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Erhöhung Rundfunkbeitrag: ARD will gegenüber Sachsen-Anhalt keine Zugeständnisse machen

Das sagte der ARD-Vorsitzende Tom Buhrow der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung. "Ich kann und werde nichts Zusätzliches anbieten. Wir dürfen Landtage nicht für bestimmte Zusicherungen gewogen machen." 

 

Zum 1. Januar soll der Rundfunkbeitrag von 17,50 Euro auf 18,36 Euro steigen. Im Landtag von Sachsen-Anhalt hat das keine Mehrheit, weil die drei größten Parteien CDU, AfD und Linke dagegen sind. Zusätzliche Sparbeschlüsse, um den Anstieg des Beitrags geringer ausfallen zu lassen, lehnte Buhrow ab. Die öffentlich-rechtlichen Sender hätten gerade in der Corona-Krise eine wichtige Funktion. "All das kann man nur machen, wenn man ausreichend Ressourcen hat." Sollte der Landtag die Beitragserhöhung ablehnen, hält Buhrow auch eine Verfassungsbeschwerde für denkbar.

 

Rundfunkfreiheit ist ein hohes Gut

 

"Das kann ich nicht ausschließen, weil die Rundfunkfreiheit ein so hohes Gut ist." Er wolle eine solche Konfrontation aber vermeiden und konzentriere sich jetzt "voll auf Überzeugungsarbeit". 

Von den 18 Fernseh- und 67 Radioprogrammen der ARD sei jedes einzelne durch Staatsverträge gesichert, betonte Buhrow. Wenn die Politik Einschnitte wolle, müsse sie selbst konkrete Vorschläge machen. "Und warum scheut sich die Politik, das zu tun? Weil unser Produkt gut ist. Die Leute lieben das, was wir machen, und zwar alles: die Nachrichten, die Kultur, auch die Unterhaltung." Buhrow ist Intendant des Westdeutschen Rundfunks und hat den rotierenden ARD-Vorsitz seit Jahresbeginn inne. pm, ots

 

English version

 

The ARD will not accommodate state politics in Saxony-Anhalt in the dispute over the amount of the broadcasting contribution. ARD chairman Tom Buhrow told the Mitteldeutsche Zeitung, which is published in Halle. "I cannot and will not offer anything additional. We must not make state parliaments weighted for certain assurances." 

 

On January 1st, the radio license fee will rise from 17.50 euro to 18.36 euro. There is no majority in the state parliament of Saxony-Anhalt, because the three largest parties, CDU, AfD and Left Party are against it. Buhrow rejected additional austerity measures to keep the increase in the contribution lower. He said that the public broadcasters had an important function especially in the Corona crisis. "You can only do all this if you have enough resources." If the state parliament rejects the increase in contributions, Buhrow also thinks a constitutional complaint is conceivable.

 

Broadcasting freedom is a great good

 

"I can't rule that out because freedom of broadcasting is such a precious commodity." But he wants to avoid such a confrontation and is now "fully concentrated on persuasion". 

Of the 18 television and 67 radio programmes of the ARD, every single one is secured by state treaties, Buhrow emphasized. If politicians wanted to make cuts, they would have to make concrete proposals themselves. "And why are politicians afraid to do that? Because our product is good. People love what we do, everything: the news, the culture, even the entertainment." Buhrow is director of West German Radio and has held the rotating ARD presidency since the beginning of the year. pm, ots, mei

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