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Corona: Berliner Bezirk lehnt Einsatz der Bundeswehr gegen die Pandemie kategorisch ab

Das berge die Gefahr, eine Verschärfung der Lage für ganz Berlin zu riskieren, sagte die CDU-Chefin dem "Tagesspiegel". "Mir fehlt jedes Verständnis, dass Rot-rot-grün es eher riskiert, dass es rasant steigende Infektionen gibt, dass Infektionsketten nicht nachverfolgt oder nicht eingedämmt werden können, als sich von der Bundeswehr helfen zu lassen", sagte Kramp-Karrenbauer dem "Tagesspiegel".

 

"Und das ausschließlich aus ideologischen Gründen." Überall sonst werde die Hilfe der Soldatinnen und Soldaten dankbar angenommen. Jeder, der das so entscheide, "der muss sich dann auch dafür verantworten, wenn Patienten nicht mehr behandelt werden können, weil etwa Beatmungsplätze in Krankenhäusern fehlen, wenn deshalb Kinder nicht in die Schule gehen können und Ihre Eltern möglicherweise den Arbeitsplatz verlieren", betonte die Verteidigungsministerin und CDU-Vorsitzende.

 

In elf Bezirken kommen schon Soldaten zum Einsatz

 

In elf Berliner Bezirken kommen bereits Soldaten zum Einsatz, die bei der oft telefonischen Nachverfolgung der Kontakte von Infizierten oder in Teams für Tests eingesetzt werden. Zu den bisher 60 Soldatinnen und Soldaten sollen noch einmal 180 dazukommen. Nur Friedrichshain-Kreuzberg möchte nicht auf sie zurückgreifen - obwohl die Zahl der Neuinfektionen dort besonders hoch ist. Der Berliner Landesverband der Linkspartei hatte im August einen Antrag mit dem Titel "Bundeswehr raus aus den Gesundheitsämtern" beschlossen und dies mit den Erfahrungen des deutschen Militarismus begründet.

 

Hilfe bei Fieberambulanzen und bei Tests

 

Kramp-Karrenbauer betonte: "Wir haben als Bundeswehr ein Corona-Kontingent aufgestellt mit insgesamt 15.000 Mann. Wo immer wir gefordert sind, und sich das mit unserer Gesetzeslage vereinbaren lässt, helfen wir." So hilft die Bundeswehr auch bei den Fieberambulanzen und bei den Tests - wie im Fall des Corona-Ausbruchs in der Fleischfabrik Tönnies. Die Verteidigungsministerin betonte: "Wir drängen unsere Hilfe nicht auf." Aber die Menschen in Berlin erwarteten ganz sicher, dass anstelle von Soldaten dann sofort zivile Kräfte aus anderen Berliner Verwaltungsstellen hinzugezogen werden. "Nur zu sagen: Es ist uns egal, das reicht nicht aus", betonte Kramp-Karrenbauer. pm, ots

 

English version

 

German Federal Minister of Defense Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) reacted stunned that the Berlin district of Friedrichshain-Kreuzberg categorically rejects the help of the German Armed Forces in the corona contact tracing despite strongly rising infection numbers.

 

The CDU leader told the newspaper "Tagesspiegel" that this bears the danger of a worsening of the situation for the whole of Berlin. "I lack any understanding that red-red-green is more likely to run the risk of rapidly rising infection rates, that chains of infection cannot be tracked or contained than to let the Bundeswehr help," Kramp-Karrenbauer told the "Tagesspiegel".

 

"And this exclusively for ideological reasons." Everywhere else the help of the soldiers was gratefully accepted. Anyone who decides this way, "has to answer for the fact that patients can no longer be treated because, for example, there is a shortage of respirator stations in hospitals, that children cannot go to school because of this and that their parents may lose their jobs," emphasized the Minister of Defense and CDU chairwoman.

 

Soldiers are already deployed in eleven districts

 

Soldiers are already deployed in eleven Berlin districts, often tracking contacts of infected persons by telephone or in teams for testing. In addition to the 60 soldiers who have been deployed so far, another 180 are to be added. Only Friedrichshain-Kreuzberg does not want to use them - although the number of new infections is particularly high there. In August, the Berlin regional association of the Left Party had decided on a motion entitled "Bundeswehr out of the health offices" and justified this with the experience of German militarism.

 

Help with fever outpatient clinics and tests

 

Kramp-Karrenbauer emphasized: "As the German Armed Forces, we have established a corona contingent with a total of 15,000 men. Wherever we are called upon and this is compatible with our legal situation, we help. Thus the German Armed Forces also help with the fever outpatient clinics and with the tests - as in the case of the corona outbreak at the Tönnies meat factory. The Minister of Defense stressed: "We are not imposing our help. But the people in Berlin certainly expected that instead of soldiers, civilian forces from other Berlin administrative offices would then be called in immediately. "Just to say: We don't care, that's not enough," emphasized Kramp-Karrenbauer. pm, ots, mei

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