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Gesundheitspolitik: Globale Sterberaten bei Krebs steigen um zehn Prozent

Die Studie mit der Bezeichnung "Global Burden of Disease" ist die erste Studie, die umfassende weltweite Schätzungen der Belastung, der epidemiologischen Merkmale und der Risikofaktoren einer Reihe von Verdauungskrankheiten bereitstellt. Die Studie wurde von der Bill & Melinda Gates Foundation finanziert und heute auch in The Lancet Gastroenterology & Hepatology veröffentlicht. 

 

 

 

Zu den wichtigsten Ergebnissen gehören unter anderem

  • Die Zahl der Fälle von Bauchspeicheldrüsenkrebs stieg um 130 %, von 195.000 Fällen im Jahr 1990 auf 448.000 im Jahr 2017. 
  • Magenkrebs fiel von der zweithäufigsten Krebstodesursache weltweit auf die dritte Stelle, hinter Lungen- und Dickdarmkrebs. 
  • Die Zahl der Fälle von entzündlichen Darmerkrankungen stieg um 84 %, von 3,7 Millionen Fällen im Jahr 1990 auf 6,8 Millionen im Jahr 2017. 

Professor Herbert Tilg, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Ausschusses der UEG, gab den folgenden Kommentar zur Studie ab: "Diese Analyse liefert das bisher umfassendste Bild der globalen Belastung durch Verdauungskrankheiten. Die Untersuchung dieser bevölkerungsübergreifenden Trends bietet wichtige Informationen über die sich ändernde Krankheitsbelastung und unterstützt die korrekte Ressourcenallokation zur Verbesserung der Patientenergebnisse." 

 

Die Zahl der Todesfälle steigt stark an

 

Neben einem Anstieg der Fälle von Bauchspeicheldrüsenkrebs stieg auch die Zahl der Todesfälle von 196.000 im Jahr 1990 auf 448.000 im Jahr 2017. Während ein Teil dieses Anstiegs durch die steigenden Bevölkerungszahlen und die Langlebigkeit erklärt werden kann, stiegen selbst nach Berücksichtigung der Bevölkerungsveränderungen die altersstandardisierte Inzidenz- und Sterberaten bei Bauchspeicheldrüsenkrebs um 12 % bzw. 10 %. 

 

Bauchspeicheldrüsenkrebs ist eine der tödlichsten Krebsarten

 

Professor Reza Malekzadeh, der Hauptautor, kommentierte: "Pankreaskrebs ist eine der tödlichsten Krebsarten der Welt, mit einer Gesamtüberlebensrate von nur 5 % in Ländern mit hohem, mittlerem und niedrigem Einkommen. Wichtige Risikofaktoren für die Krankheit, wie Rauchen, Diabetes und Adipositas, sind weitgehend veränderbar und stellen eine große Chance für die Prävention dar." 

 

Sterbeziffer bei Darmkrebs geht um rund 14 Prozent zurück

 

Von 1990 bis 2017 stiegen die altersstandardisierten Inzidenzraten bei Dickdarmkrebs weltweit um 9,5 %. Im Gegensatz dazu sanken die altersstandardisierten Sterbeziffern um 13,5 %. Die Forscher glauben, dass dies auf die Einführung von Darmkrebs-Screening-Programmen zurückzuführen ist, die zu einer früheren Erkennung und erhöhten Überlebenschancen führen. pm, ots

 

English version

 

The results of a large study in 195 countries presented at UEG Week Barcelona 2019 indicate that global pancreatic cancer mortality rates and colorectal cancer incidence rates increased by 10 percent between 1990 and 2017, and the Global Burden of Disease is the first study to provide comprehensive global estimates of the burden, epidemiological characteristics and risk factors of a range of digestive diseases. The study was funded by the Bill & Melinda Gates Foundation and published today in The Lancet Gastroenterology & Hepatology. 

 

Key findings include

  • The number of cases of pancreatic cancer increased by 130%, from 195,000 in 1990 to 448,000 in 2017. 
  • Gastric cancer fell from the second leading cause of cancer death worldwide to third place behind lung and colon cancer. 

The number of cases of inflammatory bowel disease increased by 84%, from 3.7 million in 1990 to 6.8 million in 2017.  Professor Herbert Tilg, Chairman of the Scientific Committee of UEG, commented on the study as follows: "This analysis provides the most comprehensive picture of the global burden of digestive diseases to date. The analysis of these cross-population trends provides important information about the changing burden of disease and supports the correct allocation of resources to improve patient outcomes. 

 

The number of deaths is rising sharply

 

In addition to an increase in cases of pancreatic cancer, the number of deaths rose from 196,000 in 1990 to 448,000 in 2017. While part of this increase can be explained by rising population numbers and longevity, even after taking population changes into account, age-standardized incidence and mortality rates for pancreatic cancer rose by 12% and 10%, respectively. 

 

Pancreatic cancer is one of the deadliest types of cancer

 

Professor Reza Malekzadeh, the lead author, commented: "Pancreatic cancer is one of the deadliest cancers in the world, with an overall survival rate of only 5% in high-, middle- and low-income countries. Important risk factors for the disease, such as smoking, diabetes and obesity, are largely variable and represent a great opportunity for prevention." 

 

Colorectal cancer mortality rate declines by about 14 percent

 

Between 1990 and 2017, age-standardized incidence rates for colorectal cancer increased by 9.5% worldwide. In contrast, age-standardized mortality rates fell by 13.5%. Researchers believe that this is due to the introduction of colorectal cancer screening programs that lead to earlier detection and increased survival. pm, ots, mei

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