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Thüringen-Ministerpräsidentenwahl: Junge Liberale bekennen sich zu Thomas Kemmerich

Die Bundesvorsitzende der Jungen Liberalen (Julis), Ria Schröder sagt: „Die Wahl von Thomas Kemmerich zum Thüringer Ministerpräsidenten ist eine große Überraschung. Dass er vermutlich mit Stimmen der Thüringer AfD gewählt wurde, ist für uns Junge Liberale kaum zu ertragen".

 

Die Julis grenzten sich klar von der "mindestens in Teilen rechtsextremen AfD in Thüringen" ab und seien nach wie vor gegen jede Zusammenarbeit, heißt es in einer Presseerklärung. Die Jung-Liberalen halten Thomas Kemmerich aber zugute, dass er seiner Fraktion, die im 3. Wahlgang nicht mehr mit „Nein" hätte stimmen können, eine demokratische Alternative zu den Kandidaten der Linken und der AfD gegeben habe. Auf diese Weise sei in einer denkbar schwierigen Ausgangslage in Thüringen mit Thomas Kemmerich ein Liberaler zum Ministerpräsidenten gewählt worden. "Er hat damit einen Landeschef von den Rändern verhindert – und das in dem Wissen, dass viele Linke nun versuchen werden, die FDP in die Nähe der AfD zu rücken. Kemmerich hat die Zukunft Thüringens vor das Ansehen der Partei gestellt", so Schröder. 

 

Nichts an Kemmerich ist rechtsextrem

 

Die Julis bescheinigen Kemmerich, dass an ihm nichts rechtsextrem sei. Es sei jetzt entscheidend, eine Regierung der Mitte zu bilden und auf CDU, SPD und Grüne zuzugehen, um progressive Politik für Thüringen zu machen. Es dürfe unter keinen Umständen eine Zusammenarbeit mit der AfD geben. Nur so liege in der Wahl Kemmerichs eine Chance für die demokratische Mitte Thüringens, sagt Schröder abschließend. mei

 

English version

 

Surprisingly, FDP politician Thomas Kemmerich was elected Minister President of Thuringia in the third round of voting. The Federal Chairwoman of the Young Liberals (Julis), Ria Schröder, said: "The election of Thomas Kemmerich as Minister President of Thuringia is a great surprise. The fact that he was probably elected with votes of the Thuringian AfD is hardly bearable for us Young Liberals".

 

According to a press release, the July elections clearly set themselves apart from the "at least partially right-wing extremist AfD in Thuringia" and are still against any cooperation. However, the Young Liberals consider Thomas Kemmerich to be in favour of giving his parliamentary group, which could not have voted "no" in the third round of voting, a democratic alternative to the candidates of the Left and the AfD. In this way, Thomas Kemmerich, a liberal, was elected Prime Minister of Thuringia in an extremely difficult starting position. "He thus prevented a state leader from coming from the fringes - in the knowledge that many on the Left will now try to bring the FDP closer to the AfD. Kemmerich has put the future of Thuringia before the party's reputation," Schröder said. 

 

Nothing about Kemmerich is extreme right-wing

 

The Julis certify Kemmerich that there is nothing extreme right-wing about him. They said it was now crucial to form a government of the middle and to approach the CDU, SPD and Greens in order to make progressive policies for Thuringia. Under no circumstances should there be cooperation with the AfD, he said. Only in this way would the election of Kemmerich be a chance for the democratic centre of Thuringia, Schröder concluded. mei

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