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Zwangsarbeit im Nationalsozialismus: Das Verbrechen fand vor aller Augen statt

Mehr als 20 Millionen Menschen aus fast ganz Europa wurden während des Zweiten Weltkrieges zur Zwangsarbeit im Deutschen Reich oder den besetzten Ländern verschleppt. 

 

"Die Anerkennung des Unrechts, das den Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern zugefügt wurde, ist ein bedeutender Schritt in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Mit den Zahlungen an über 1,4 Millionen ehemalige Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter wurde von der deutschen Wirtschaft und der Bundesregierung ein spätes Zeichen der Würdigung des Leids der Betroffenen gesetzt. In Zeiten eines zunehmenden Antisemitismus, von erstarkendem Nationalismus in Europa kommt es mehr denn je darauf an, die Erinnerung daran zu bewahren. Dieses Verbrechen fand vor aller Augen statt.", so Annette Schavan, Bundesministerin a. D. und Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft". 

 

Geschichtsprojekte in Deutschland und Europa fördern

 

Die Stiftung EVZ wird ab 2020 verstärkt lokale Geschichtsprojekte in Deutschland und Europa fördern, um Entstehung, Verankerung und Mechanismen des Nationalsozialismus wieder deutlich werden zu lassen. Damit werden auch Engagierte unterstützt, die sich vor Ort Revisionismus und Geschichtsvergessenheit entgegenstellen. Ebenso wird die Stiftung verstärkt zur Entwicklung und Nutzung neuer digitaler Möglichkeiten beitragen. Die Stiftung EVZ präsentiert im Frühjahr gemeinsam mit der USC Shoah Foundation das erste deutschsprachige interaktive Zeitzeugnis. pm, ots

 

English version

 

17 December 2019 marks the 20th anniversary of Federal President Johannes Rau's statement on the occasion of the agreement on compensation for Nazi forced labour, in which he asked for forgiveness for injustice committed. During the Second World War, more than 20 million people from almost the whole of Europe were deported to forced labour in the German Reich or the occupied countries. 

 

"The recognition of the injustice inflicted on forced labourers is an important step in post-war German history. With the payments to more than 1.4 million former forced labourers, the German economy and the Federal Government sent a late signal of appreciation of the suffering of those affected. In times of increasing anti-Semitism, of growing nationalism in Europe, it is more important than ever to preserve the memory of it. This crime took place before everyone's eyes", said Annette Schavan, former Federal Minister and Chairman of the Board of Trustees of the Foundation "Remembrance, Responsibility and Future". 

 

Promoting history projects in Germany and Europe

 

Starting in 2020, the ECC Foundation will increasingly promote local historical projects in Germany and Europe in order to make the emergence, anchoring and mechanisms of National Socialism clear again. This also supports committed people who oppose revisionism and oblivion of history on the ground. The Foundation will also make a greater contribution to the development and use of new digital opportunities. Together with the USC Shoah Foundation, the EVZ Foundation will present the first German-language interactive testimony this spring. pm, ots, mei

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