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Extremschwimmerin Nathalie Pohl stellt weiteren Weltrekord auf - Oceans Seven ist das Ziel

Die rund 22,5 km lange Strecke vom Startpunkt La Coupe Point auf Jersey bis zum französischen Festland bewältigte die Extremschwimmerin in Rekordzeit - fast eine Stunde schneller als die bisherige Rekordhalterin und über eine Viertelstunde schneller als alle bisherigen männlichen Schwimmer.

 

Ein Ergebnis, das die 25-Jährige für ihr hartes Training und ihre Ausdauer belohnt. Denn der Ärmelkanal ist besonders herausfordernd und ein solches Schwimmen unkalkulierbar - Nathalie Pohl hat dies bereits erfahren müssen. "Dies ist mein drittes Schwimmen im Ärmelkanal. Das erste Mal hat es mich fast das Leben gekostet, bevor ich 2016 hier erfolgreich war. Es hat mir gezeigt, dass man über die eigenen Grenzen hinauswachsen muss, um erfolgreich zu sein. Dass ich genau hier jetzt einen Weltrekord erreiche, ist für mich unglaublich. Ich bin unwahrscheinlich froh und stolz auf das Ergebnis", sagt sie. 

 

Nathalie will die "Oceans Seven" bezwingen

 

Stolz kann die junge Extremsportlerin gleich doppelt auf sich sein. Denn mit diesem Schwimmen hat sich die 25-Jährige ihren zweiten Weltrekord geholt. Vor vier Jahren hat sie die Straße von Gibraltar bereits als Schnellste durchschwommen. Immer mit dem Ziel, das zu erreichen, was noch keine Deutsche vor ihr geleistet hat: die sieben bedeutendsten und gefährlichsten Meerengen der Welt, die "Ocean's Seven", bezwingen. Die Vorbereitung dafür ist extrem umfangreich und fordert enorm viel von ihr ab. Mehrere Stunden täglich ist sie im Wasser und im Kraftraum. Allein in diesem Jahr ist sie über 1.000 Trainingskilometer geschwommen und hat kontinuierlich an ihrer Technik gearbeitet. Doch in den Weltmeeren ist nicht nur die körperliche Fitness wichtig. Auch die mentale Stärke entscheidet darüber, wie ein Schwimmen ausgeht. 

 

Corona-Krise: "Hawaii war nicht möglich"

 

Und auch die Rahmenbedingungen müssen stimmen - aufgrund der Corona-Krise und den damit verbundenen Reiseeinschränkungen konnte Nathalie Pohl ihre ursprünglich geplante Querung nicht durchführen. "Hawaii war nicht möglich, aber wieder in den Ärmelkanal zurückzukehren, reizte mich schon länger. Zudem ist er die aktuell einzig mögliche Region, die mir die harten Bedingungen bietet, die ich zur Vorbereitung auf die Ocean's Seven benötige", sagt die 25-Jährige. Der Ärmelkanal gilt unter Extremschwimmern als die Königsdisziplin. Hier herrschen fast das ganze Jahr Wassertemperaturen unter 20 Grad, das Gewässer ist stürmisch und die Strömungen sind unberechenbar. Wer hier erfolgreich sein will, muss topfit sein, mentale Stärke haben und Kampfgeist beweisen. All das zeichnet Nathalie Pohl aus. 

 

Nächstes Ziel ist die Cook-Straße

 

Im nächsten Jahr will die Hessin ihrem Ziel noch ein Stück näher kommen - zunächst in der Cook-Straße zwischen der Nord- und der Südinsel Neuseelands. Der Kaiwi-Kanal auf Hawaii und der Nordkanal zwischen Irland und Schottland sollen anschließend die "Ocean's Seven" komplett machen. pm, ots

 

Bildrechte: NP-Invest GmbH Fotograf: Marc Le Cornu

 

English version

 

With a time of 05:29:37 hours, Nathalie Pohl beat the Jersey Channel as the fastest ever on September 7. The extreme swimmer mastered the approximately 22.5 km distance from the starting point La Coupe Point on Jersey to the French mainland in record time - almost an hour faster than the previous record holder and over a quarter of an hour faster than all previous male swimmers.

 

A result that rewards the 25-year-old for her hard training and endurance. Because the English Channel is particularly challenging and such swimming is incalculable - Nathalie Pohl has already had to experience this. "This is my third swimming in the English Channel. The first time it almost cost me my life before I was successful here in 2016. It showed me that you have to grow beyond your own limits to be successful. The fact that I am setting a world record right now is incredible for me. I am incredibly happy and proud of the result," she says. 

 

Nathalie wants to conquer the "Oceans Seven

 

The young extreme sportswoman can be proud of herself twice over. Because with this swimming the 25-year-old has won her second world record. Four years ago she was already the fastest swimmer in the Strait of Gibraltar. Always with the goal of achieving what no German before her has ever achieved: to conquer the seven most important and dangerous straits in the world, the "Ocean's Seven". The preparation for this is extremely extensive and demands an enormous amount from her. She spends several hours a day in the water and in the gym. This year alone, she swam over 1,000 training kilometers and has continuously worked on her technique. But in the oceans, physical fitness is not the only important thing. Mental strength also determines how a swim turns out. 

 

Corona crisis: "Hawaii was not possible

 

And also the basic conditions must be right - due to the Corona crisis and the associated travel restrictions Nathalie Pohl could not carry out her originally planned crossing. "Hawaii was not possible, but returning to the English Channel had been an attraction for me for quite some time. In addition, it is currently the only possible region that offers me the tough conditions I need to prepare for Ocean's Seven," says the 25-year-old. The English Channel is considered the supreme discipline among extreme swimmers. Water temperatures here are below 20 degrees Celsius almost all year round, the water is stormy and the currents are unpredictable. Whoever wants to be successful here must be in top shape, have mental strength and show fighting spirit. All this distinguishes Nathalie Pohl. 

 

Next destination is the Cook Strait

 

Next year, the Hessian wants to get a little closer to her destination - initially in the Cook Strait between the North and South Islands of New Zealand. The Kaiwi Canal in Hawaii and the North Canal between Ireland and Scotland will then complete "Ocean's Seven".

pm, ots, mei

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