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Die Kapitalerhöhung von elf Milliarden Euro für die Bahn aus dem Klimaschutzprogramm kann gegen EU-Recht verstoßen

Ein Rechtsgutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags, das "Tagesspiegel Background Mobilität" vorliegt, warnt vor beihilferechtlichen Problemen.

 

Demnach kann wegen der verbesserten Finanzausstattung des gesamten Konzerns nicht ausgeschlossen werden, "dass die daraus folgenden Vorteile nicht nur der für die Infrastruktur zuständigen DB Netz AG, sondern auch anderen, im Wettbewerb stehenden Bahntöchtern zugutekommen und auf diese Weise eine Quersubventionierung erfolgt". 

 

Das Bundesverkehrsministerium teilte dazu auf Anfrage mit, dass die genaue Ausgestaltung der Eigenkapitalerhöhung noch nicht feststehe. "Diesbezüglich laufen die regierungsinternen Gespräche", hieß es. Das gelte vor allem mit Blick auf das Bundesfinanzministerium. "Selbstverständlich" sei, dass bei der Ausgestaltung Wettbewerbs- und Beihilferecht beachtet würden. Auch die Bahn betonte, sich an geltende EU-Wettbewerbsregularien zu halten. "Vergangene Kapitalerhöhungen fanden immer regelkonform statt. Wir werden auch diesmal gemeinsam mit dem Bund und in Abstimmung mit der EU-Kommission sicherstellen, dass die Eigenkapitalerhöhung keine negative Wettbewerbswirkung und damit Beihilfecharakter haben." 

 

Finanzspritze an die Bahn an Vorgaben knüpfen

 

Der haushaltspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Sven-Christian Kindler, forderte, die Bundesregierung müsse ihre Finanzspritze an die Bahn an Vorgaben knüpfen. "Das zusätzliche Geld darf nicht einfach irgendwo im Konzern versickern, sondern sollte vor allem in die Infrastruktur investiert werden", sagte er "Tagesspiegel Background". "Das käme allen Kundinnen und Kunden in Deutschland zugute." pm, ots

 

English version

 

  

Accordingly, it cannot be ruled out that, due to the improved financial resources of the entire group, "the resulting advantages will not only benefit DB Netz AG, which is responsible for the infrastructure, but also other competing railway subsidiaries, and in this way cross-subsidisation will take place". 

 

Upon request, the Federal Ministry of Transport announced that the exact structure of the capital increase had not yet been determined. "In this respect, the government's internal talks are underway", it was said. This is particularly true with regard to the Federal Ministry of Finance. It was "self-evident" that competition and state aid law would be taken into account in the design. Deutsche Bahn also stressed that it would adhere to the applicable EU competition regulations. "Past capital increases always took place in accordance with the rules. Together with the Federal Government and in coordination with the EU Commission, we will again ensure that the capital increase does not have a negative effect on competition and therefore has an aid character. 

 

Financial injection to the railways linked to targets

 

The budget policy spokesman for the Green parliamentary group, Sven-Christian Kindler, demanded that the federal government tie its financial injection to the railways to targets. "The additional money must not simply seep away somewhere in the company, but should above all be invested in the infrastructure", he told the newspaper "Tagesspiegel Background". "This would benefit all customers in Germany. pm, ots, mei

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