Die Siedler von Catan waren für Klaus Teuber der Glücksfall seines Lebens

 "Seit Catan auf dem Markt ist, kann ich mein Leben so gestalten, wie ich es möchte - und das macht mich glücklich", sagt der 67-Jährige der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). Schließlich kenne er auch andere Zeiten. "Als das Dentallabor meines Vaters rote Zahlen schrieb, hatten wir finanzielle Probleme. Selbst der Gerichtsvollzieher war bei uns im Haus."

 

Die Spieleentwicklung sei zu jener Zeit Mitte der 1980er-Jahre für ihn zu einem Rückzugsort geworden. "Catan", wie das Spiel seit fünf Jahren nur noch heißt, wurde weltweit mittlerweile rund 30 Millionen Mal verkauft - inklusive Erweiterungen und Sondereditionen. Das Basisspiel allein spiele er selbst gar nicht mehr, sagte Teuber. Nicht weil es ihm nicht mehr gefalle, sondern weil er jede Minute zum Testen neuer Spiele nutze. "Gerade der Schaffensprozess macht mir am meisten Freude." 

 

Seit 1988 hauptberuflicher Spieleautor

 

Der nachhaltige Erfolg von "Catan" hatte es Teuber 1998 ermöglicht, seinen Beruf als Zahntechniker aufzugeben und als hauptberuflicher Spieleautor zu arbeiten. "Ich wollte nie abhängig davon sein, ständig neue Spiele entwickeln zu müssen." Dieser Druck hätte ihn kaputtgemacht. Er könne Spiele nur entwickeln, wenn er ganz frei sei. "Catan hat mir diese Freiheit geschenkt." 

 

Miteinander ist wichtiger als das Gewinnen

 

Beim Spielen allgemein ist für Teuber das Miteinander, das Reden und das Schachern wichtiger als das Gewinnen. Der Weg sei das Ziel: "Mir macht es fast nichts mehr aus, wenn ich verliere", sagt der Spieleautor. Schummeln komme für ihn deshalb auch nicht infrage. "Das konnte ich noch nie. Wenn ich gewinne, dann auch richtig." Aufregen indes könne er sich über einen "totalen Spielverderber, der versucht, ein Spiel zu sabotieren". 

 

Teuber würde direkt am Meer siedeln

 

Wenn es "Catan", das im Brettspiel eine Insel ist, auch in Wirklichkeit gäbe, würde Teuber direkt am Meer siedeln. Allerdings nicht im Meer angeln. Zwar habe er früher mit seinem Großvater geangelt, später aber nach einem Vorfall beim Angeln mit seinen Kindern Abstand davon genommen. "Als ich einmal gerade einen Wurm an den Haken machte, stolperte mein Sohn Guido über die Schnur. Der Haken mit seinen Widerhaken ging in meinen Finger. Ich musste operiert werden. Der Vorfall ließ mich an die Widerhaken im Mund der Fische denken. Seitdem habe ich keine Lust mehr zum Angeln." 

 

Vor 25 Jahren auf der Spielwarenmesse in Nürnberg vorgestellt

 

Klaus Teuber ist einer der erfolgreichsten deutschen Spieleautoren. Vor "Die Siedler von Catan" (1995) hatte er bereits mit "Barbarossa und die Rätselmeister" (1988), "Adel verpflichtet" (1990) und "Drunter und drüber" (1991) den Preis "Spiel des Jahres" gewonnen. "Die Siedler vor Catan" wurde vor fast genau 25 Jahren auf der Spielwarenmesse in Nürnberg vorgestellt. Nach Angaben des Kosmos-Verlags ist "Catan" in rund 40 Sprachen und mehr als 70 Ländern erhältlich.

pm, ots

 

English version

 

 "Since Catan has been on the market, I can live my life the way I want to - and that makes me happy," the 67-year-old tells the "Neue Osnabrücker Zeitung" (NOZ). After all, he also knows other times. "When my father's dental laboratory was in the red, we had financial problems. Even the bailiff was in our house."

 

Game development had become a retreat for him at that time in the mid-1980s. "Catan," as the game has been called for the past five years, has now sold about 30 million copies worldwide - including expansions and special editions. Teuber said that he no longer plays the basic game alone. Not because he no longer likes it, but because he uses every minute to test new games. "It's the creative process I enjoy most." 

 

Since 1988 full-time game designer

 

The lasting success of "Catan" had enabled Teuber to give up his profession as a dental technician in 1998 and to work as a full-time game designer. "I never wanted to be dependent on having to constantly create new games." That pressure would have destroyed him. He could only develop games if he was completely free. "Catan gave me that freedom. 

 

Being together is more important than winning

 

When playing in general, Teuber considers togetherness, talking and chess more important than winning. The way is the goal: "I almost don't mind losing anymore," says the game author. Cheating is therefore out of the question for him. "I have never been able to do that. When I win, I win big." Meanwhile, he could get upset about a "total spoilsport who tries to sabotage a game". 

 

Teuber would settle directly by the sea

 

If "Catan", which is an island in the board game, also existed in reality, Teuber would settle directly on the sea. But not fishing in the sea. Although he used to fish with his grandfather, he later abandoned it after an incident while fishing with his children. "Once, when I just put a worm on the hook, my son Guido stumbled over the line. The hook with its barb went into my finger. I had to have an operation. The incident made me think of the barbs in the fish's mouth. Since then, I don't feel like fishing anymore." 

 

Presented 25 years ago at the Nuremberg Toy Fair

 

Klaus Teuber is one of the most successful German game designers. Before "The Settlers of Catan" (1995), he had already won the "Game of the Year" award with "Barbarossa and the Riddle Masters" (1988), "Adel verpflichtet" (1990) and "Drunter und drüber" (1991). "The Settlers Before Catan" was presented almost exactly 25 years ago at the Nuremberg Toy Fair. According to Kosmos Verlag, "Catan" is available in about 40 languages and more than 70 countries. pm, ots, mei