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Borussia Mönchengladbach möchte keinen Investor

"Wir stehen für 50+1, wir wollen der Herr im eigenen Haus bleiben. Als ich vor 20 Jahren als Spieler nach Gladbach kam, ging es um den Abstieg, man hatte keine Mannschaft, kein Stadion, kein Trainingsgelände und 30 Millionen Mark (etwa 15 Millionen Euro, Anm. d. Red.) Schulden", sagte Eberl in einem Interview mit der Düsseldorfer "Rheinischen Post".

 

"Heute reden wir über einen Klub, der ohne einen Cent von Investoren oder Anteilsverkäufen und mit eigener Arbeitskraft und Kreativität all das geschaffen hat, was wir haben, und heute haben wir keine 30 Millionen Mark Schulden mehr, sondern ein Eigenkapital von 100 Millionen Euro, parallel dazu sportlichen Erfolg. Und dass einem Verein das ohne einen finanziellen Anschub gelingt, gibt es in der Fußballwelt nicht so häufig. Wir wollen den auch nicht, wir wollen das aus eigener Kraft schaffen und bei unserer Identität bleiben."

 

Rückstand zur Konkurrenz ist zu groß

 

Trotzdem schaffe es Borussia, auf sportlicher Ebene mitzuhalten. Um auf der wirtschaftlichen Ebene mithalten zu können, sei der Rückstand zur Konkurrenz laut Eberl aber zu groß. "Leipzig hat einen Anschub bekommen, den wir nicht haben und auch nicht haben wollen. Und Teams wie Bayern, Dortmund, Leverkusen und Schalke waren in einer Zeit, als die Gelder in der Champions League explodiert sind, ständig dort vertreten. Wo sollen wir jetzt diese hunderte Millionen aufholen?", sagt der 46-Jährige. "Wir können nicht sagen: 'Jetzt greifen wir die ganz Großen an.' Denn dafür sind sie zu viele Jahre und Fernsehgeld-Hierarchien voraus. Trotzdem schaffen wir es sportlich, durch Kreativität an sie heranzurücken. Dass wir sie überholen, halte ich aber für ausgeschlossen", sagte Eberl. pm, ots

 

English version

 

Borussia Mönchengladbach's sports director Max Eberl affirms that the support of an investor is out of the question for the Bundesliga runner-up. "We stand for 50+1, we want to remain the boss in our own house. When I came to Gladbach as a player 20 years ago, it was all about relegation, you had no team, no stadium, no training ground and 30 million marks (about 15 million euros, editor's note) in debt," Eberl said in an interview with the Düsseldorf "Rheinische Post".

 

"Today we are talking about a club that has created everything we have without a cent from investors or share sales and with its own manpower and creativity, and today we no longer have 30 million marks in debt, but equity capital of 100 million euros, parallel to sporting success. And the fact that a club succeeds without a financial boost is not so common in the football world. We don't want that either, we want to do it on our own and stick to our identity.

 

The gap to the competition is too big

 

Nevertheless, Borussia manages to keep up at the sporting level. But according to Eberl, the gap to the competition is too big to keep up on the economic level. "Leipzig has received a boost that we don't have and don't want. And teams like Bayern, Dortmund, Leverkusen and Schalke were constantly there at a time when the money in the Champions League was exploding. Where are we supposed to catch up on that hundred million now," says the 46-year-old. "We can't say, 'Now we're going to attack the big boys. ...because they're too many years and too many TV money hierarchies ahead. But we still manage to get to them through sport and creativity. But I don't think we can overtake them," said Eberl.

pm, ots, mei

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