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Kaffeekette Starbucks gibt Mehrwertsteuersenkung nicht an Kunden weiter - Eingesparter Betrag wird in Tarifzahlungen "investiert"

Das geht aus einer internen E-Mail an deutsche Starbucks-Partner hervor, die dem Tagesspiegel vorliegt. "Das bedeutet, dass sich für die Verkaufspreise keine Änderungen ergeben" heißt es darin.

 

AmRest Coffee Deutschland, der Betreiber nahezu aller deutschen Starbucks-Filialen, begründet die Entscheidung mit den langfristigen Perspektiven der Kette. Das Unternehmen will an dem im März verkündeten Tarifvertragsabschluss festhalten und der vereinbarten schrittweisen Lohnsteigerung von durchschnittlich fünf Prozent pro Jahr nachkommen. "Die Mehrwertsteuersenkung gibt uns hierfür einen flexibleren Handlungsspielraum", heißt es auf Nachfrage. 

 

"Ein Steuerscheck für Konzerne"

 

Die Bundesregierung hatte die Mehrwertsteuersenkung im Rahmen ihres Konjunkturpakets beschlossen, um den Konsum wieder anzukurbeln. Kritiker dieser Corona-Maßnahme sehen sich am Beispiel Starbucks nun jedoch bestätigt. "Die Mehrwertsteuersenkung ist vor allem ein Steuerscheck für Konzerne mit großer Marktmacht", sagte der Linken-Bundestagsabgeordnete Victor Perli dem Tagesspiegel. "Anstatt die Steuersenkung an die Kunden oder die eigenen Beschäftigten weiterzugeben, maximiert Starbucks seine Gewinne", sagt Perli. pm, ots

 

English version

 

The US coffee chain Starbucks will not pass on savings from the VAT reduction in force since July to its customers. This is stated in an internal e-mail to German Starbucks partners, which is available to the Tagesspiegel. "This means that there will be no changes in sales prices," it says.

 

AmRest Coffee Deutschland, the operator of almost all German Starbucks stores, justifies the decision with the long-term prospects of the chain. The company intends to stick to the collective wage agreement announced in March and comply with the agreed step-by-step wage increase of an average of five percent per year. "The reduction in value-added tax gives us more flexible room for maneuver in this respect," it says on demand. 

 

"A tax cheque for corporations"

 

The German government had decided to reduce VAT as part of its economic stimulus package in order to boost consumption. However, critics of this corona measure now see the example of Starbucks as confirmation. "The VAT reduction is above all a tax cheque for corporations with great market power," said Victor Perli, member of the left wing of the Bundestag, to the Tagesspiegel. "Instead of passing the tax cut on to customers or its own employees, Starbucks is maximizing its profits," says Perli. pm, ots, mei

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