Viele Deutsche finanzieren ihre Weihnachtsgeschenke mit dem Dispo-Kredit

Das Problem ist: Dispokredite sind Teil des Girokontos. Es gibt in der Regel keinen Hinweis, wenn das Konto ins Minus gerät. Oftmals passiert das sogar unbemerkt. Das ist teuer und riskant. Im Schnitt fallen für den Dispo 9,68 Prozent Zinsen an. Zudem ist beim Dispokredit keine regelmäßige Rückzahlung erforderlich. Das kann zu einer teuren Dauerverschuldung führen. Fast jedem zweiten Disponehmer (44 %) droht genau das: Er gibt an, dass sich die Rückzahlung verzögern kann und er den Dispo länger braucht als geplant. 

 

Bei jedem zweiten Disponehmer kann es zu Verzögerungen bei der Rückzahlung kommen  Die meisten Disponehmer (80 %) rechnen zwar damit, dass sie den Dispokredit für die Weihnachtszeit innerhalb eines Vierteljahres zurückzahlen. Jeder zweite Disponehmer (44 %) hält jedoch eine Verzögerung aufgrund unvorhergesehener oder unregelmäßiger Kosten für möglich. Das passiert bereits durch fixe Kosten, die jährlich anfallen und deshalb leicht in Vergessenheit geraten, wie zum Beispiel die Versicherungsbeiträge im Januar. Auch die jährliche Auto-Inspektion oder gar eine unvorhergesehene Reparatur können dazu führen, dass der Dispo länger genutzt werden muss. "Für jeden zweiten Disponehmer ist der Dispo ein echtes Risiko. Er hat nicht genügend finanziellen Spielraum für ungeplante Ausgaben. Deshalb verzögert sich die Disporückzahlung. Die dadurch entstehenden hohen Kosten verzögern die Rückzahlung weiter. Das kann in einer teuren Dauerverschuldung enden", sagt Alexander Artopé, Geschäftsführer von smava. pm, ots