· 

Gewerbemieten in deutschen Großstädten steigen um 52 Prozent

Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Frage des Berliner Linken-Abgeordneten Pascal Meiser hervor, die der Düsseldorfer "Rheinischen Post" vorliegt. Demnach gab es es den stärksten Anstieg der Gewerbemieten in sogenannten 1b-Lagen, also Gebiete jenseits der bekanntesten Einkaufsstraßen.

 

Dort nahmen in den so genannten Top-Städten Berlin, Hamburg, München, Frankfurt am Main, Köln und Düsseldorf die Mieten für kleinere Läden bis 60 Quadratmeter zwischen 2014 und 2018 um 39 Prozent zu, wie aus der Antwort hervorgeht. Bei größeren Läden gab es in dem Zeitraum sogar einen Mietenanstieg um 52 Prozent. "In 1b-Lagen kommen die Top-Städte (außer Stuttgart) auf eine Mietsteigerung von etwa 13 Prozent (große Ladenflächen) bzw. ca. zehn Prozent (kleine Ladenflächen) pro Jahr", heißt es in der Antwort des Wirtschaftsministeriums Die Bundesregierung beruft sich dabei auf Daten des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung.

 

Die  Bundesregierung muss die Sorgen ernst nehmen

 

Demnach nahmen die Gewerbemieten im Durchschnitt aller deutschen Gemeinden für kleinere Läden zwischen 2014 und 2018 um 21 Prozent zu. Bei größeren Ladenflächen gab es einen Anstieg um sogar 27 Prozent oder dem Sechsfachen der Inflation. "Die Bundesregierung muss die Sorgen kleiner Gewerbetreibender und sozialer Einrichtungen, die vor Verdrängung aus den Innenstädten bedroht sind, endlich ernst nehmen", forderte Linken-Politiker Meister. "Es ist höchste Zeit für eine Regulierung der Gewerbemieten, zum Beispiel in Form eines Gewerbemietspiegels und durch den Anspruch auf eine Mindestlaufzeit für Gewerbemietverträge." pm, ots

 

English version

 

In the five years since 2014, commercial rents in the good locations of the six largest German cities have risen drastically by up to 52 percent. This is the result of the Federal Government's answer to a written question by Berlin Left Member of Parliament Pascal Meiser, which has been submitted to the Düsseldorf "Rheinische Post". According to the report, the strongest increase in commercial rents was in so-called 1b locations, i.e. areas beyond the best-known shopping streets.

 

In the so-called top cities of Berlin, Hamburg, Munich, Frankfurt am Main, Cologne and Düsseldorf, rents for smaller shops up to 60 square metres increased by 39 percent between 2014 and 2018. In the case of larger shops, rents even rose by 52 percent in the same period. "In 1b locations, the top cities (except Stuttgart) have seen rents increase by around 13 percent (large retail spaces) or around ten percent (small retail spaces) per year," according to the answer from the Ministry of Economic Affairs.

 

The Federal Government must take these concerns seriously

 

Accordingly, the average commercial rents of all German municipalities for smaller shops increased by 21 percent between 2014 and 2018. For larger shops, there was an increase of as much as 27 percent, or six times inflation. "The federal government must finally take seriously the concerns of small businesses and social institutions threatened with expulsion from inner cities," demanded left-wing politician Meister. "It is high time to regulate commercial rents, for example in the form of a commercial rent index and the right to a minimum term for commercial rental contracts. pm, ots, mei

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

Das sind die Themen auf dieser Seite

Willkommen, liebe Besucherin, lieber Besucher,

schön , dass ihr auf meiner Webseite "Hintermeier Daily" vorbeischaut. Das erwartet Euch: Im Mittelpunkt des Magazins zu Fragen der Zeit stehen die wichtigsten Themen, die Menschen bewegen. Dabei geht es um gesellschaftlich relevante Persönlichkeiten genauso wie um die großen politischen Zusammenhänge, die viele in ihren Bann ziehen.  Was erwartet euch sonst noch? Auf jeden Fall viele spannende Interviews mit interessanten Persönlichkeiten, die eine Menge zu erzählen haben. Und besondere Special gibt es ebenfalls: Sie heißen zum Beispiel "Sport & Wirtschaft", "Mobilität und Reise" sowie "Job und Beruf".