· 

Umfrage: Die große Koalition soll bis 2021 im Amt bleiben

Das fänden 68 Prozent aller Befragten, 89 Prozent der CDU/CSU-Anhänger und 83 Prozent der SPD-Anhänger gut. Für "nicht gut" halten das 28 Prozent aller Befragten, darunter eine Mehrheit der AfD-Anhänger (Rest zu 100 Prozent hier und im Folgenden jeweils "weiß nicht"). Auch dass Bundeskanzlerin Angela Merkel bis zum Ende ihrer regulären Amtszeit Bundeskanzlerin bleiben will, findet Zustimmung bei 70 Prozent aller Befragten, von 27 Prozent wird das abgelehnt. Das sind Zahlen, die das ZDF Politbarometer ermittelt hat.

 

Die Sonntagsfrage 

 

Wenn am nächsten Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre, gäbe es im Vergleich zum Oktober größere Veränderungen: Die Union käme nur noch auf 27 Prozent (minus 2), die SPD auf 14 Prozent (unverändert), die AfD auf 14 Prozent (plus 1), die FDP auf 7 Prozent (plus 1), die Linke auf 10 Prozent (plus 2) und die Grünen auf 22 Prozent (minus 2). Die anderen Parteien zusammen lägen bei 6 Prozent (unverändert). Damit hätte eine Koalition aus CDU/CSU und Grünen weiterhin als einziges Zweier-Bündnis eine Mehrheit, für Grün-Rot-Rot würde es nicht reichen. 

 

Zusammenarbeit von CDU und Linke beziehungsweise AfD 

 

Die CDU lehnt eine Koalition oder eine ähnliche Zusammenarbeit sowohl mit der Linken als auch mit der AfD ab. Während diese Position eine deutliche Mehrheit (75 Prozent) aller Befragten und 85 Prozent der Unions-Anhänger bezüglich der AfD gut finden (nicht gut 23 Prozent bzw. 14 Prozent), wird eine Zusammenarbeit von CDU und Linke anders bewertet: Nur 37 Prozent aller Befragten unterstützen die CDU-Ablehnung einer Zusammenarbeit mit der Linken, und 58 Prozent sprechen sich dagegen aus. Unter den Unions-Anhängern finden es 51 Prozent richtig, dass die CDU nicht mit der Linken zusammenarbeiten will, 44 Prozent finden das falsch. 

 

Kanzlerkandidat der CDU/CSU 

 

Seit dem Wahlergebnis der CDU in Thüringen gibt es eine Diskussion darüber, wer Kanzlerkandidat oder Kanzlerkandidatin der CDU/CSU werden sollte. Innerhalb der Unions-Anhänger sind die meisten (35 Prozent) der Meinung, dass die CDU/CSU mit Friedrich Merz die größten Chancen hätte, ein gutes Bundestagswahlergebnis zu erzielen. Danach folgen Armin Laschet (15 Prozent), Markus Söder (14 Prozent), Jens Spahn (12 Prozent) und Annegret Kramp-Karrenbauer (8 Prozent). 

 

SPD-Vorsitz: Olaf Scholz und Klara Geywitz sind am besten geeignet 

 

Bis Ende November findet die Stichwahl um den SPD-Vorsitz statt. Von den SPD-Anhängern meinen 40 Prozent, das Kandidatenpaar Olaf Scholz und Klara Geywitz wäre für die SPD am besten geeignet, 23 Prozent glauben das vom Kandidatenpaar Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken. Gut ein Drittel (37 Prozent) sieht sich nicht in der Lage, dazu ein Urteil abzugeben. 

 

Die Top Ten der deutschen Politiker

 

Wenn es um die Beurteilung nach Sympathie und Leistung der zehn wichtigsten Politikerinnen und Politikern geht ("Was halten Sie von?"), liegt Winfried Kretschmann weiterhin auf Platz eins. Auf der Skala von +5 bis -5 erhält er einen Durchschnittswert von 1,7 (Okt.: 1,9). Danach folgen Angela Merkel mit 1,4 (Okt.: 1,6), Robert Habeck mit 1,3 (Okt.: 1,2), Olaf Scholz mit 0,9 (Okt.: 1,1), Heiko Maas mit 0,6 (Okt.: 0,9), Markus Söder mit 0,4 (Okt.: 0,1) und Christian Lindner mit unverändert 0,1. Im Negativbereich befinden sich Horst Seehofer mit minus 0,1 (Okt.: minus 0,2), Ursula von der Leyen mit minus 0,2 (Okt.: minus 0,1) und Annegret Kramp-Karrenbauer mit minus 0,7 (Okt.: minus 0,6). 

 

Bedürftigkeitsprüfung bei Grundrente ist umstritten 

 

Gut die Hälfte aller Befragten (51 Prozent) ist der Meinung, dass Geringverdiener, die mindestens 35 Versicherungsjahre haben, eine Aufstockung der Rente nur nach einer Prüfung von sonstigen Einkünften und Vermögen erhalten sollten, 45 Prozent sehen das nicht so. Besonders häufig wird eine solche Bedürftigkeitsprüfung von den Anhängern der CDU/CSU und der FDP gefordert. 

 

Es gibt noch Unterschiede zwischen Ost und West 

 

Dreißig Jahre nach dem Fall der Mauer ist zwar eine Mehrheit von 54 Prozent der Westdeutschen der Meinung, dass die Gemeinsamkeiten zwischen Ost und West überwiegen (Unterschiede überwiegen: 40 Prozent). Unter den Ostdeutschen sind aber 49 Prozent der Meinung, dass die Unterschiede weiter dominieren (Gemeinsamkeiten: 45 Prozent). Fast jeder zweite Ostdeutsche (46 Prozent) vertritt die Auffassung, dass die Ostdeutschen wie Bürger zweiter Klasse behandelt werden, 47 Prozent sehen das nicht so. pm, ots

Quelle: ZDF Politbarometer November 2019

Bildrechte: ZDF Fotograf: Forschungsgruppe Wahlen

 

English version

 

This week, the German government presented an interim report on its activities to date. If the majority of Germans are in favour, and especially the majority of CDU/CSU and SPD supporters, then this government will remain in office until the end of the 2021 legislative period. 68 percent of all respondents, 89 percent of CDU/CSU supporters, and 83 percent of SPD supporters would like that.

 

28 percent of all respondents think this is "not good", including a majority of AfD supporters (100 percent of the rest here and in the following "don't know"). The fact that Federal Chancellor Angela Merkel wants to remain Federal Chancellor until the end of her regular term of office is also supported by 70 percent of all respondents, 27 percent reject it. These are the figures determined by the ZDF Politbarometer.

 

The Sunday question 

 

If the next Sunday really were a Bundestag election, there would be bigger changes compared to October: The Union would only get 27 percent (minus 2), the SPD 14 percent (unchanged), the AfD 14 percent (plus 1), the FDP 7 percent (plus 1), the Left 10 percent (plus 2) and the Greens 22 percent (minus 2). The other parties together would be 6 percent (unchanged). This means that a coalition of CDU/CSU and Greens would continue to be the only two-party alliance with a majority; it would not be enough for the Green-Red-Red coalition. 

 

Cooperation between CDU and Left and AfD respectively 

 

The CDU rejects a coalition or similar cooperation with both the left and the AfD. While a clear majority (75 percent) of all respondents and 85 percent of CDU/CSU supporters think this position is good (not a good 23 percent and 14 percent, respectively), a cooperation between the CDU and the Left is assessed differently: Only 37 percent of all respondents support the CDU's rejection of cooperation with the Left, and 58 percent are against it. Among the CDU/CSU supporters, 51 percent think it is right that the CDU does not want to cooperate with the Left, 44 percent think it is wrong. 

 

CDU/CSU candidate for chancellor 

 

Since the election results of the CDU in Thuringia, there has been a discussion about who should be the CDU/CSU's candidate for chancellor. Among the CDU/CSU supporters, most (35 percent) believe that the CDU/CSU would have the best chance of achieving a good Bundestag election result with Friedrich Merz. Armin Laschet (15 percent), Markus Söder (14 percent), Jens Spahn (12 percent) and Annegret Kramp-Karrenbauer (8 percent) follow. 

 

SPD chairmanship: Olaf Scholz and Klara Geywitz are best suited 

 

The run-off election for the SPD presidency will be held until the end of November. Of the SPD supporters, 40 percent believe that the candidates Olaf Scholz and Klara Geywitz would be best suited for the SPD, 23 percent believe that the candidates Norbert Walter-Borjans and Saskia Esken. A good third (37 percent) do not see themselves in a position to give a verdict on this. 

 

The top ten German politicians

 

Winfried Kretschmann is still in first place when it comes to assessing the sympathy and performance of the ten most important politicians ("What do you think of them?"). On the scale from +5 to -5 he receives an average score of 1.7 (Oct.: 1.9). Then follow Angela Merkel with 1.4 (Oct.: 1.6), Robert Habeck with 1.3 (Oct.: 1.2), Olaf Scholz with 0.9 (Oct.: 1.1), Heiko Maas with 0.6 (Oct.: 0.9), Markus Söder with 0.4 (Oct.: 0.1) and Christian Lindner with unchanged 0.1. In the negative area are Horst Seehofer with minus 0.1 (Oct.: minus 0.2), Ursula von der Leyen with minus 0.2 (Oct.: minus 0.1) and Annegret Kramp-Karrenbauer with minus 0.7 (Oct.: minus 0.6). 

 

Means test for basic pension is controversial 

 

A good half of all those surveyed (51 percent) believe that low-income earners who have at least 35 years of insurance should only receive an increase in their pension after an examination of other income and assets, 45 percent do not think so. The CDU/CSU and FDP supporters particularly frequently call for such a means test. 

 

There are still differences between East and West 

 

Thirty years after the fall of the Berlin Wall, a majority of 54 percent of West Germans believe that the similarities between East and West predominate (differences predominate: 40 percent). Among the East Germans, however, 49 percent believe that the differences continue to dominate (similarities: 45 percent). Almost one in two East Germans (46 percent) believes that East Germans are treated like second-class citizens, while 47 percent do not. pm, ots

Source: ZDF Politbarometer November 2019

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

Das sind die Themen auf dieser Seite

Willkommen, liebe Besucherin, lieber Besucher,

schön , dass ihr auf meiner Webseite "Hintermeier Daily" vorbeischaut. Das erwartet Euch: Im Mittelpunkt des Magazins zu Fragen der Zeit stehen die wichtigsten Themen, die Menschen bewegen. Dabei geht es um gesellschaftlich relevante Persönlichkeiten genauso wie um die großen politischen Zusammenhänge, die viele in ihren Bann ziehen.  Was erwartet euch sonst noch? Auf jeden Fall viele spannende Interviews mit interessanten Persönlichkeiten, die eine Menge zu erzählen haben. Und besondere Special gibt es ebenfalls: Sie heißen zum Beispiel "Sport & Wirtschaft", "Mobilität und Reise" sowie "Job und Beruf".