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Robert Habeck: Grüne wollen in der nächsten Regierung kein Juniorpartner sein

Das sagte Habeck der Tageszeitung "taz" und ergänzte: "Wir wollen die nächste Bundesregierung definieren." 

Habeck äußerte sich in einem Doppelinterview mit der anderen Grünen-Vorsitzenden Annalena Baerbock. Sie sagte: "Den gestalterischen Führungsanspruch fürs Land, den haben wir, na klar." 

 

Beide Vorsitzende hätten es vermieden, ausdrücklich eine Kanzlerkandidatur anzukündigen. Die Zeiten änderten sich rasant, sagte Baerbock. Deshalb sollten die Grünen den Teufel tun, jetzt die Kanzlerkandidatur auszurufen. "Natürlich wird es auch nach der nächsten Wahl nur einen Kanzler oder eine Kanzlerin geben", fügte sie hinzu. "Wenn wir vor der Bundestagswahl so gut dastehen, dass wir eine Chance haben, das Land zu führen, werden wir alles Relevante regeln." Die Doppelspitze der Grünen grenzte sich von prominenten Politikern anderer Parteien wie Wolfgang Schäuble und Angela Merkel in der CDU oder früher Oskar Lafontaine und Gerhard Schröder in der SPD ab.

 

Die historischen Duos teilten sich die Macht auf

 

"Diese historischen Duos teilten sich die Macht auf", sagte Habeck. "Das kurze Arrangement von Lafontaine und Schröder war arithmetisch. Der eine Kanzleramt, der andere Riesenministerium. Der eine Genosse der Bosse, der andere Linker. Die Logik lautet: Wenn der eine gegen den anderen agiert, weiß man nicht, wer überlebt." Er und Baerbock wollten es anders machen und Vertrauen etablieren. 

 

Man muss den Partner permanent im Blick haben

 

Baerbock und Habeck betonten auch Unterschiede zu den bisherigen Vorsitzenden der eigenen Partei. "Früher gab es zwei Vorsitzende. Mit zwei Teams und zwei Büroleitern. Durch das Haus lief eine unsichtbare Wand", sagte Baerbock. Jetzt arbeite die Doppelspitze eng zusammen. Habeck gab zu, man müsse es auch erdulden, wenn Baerbock ihm die Show stehle und umgekehrt. Man müsse den Partner permanent im Blick haben, sagte Baerbock. "Deshalb ist Teamsport schwieriger, macht aber auch mehr Spaß." pm, ots

 

English version

 

The Greens claim leadership in the next federal government. "We do not intend to be priced in as junior partners as in Austria", said Robert Habeck, Chairman of the Green Party, to the daily "taz" and added: "We want to define the next government. Habeck expressed himself in a double interview with the other Green Party chairwoman Annalena Baerbock. She said: "We certainly have the creative leadership claim for the country. 

 

Both leaders avoided explicitly announcing a candidacy for chancellor. Times changed rapidly, Baerbock said. Therefore the Greens should do the devil to announce a candidacy now. "Of course there will only be one chancellor after the next election," she added. "If we are in such a good position before the Bundestag elections that we have a chance to lead the country, we will settle everything relevant." The dual leadership of the Greens set themselves apart from prominent politicians of other parties such as Wolfgang Schäuble and Angela Merkel in the CDU or, earlier, Oskar Lafontaine and Gerhard Schröder in the SPD.

 

The historic duos shared power

 

"These historic duos shared power," Habeck said. "The short arrangement of Lafontaine and Schröder was arithmetical. One chancellery, the other giant ministry. One comrade of the bosses, the other leftist. The logic is: if one acts against the other, you don't know who survives." He and Baerbock wanted to do it differently and establish trust. 

 

You have to keep a constant eye on your partner

 

Baerbock and Habeck also emphasized differences to the previous leaders of their own party. "There used to be two chairmen. With two teams and two office managers. An invisible wall ran through the house", said Baerbock. Now the dual leadership is working closely together. Habeck admitted that one had to put up with Baerbock stealing the show and vice versa. You have to keep a constant eye on your partner, said Baerbock. "That's why team sports are more difficult but also more fun." pm, ots, mei

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