cornelius Boersch and the Mende family from Karlsruhe. Already a year ago, a dispute had arisen when Rheingau Founders charged its investors for the start-up investments, for example for tax consultants and auditors. What is unusual is that the fund also demands costs retroactively - in some cases for a period of five years.

 

Born2Grow to pay 250,000 euros in fees

 

Born2Grow, for example, was supposed to pay a quarter of a million euros in fees. Some investors with whom "Capital" had talked would have refused to pay. The reason: The sudden claims were too high and partly already statute-barred. The Rheingau-Founders partners Philipp Hartmann and Tobias Johann, on the other hand, called Born2Grow's behaviour "frighteningly unprofessional".

 

The parties have settled out of court

 

The costs were laid down in the contracts. Born2Grow had already gone to court against the Berlin founders at that time. Before it came to a judgement, the parties had agreed out of court. Now new lawsuits could be pending. There are further points of conflict between the donors and the start-up fund: Several Rheingau investors complain that they have been insufficiently informed about the business development of their start-up investments. One investor even got into trouble with the tax office because documents were missing. Rheingau Founders denies that the fund has always "fully complied with all its reporting obligations". pm, ots, mei

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