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Rabatt-Index: Bei den Premiummarken liegt BMW vorne

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Der Car-Rabatt-Index im November
Tabellen und Grafiken geben einen Überblick über die aktuellen Rabatte für Neuwagen.
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Ein wichtiger Grund ist, dass sich die Diskussion um Dieselfahrverbote beruhigt hat und offensichtlich von Autokäufern weniger ernst genommen wird. Daher bietet so gut wie kein Autobauer - Ausnahme sind BMW und Mercedes - Umtauschprämien für alte Diesel. Das Diesel- Gebrauchtwagengeschäft muss weniger gestützt werden, die Rabatte sinken.

 

Deutlich zu sehen ist das an der Anzahl der Sonderaktionen und den Kundenvorteilen. So haben wir im November 2019 noch 417 Sonderaktionen gezählt, während es im Vorjahresvergleichsmonat noch 628 Aktionen waren. Parallel zu der Anzahl der Sonder-aktionen ist der Kundenvorteil von 16,1% Nachlass im November 2018 auf 13,8% im letzten Monat gesunken.

 

2020: Einstiegsjahr in CO2-Rabatte

 

Zu Jahresende dürfte sich der Trend kaum ändern, sprich auch in den nächsten Wochen ist kein “Black Friday“ für Neuwagenkäufer zu erwarten. Dennoch bleibt das das Rabatt-Tief nur ein Zwischentief. Ein wichtiger Grund sind die ab Januar 2020 geltenden neuen CO2-Regeln der EU. Dann müssen die Autobauer die Verkäufe von Hybriden, Elektroautos und Kleinwagen pushen, um die CO2-Ziele nicht zu verfehlen. In welche Richtung das geht sieht man an den neuen Händlervorgaben im Peugeot- Citroen-Opel-Konzern. Vorreiter ist diesmal die Marke Peugeot. Opel wird folgen.

 

Der Bonus wird empfindlich gekürzt

 

Ab dem Jahr 2020 müssen die Peugeot-Händler zusätzlich Elektro- und CO2-Ziele erfüllen. Reißt ein Händler die Verkaufsvorgaben für Elektroautos wird sein Bonus empfindlich gekürzt. Peugeot erhöht damit enorm den Druck auf seine Händler, Elektroautos, Hybride und Diesel zu verkaufen. Damit zwingt man die Händler, auch mit hohen Rabatten zu verkaufen. Mit den Jahr 2020 kommen die CO2-Rabatte. Neuwagen mit geringem Verbrauch werden mit höheren Rabatten im Markt „platziert“. Frühzeitig hatte PSA-Chef Carlos Tavares die Öffentlichkeit wissen lassen, dass PSA keine CO2-Strafzahlungen leisten werden und die CO2-Ziele erfüllt. Nach heutigem Bild werden die Händler einen Großteil Rechnung durch höheren Rabattdruck bezahlen. Man kann davon ausgehen, dass neben Citroen und Peugeot auch Opel seinen Händler CO2- und Elektroauto-Ziele ins Geschäftsmodell schreibt und ein Teil des CO2-Problems auf seine Händler abwälzt. Dem werden andere Hersteller folgen.

 

Seat Mii elektrisch - Vorgeschmack auf CO2-Rabatte

 

Einen Vorgeschmack auf CO2-Rabatte ist die im November gestartete Abverkaufaktion für den elektrisch angetriebenen Seat Mii mit 145,- Euro Monatsrate. Die Aktion unterstellt eine Anzahlung von 2.000 Euro, die dem staatlichen Anteil des Umweltbonus entspricht, drei Jahre Laufzeit mit 10.000 Kilometer Laufleistung pro Jahr. Bezogen auf den Listenpreis ist das Fahrzeug mit einem Kundenvorteil (Rabatt) von 33,2% zu haben. Ähnliches galt in den Vormonaten schon für den VW eGolf.

 

Internet-Vermittler – BMW mit höheren Rabatten

 

Auch im November ist BMW bei den Modellen BMW 1er, BMW 3er, BMW X1 mit erneut leicht gestiegenen Rabatten im Markt. Deutlich ist einerseits der Abstand zu den Audi Modellen A3, A4, A6, die mit geringeren Rabatten angeboten werden. Deutlich ist aber auch, dass im Nachfrage-starken SUV-Segment BMW den X1 mit höherem Rabatt (19,4%) vermarktet als etwa Ford den Kuga (18,7%), Hyundai den Tucson (15,7%), Opel den Grandland X (17,0), Skoda den Karoq (18,1%) und erst recht VW den Tiguan (14,2%).

 

Seit längerer Zeit schon hohe Nachlässe bei BMW

 

Es ist ungewöhnlich, dass Volumenmarken, die im härteren Rabattumfeld stehen wertstabiler verkaufen als BMW. Der Premiumcharakter einer Marke ist mit der Preisstabilität, die Wertstabilität signalisiert, verknüpft. Die Entwicklung zu höheren Nachlässen ist bei BMW schon eine ganz Zeit zu erkennen. Die steigenden Rabatte bei BMW bergen die Gefahr von negativen Effekten auf den Markenwert.

 

Seat mit dem höchsten Kundenvorteil

 

Auch im November bot Seat mit dem Leasing-Angebot für das Modell Alhambra zu 229,- Euro Monatsrate ohne Sonderzahlung die Hersteller-Aktion, mit dem höchsten Kundenvorteil in Höhe von 36,3%. Auch das Leasingangebot von Peugeot für den umfangreich ausgestatteten 108 blieb mit 34,0% Kundenvorteil weiterhin auf Platz zwei der Top 10 Liste.

Neu auf dem dritten Platz ist Renault mit der „Neu-für-alt-Prämie“ in Höhe von 10.000,- Euro für das Modell Talisman. Umgerechnet auf den Listenpreis bietet das Angebot 33,8% Preisvorteil. Auf dem vierten Platz hat sich Seat mit dem Leasingangebote für die E-Variante des Modells Mii eingereiht. Bei einem Listenpreis von 20.650,- Euro wird das Modell zu 145,- Euro Leasingrate zzgl. 2.000,- Euro Sonderzahlung angeboten. Die Laufzeit beträgt drei Jahre, der Kundenvorteil liegt bei 33,2%. Die Eigenzulassungsstatistik ist im Anhang. In diesem Rabatt-Bericht sind die Eigenzulassungen wenig spektakulär. Spitzenreite unter den größeren Marken ist diesmal Hyundai mit 46,5% Eigenzulassungsquote

 

Fazit: Abwarten beim Neuwagenkauf kann sich lohnen

 

Im November hat sich der Abwärtstrend bei den Neuwagenrabatten fortgesetzt. Auch in den nächsten Wochen dürfte sich das kaum ändern. Für Neuwagenkäufer macht es Sinn, abzuwarten. Einerseits wird der Automarkt im nächsten Jahr schwächer, womit höhere Neuwagen-Rabatte erwartet werden können. Zum zweiten werden die Autobauer versuchen, Neuwagen mit niedrigen CO2-Werten zu pushen. Nicht alle Autobauer werden den CO2-Druck so extrem an die Händler weitergeben wie PSA. Der Autohandel leidet unter schwachen Gewinnmargen. Mit Elektroautoquoten wird die Rendite weiter verschlechtert werden. Die Handelspartner müssen mit höheren Rabatten versuchen die bisher wenig nachgefragten und teuren Elektroautos an Kunden zu verkaufen. Die Zeiten für Autokäufer werden 2020 besser. Damit sind die derzeit niedrigeren Rabatte eher ein Zwischentief. Autobauer und Händler müssen wohl im nächsten Jahr mit einen höheren Druck auf ihre Gewinnmargen rechnen. Ferdinand Dudenhöffer

 

English version

 

The CAR discount index fell again in November to 128 points. This is the lowest value this year, i.e. the car rebates were not as low as in November throughout the year. Our author Ferdinand Dudenhöffer analyses the industry. 

An important reason is that the discussion about diesel driving bans has calmed down and is obviously taken less seriously by car buyers. This is why virtually no carmaker - with the exception of BMW and Mercedes - offers exchange premiums for old diesel engines. The used diesel car business needs less support, and discounts are falling.

 

This can be clearly seen in the number of special offers and customer benefits. In November 2019, for example, we counted 417 special offers compared with 628 in the same month last year. Parallel to the number of special offers, the customer advantage fell from 16.1% discount in November 2018 to 13.8% last month.

 

2020: Year of entry into CO2 discounts

 

The trend is unlikely to change much towards the end of the year, i.e. no "Black Friday" is expected for new car buyers in the coming weeks either. Nevertheless, the discount low remains only a temporary low. One important reason is the new EU CO2 regulations that will come into force in January 2020. Then car manufacturers will have to push sales of hybrids, electric cars and small cars in order not to miss the CO2 targets. The new dealer specifications in the Peugeot-Citroen-Opel group show in which direction this is going. This time the pioneer is the Peugeot brand. Opel will follow.

 

The bonus will be reduced considerably

 

From 2020, Peugeot dealers will also have to meet electrical and CO2 targets. If a dealer tears the sales targets for electric cars, his bonus will be severely reduced. Peugeot thus enormously increases the pressure on its dealers to sell electric cars, hybrids and diesel. This forces dealers to sell at high discounts. With the year 2020 come the CO2 discounts. New cars with low consumption are "placed" on the market with higher discounts. PSA boss Carlos Tavares let the public know at an early stage that PSA will not pay any CO2 fines and will meet the CO2 targets. According to today's picture the dealers will pay a majority bill by higher discount pressure. One can assume that beside Citroen and Peugeot also Opel writes CO2 and electric car goals to its dealer's business model and shifts a part of the CO2 problem to its dealers. Other manufacturers will follow suit.

 

Seat Mii electric - foretaste of CO2 discounts

 

A foretaste of CO2 discounts is the sales campaign launched in November for the electrically powered Seat Mii with a monthly rate of 145 euros. The campaign assumes a down payment of 2,000 euros, which corresponds to the government's share of the environmental bonus, a three-year term of 10,000 kilometres per year. Based on the list price, the vehicle is available with a customer advantage (discount) of 33.2%. The same applied to the VW eGolf in previous months.

 

Internet broker - BMW with higher discounts

 

In November, BMW again entered the market with slightly higher discounts for the BMW 1 Series, BMW 3 Series and BMW X1 models. The gap to the Audi A3, A4 and A6 models, which are offered with lower discounts, is clear on the one hand. It is also clear, however, that in the SUV segment with strong demand BMW markets the X1 with a higher discount (19.4%) than Ford the Kuga (18.7%), Hyundai the Tucson (15.7%), Opel the Grandland X (17.0), Skoda the Karoq (18.1%) and even more VW the Tiguan (14.2%).

 

High discounts at BMW for some time now

 

It is unusual for volume brands that are in a tougher discount environment to sell more stable than BMW. The premium character of a brand is linked to price stability, which signals value stability. The trend towards higher discounts has been evident for quite some time at BMW. The increasing discounts at BMW entail the risk of negative effects on the brand value.

 

Seat with the highest customer advantage

 

Also in November Seat offered with the leasing offer for the model Alhambra at 229,- Euro monthly rate without special payment the manufacturer action with the highest customer advantage at the rate of 36,3%. Peugeot's leasing offer for the extensively equipped 108 also remained in second place in the top 10 list with 34.0% customer advantage.

New in third place is Renault with the "new-for-old premium" of EUR 10,000 for the Talisman model. Converted to the list price, the offer offers a 33.8% price advantage. In fourth place is Seat's leasing offer for the e-version of the Mii model. At a list price of EUR 20,650, the model is offered at a leasing rate of EUR 145 plus a special payment of EUR 2,000. The term is three years, the customer advantage is 33.2%. The self-registration statistics are in the appendix. In this discount report the self-registrations are not very spectacular. Top among the larger brands this time is Hyundai with 46.5% self-registration rate

 

Conclusion: Waiting when buying a new car can be worth it

 

The downward trend in new car discounts continued in November. This is unlikely to change in the coming weeks. For new car buyers, it makes sense to wait and see. On the one hand, the car market will weaken next year, so that higher discounts for new cars can be expected. Secondly, car manufacturers will try to push new cars with low CO2 values. Not all carmakers will pass the CO2 pressure on to dealers as extremely as PSA. The car trade suffers from weak profit margins. With electric car ratios the net yield will be further worsened. The trade partners must try with higher discounts to sell the so far little inquired and expensive electric cars to customers. The times for car buyers will be better in 2020. This means that the currently lower discounts are more of an interim low. Car manufacturers and dealers will probably have to expect higher pressure on their profit margins next year. Ferdinand Dudenhöffer

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