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75. Jahr der Auschwitz-Befreiung: Gedenken an sechs Millionen ermordeter Juden

Lauder werde dabei auch als Vertreter der "Pillars of Remembrance" sprechen, eines Kreises privater Spender, welche die Stiftung Auschwitz-Birkenau und ihren Auftrag zur Erhaltung der originalgetreuen Gedenkstätte unterstützten.

 

In seiner Rede werde Lauder den Bedarf an Holocaust-Aufklärung angesichts des zunehmenden Antisemitismus sowie die Bedeutung der Gedenkstätte und ihrer Erinnerungsstücke für Bildungszwecke verdeutlichen. 

"Ich fühle mich geehrt, bei diesem würdevollen Ereignis an der Seite so vieler Holocaust-Überlebender stehen zu dürfen und gemeinsam der Befreiung dieses schrecklichen Ortes zu gedenken. Die Gedenkstätte wird für alle Ewigkeit eine brutale Erinnerung an den Horror sein, den der Antisemitismus entfesselt hat", erklärte der WJC-Präsident Lauder im Vorfeld.

 

Andenken von sechs Millionen ermordeter Juden geehrt

 

Am 27. Januar werde das Andenken der 6 Millionen Juden geehrt, die von den Nazis nur deshalb ermordet wurden, weil sie Juden waren, fast eine Million davon in Auschwitz-Birkenau. Indem die Erinnerung an den Holocaust wachgehalten und die Dringlichkeit der weiteren Aufklärung erkannt werde, "könnten wir sicherstellen", dass zukünftige Generationen tatsächlich den vollkommenen Hass des Nazi-Vorhabens, die Europäischen Juden auszulöschen sehen könnten und gleichzeitig sicherstellen, dass dies niemals je wieder geschehen werde. 

 

Hintergrund zum Engagement von Ronald S. Lauder in Auschwitz-Birkenau 

 

Als Ronald Lauder während seiner Amtszeit als US-Botschafter in Österreich 1987 mit seiner Familie erstmals Auschwitz besuchte, habe er einen Zustand des Verfalls vorgefunden, das Verschwinden dieser historischen Stätte drohte. Er verpflichtete sich zur Bewahrung der Stätte für zukünftige Generationen und brachte wenig später Konservatoren des Metropolitan Museum of Art in New York nach Auschwitz, um die notwendigen Maßnahmen einzuschätzen und eine Planung zu entwerfen. Mithilfe der Auschwitz-Überlebenden Kalman Sultanik und Ernest Michel sammelte Lauder in 19 Ländern 40 Million US-Dollar zur Erhaltung der Stätte ein. Im Jahr 2003 eröffnete das Museum und Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau mit Unterstützung der Ronald S. Lauder Foundation seine Konservatorische Werkstatt. Der Auftrag der Werkstatt sei es, die materiellen Spuren des Lagers zu erhalten, einschließlich jedes Gebäudes, jedes Dokumentes und jedes einzelnen Schuhs auf dem Gelände. 

 

Die Auschwitz-Birkenau Memorial Foundation 

 

Bis zum heutigen Tage sei Ronald Lauder stark engagiert in der Erhaltung der Gedenkstätte, auch durch seine Rolle als Vorsitzender der Auschwitz-Birkenau Memorial Foundation (ABMF). Die ABMF mit Sitz in New York sei eine Nonprofit-Organisation, die im Jahr 2012 gegründet wurde, um die Aufgaben der Stiftung Auschwitz-Birkenau in Warschau zu unterstützen. Unter Führung von Ronald Lauder hat die ABMF substanziell beigetragen zum "Pillars of Remembrance" Stiftungsfonds zur Erhaltung der Gedenkstätte. Der Fonds sei 2009 von der Stiftung Auschwitz-Birkenau aufgelegt worden. 

 

Mehr als 100 Überlebende kommen zur Gedenkveranstaltung

 

Eine Gruppe von mehr als 100 Überlebenden von Auschwitz-Birkenau aus den USA, Kanada, Israel, Australien und verschiedenen europäischen Ländern werde an den offiziellen Feierlichkeiten teilnehmen. Porträts von Holocaust-Überlebenden aus der Delegation sind auf der Seite preserveauschwitz.org/survivors-stories veröffentlicht. "Nichts ist wichtiger für den anstehenden 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz, als die Überlebenden dieses schrecklichen Ortes dabeizuhaben, um gegenüber der Welt Zeugnis abzulegen", erklärte Lauder. "Die Überlebenden sind die direkte Verbindung. Deshalb will ich alles tun, was nötig ist, sie zurückzubringen. Die Welt soll sie sehen, die Welt soll sie hören, die Welt soll sich erinnern." 

 

Holocaust-Erinnerungsarbeit des World Jewish Congress 

 

Der WJC sei der Bewahrung der Erinnerung an den Holocaust und der Millionen Juden und zahllosen zerstörten jüdischen Gemeinden, sowie der Interessenvertretung der Überlebenden und ihrer Familien verpflichtet. Der WJC möchte das öffentliche Bewusstsein für die Gefahren religiöser, rassistischer und ethnischer Unterdrückung und Verfolgung erhöhen. So könnten heutzutage beispielsweise in den USA 41% aller Erwachsenen nicht sagen, was Auschwitz ist, und 11% aller Erwachsenen hätten noch nie vom Holocaust gehört oder sind sich darüber nicht sicher. Eine Zahl, die in der Altersgruppe von 18 bis 34 auf mehr als ein Fünftel angestiegen sei.

 

Kampagne startet am 13. Januar

 

Der Jüdische Weltkongress werde seine vierte jährliche #WeRemember-Kampagne am 13. Januar starten und bis zum Internationalen Holocaust-Gedenktag am 27. Januar durchführen. Die interaktive Kampagne soll die globale Diskussion für eine bessere, intensivere und breitere Holocaust-Aufklärung anstoßen. Die Kampagne lädt Teilnehmende ein, ein Foto mit den Worten "We Remember" von sich einzureichen und auf den Sozialen Medien zu teilen.  Der WJC bittet die Teilnehmenden ebenso, den Link AboutHolocaust.org, zu teilen, eine in Zusammenarbeit mit der UNESCO initiierte Seite, die Menschen weltweit mit Grundlageninformationen und Fakten über den Holocaust - das größte Verbrechen der Menschheitsgeschichte - versorgt. 

 

Veranstaltungen zum 75. Jahrestag der Auschwitz-Befreiung 

 

 

Wesentliche Programminhalte

  • Sonntag, 26. Januar: Besichtigungen des Jüdischen Krakau und der Altstadt mit Holocaust-Überlebenden und Vertretern jüdischer Gemeinden weltweit Nachmittag: Interview-Gelegenheiten mit Holocaust-Überlebenden 14:30-15:15: Zeitzeugenberichte zu Auschwitz mit einem Überlebenden und einem Befreier 15:15-16:30: Diskussion "Die Holocaust-Erinnerung bewahren: Von Generation zu Generation", mit Schwerpunkt auf die Bedeutung der Weitergabe der Erinnerung. Zu den Teilnehmenden zählen auch Holocaust-Überlebende, deren Kinder und Enkel. 
  • 18:00: Empfang mit Dinner für Überlebende und deren Familien, organisiert von der Auschwitz-Birkenau Memorial Foundation, mit Grußwort von WJC-Präsident Ronald S. Lauder 
  • Montag, 27. Januar: Diskussion: "Holocaust-Leugnung, Verzerrung und Trivialisierung," mit Schwerpunkt auf aktuelle Holocaust-Leugnung und Missbrauch des Holocaust, sowie das Erstarken von Neo-Nazi-Gruppen 
  • Präsentation zu jüdischen und nicht-jüdischen Befreiern in Auschwitz 
  • Offizielle Gedenkfeier zum 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz-Birkenau 
  • Haupt-Gedenkfeier vor dem "Todestor" in Birkenau mit Ansprachen von: Andrzej Duda, Präsident der Republik Polen, Auschwitz Überlebende, WJC-Präsident Ronald S. Lauder als Repräsentant der "The Pillars of Remembrance", Piotr M.A. Cywinski, Direktor der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau, Präsident der Stiftung Auschwitz-Birkena, ökumenische Gebete, Gedenken an die Opfer am Mahnmahl in Birkenau 
  • Dienstag, 28. Januar: Führungen in Auschwitz-Birkenau mit Überlebenden und Vertretern jüdischer Gemeinden weltweit. pm, ots, mei

English version

 

Ronald S. Lauder, President of the World Jewish Congress (WJC) and Chairman of the Auschwitz-Birkenau Memorial Foundation, will join more than 100 Holocaust survivors and the heads of state of more than 22 countries on January 27 at the official commemoration of the 75th anniversary of the Holocaust. Lauder will also speak as a representative of the "Pillars of Remembrance", a group of private donors who supported the Auschwitz-Birkenau Foundation and its mission to preserve the original memorial.

 

In his speech, Lauder would emphasize the need for Holocaust education in the face of increasing anti-Semitism, as well as the importance of the memorial and its memorabilia for educational purposes. 

"I feel honored to stand at the side of so many Holocaust survivors at this dignified event and to commemorate together the liberation of this terrible place. The memorial will be a brutal reminder for all eternity of the horror that anti-Semitism has unleashed," WJC President Lauder said ahead of the event.

 

Memories of six million murdered Jews honoured

 

On January 27, the memory of the 6 million Jews who were murdered by the Nazis only because they were Jews will be honored, almost one million of them in Auschwitz-Birkenau. By keeping the memory of the Holocaust alive and recognizing the urgency of further enlightenment, "we could ensure" that future generations could actually see the total hatred of the Nazi project to wipe out European Jews, while ensuring that this would never happen again. 

 

Background on Ronald S. Lauder's involvement in Auschwitz-Birkenau 

 

When Ronald Lauder first visited Auschwitz with his family in 1987 during his tenure as U.S. Ambassador to Austria, he found a state of decay that threatened the disappearance of this historic site. He undertook to preserve the site for future generations and shortly afterwards brought curators from the Metropolitan Museum of Art in New York to Auschwitz to assess the necessary measures and draw up a plan. With the help of Auschwitz survivors Kalman Sultanik and Ernest Michel, Lauder collected 40 million US dollars in 19 countries to preserve the site. In 2003, the Auschwitz-Birkenau Museum and Memorial opened its conservation workshop with the support of the Ronald S. Lauder Foundation. The workshop's mission is to preserve the material traces of the camp, including every building, every document and every shoe on the grounds. 

 

The Auschwitz-Birkenau Memorial Foundation 

 

To this day, Ronald Lauder is strongly committed to the preservation of the memorial, also through his role as Chairman of the Auschwitz-Birkenau Memorial Foundation (ABMF). The ABMF, based in New York, is a non-profit organization founded in 2012 to support the work of the Auschwitz-Birkenau Foundation in Warsaw. Under the leadership of Ronald Lauder, the ABMF has made a substantial contribution to the "Pillars of Remembrance" foundation fund for the preservation of the memorial. The fund was established in 2009 by the Auschwitz-Birkenau Foundation. 

 

More than 100 survivors come to the memorial

 

A group of more than 100 Auschwitz-Birkenau survivors from the USA, Canada, Israel, Australia and various European countries will take part in the official celebrations. Portraits of Holocaust survivors from the delegation are published on preserveauschwitz.org/survivors-stories "Nothing is more important for the upcoming 75th anniversary of the liberation of Auschwitz than to have the survivors of this terrible place with us to bear witness to the world," Lauder said. "The survivors are the direct link. That is why I will do whatever it takes to bring them back. Let the world see them, let the world hear them, let the world remember." 

 

Holocaust remembrance work of the World Jewish Congress 

 

The WJC is committed to preserving the memory of the Holocaust and the millions of Jews and countless destroyed Jewish communities, as well as to representing the interests of survivors and their families. WJC wants to raise public awareness of the dangers of religious, racial and ethnic oppression and persecution. For example, in the United States today, 41% of all adults could not say what Auschwitz is, and 11% of all adults have never heard of or are unsure of the Holocaust. A figure that has risen to more than a fifth in the 18-34 age group.

 

Campaign starts on 13 January

 

The World Jewish Congress would launch its fourth annual #WeRemember Campaign on January 13 and continue until International Holocaust Remembrance Day on January 27. The interactive campaign is designed to stimulate global discussion for better, more intensive and broader Holocaust education. The campaign invites participants to submit a photo of themselves with the words "We Remember" and share it on social media.  WJC also asks participants to share the link AboutHolocaust.org, a site initiated in collaboration with UNESCO to provide people around the world with basic information and facts about the Holocaust - the greatest crime in human history. 

 

Events on the 75th anniversary of the liberation of Auschwitz 

 

Main program contents

 

Sunday, 26 January: Sightseeing tours of Jewish Krakow and the Old Town with Holocaust survivors and representatives of Jewish communities worldwide Afternoon: Interview opportunities with Holocaust survivors 14:30-15:15 Testimonies on Auschwitz with a survivor and a liberator 15:15-16:30: Discussion "Preserving the Holocaust memory: From Generation to Generation", focusing on the importance of passing on the memory. Participants include Holocaust survivors, their children and grandchildren. 

18:00: Reception and dinner for survivors and their families, organized by the Auschwitz-Birkenau Memorial Foundation, with greetings from WJC President Ronald S. Lauder 

Monday, 27 January: Discussion: "Holocaust Denial, Distortion and Trivialization," focusing on current Holocaust denial and abuse, and the rise of neo-Nazi groups, Presentation on Jewish and non-Jewish liberators in Auschwitz 

Official commemoration of the 75th anniversary of the liberation of Auschwitz-Birkenau 

Main commemoration in front of the "Todestor" in Birkenau with speeches by: Andrzej Duda, President of the Republic of Poland, Auschwitz survivors, WJC President Ronald S. Lauder as representative of "The Pillars of Remembrance", Piotr M.A. Cywinski, Director of the Auschwitz-Birkenau Memorial, President of the Auschwitz-Birkena Foundation, ecumenical prayers, commemoration of the victims at the Birkenau memorial 

Tuesday, 28 January: Guided tours in Auschwitz-Birkenau with survivors and representatives of Jewish communities worldwide. pm, ots, mei

 

 

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