3. Liga: Dynamo Dresden fährt Sieg mit Signalwirkung ein - Börsenclub Unterhaching aus der Spur

"Wir sind vorne! Alle warten, dass wir stolpern. Wir haben Verletzungen, hatten eine schwere Zeit. Alle warten, dass wir nachlassen. Aber wir lassen nicht nach!"

 

Haching agiert mutlos im Abstiegskampf. Nach dem 0:1 gegen Saarbrücken, der 15. Niederlage, rangiert der Klub als Drittletzter, eine Trainerdiskussion wird dementiert. "Der Präsident hat ganz klar gesagt, ich bleibe Trainer. Ich übernehme absolut die Verantwortung", so Coach Arie van Lent. "Aber ich erwarte von meiner Mannschaft auch eine Reaktion auf diese Situation." Trainer Lukas Kwasniok im Spiel eins nach seiner Entscheidung, seinen Vertrag aktuell in Saarbrücken nicht zu verlängern, meinte: "Uns war es heute wichtig zu zeigen: Trainer und Mannschaft - das ist eine Liebesbeziehung."

 

 

Dynamo Dresden - VfB Lübeck 3:1 - "Wir lassen nicht nach!"

 

"Wir haben im Januar nicht so performt", erklärte Dresdens Trainer Markus Kauczinski vor dem Spiel. Neben den Verletzten, sei sicher auch die Spielweise nicht mehr so dominant gewesen, "nicht mehr so präzise." Kauczinskis Bilanz nach dem Sieg gegen den Tabellenletzten: "Die erste Halbzeit war richtig gut. Da haben wir klar dominiert, richtig guten Fußball gespielt. Am Ende haben wir ein oder zwei Chancen zu viel zugelassen. Aber wir haben verdient gewonnen."

 

Kauczinski über die Tabellenführung und die Konkurrenz: "Wir sind vorne! Alle warten, dass wir stolpern. Wir haben Verletzungen, hatten eine schwere Zeit. Alle warten, dass wir nachlassen. Aber wir lassen nicht nach!"

 

Sonderlob gab´s für den Rückkehrer Niklas Kreuzer: "Er hat ein geiles Spiel gemacht."

"Das war natürlich ein kleines Träumchen!" - Niklas Kreuzer spielte erstmals nach 7 Monate Abstinenz von Anfang an und traf sogar, also war er "sehr glücklich. Wir haben eine überragende erste Halbzeit gespielt. Lübeck hat dann ein wenig umgestellt, da haben sie uns dann Probleme bereitet. Das Spiel war etwas ausgeglichener. Aber insgesamt war der Sieg hochverdient." Für sein erstes Tor gab´s nach dem Spiel direkt eine Ansage aus der Mannschaft - Einzahlung in die Mannschaftskasse: "Das war das erste, was sie mir nach dem Spiel gesagt haben. Mal sehen, was es werden soll."

 

Lübecks Trainer Rolf Landerl und seine Bilanz zum Spiel: "Du verschießt einen entscheidenden Elfmeter, weil du beim 2:1 noch mal rankommen kannst. Wir hatten auch noch einige gute Möglichkeiten zum 2:2. Es wäre definitiv mehr drin gewesen."

 

Landerl bezeichnet die Spielzeit insbesondere am Tabellenende als Marathon: "Das bedeutet für uns unglaublich viel Arbeit." Spürt Landerl besonderen Druck: "Den Druck lege ich mir selbst auf. Der muss nicht von außen kommen, wo er eh von Haus aus da ist."

 

SpVgg Unterhaching - 1. FC Saarbrücken 0:1 - Mutlos im Abstiegskampf

 

Hachings Trainer Arie van Lent: "Das war eine sehr schwache erste Halbzeit. Wir haben sehr mutlos gespielt. Alles, was ihm Fußball wichtig ist, haben wir nicht gezeigt. Zweite Halbzeit war besser, aber wir haben das Tor nicht erzwungen. Wir schaffen es einfach nicht, wenn wir spielbestimmend sind, dass wir Torchancen erzwingen. Dass vielleicht mal einer abprallt, irgendwie reingeht."

 

Von Lent zu seiner persönlichen Situation als Trainer des Drittletzten, nach der 15. Niederlage, der 5. Heimpleite, dem 10. Spiel ohne Torerfolg: "Der Präsident hat ganz klar gesagt, ich bleibe Trainer. Ich übernehme absolut die Verantwortung, das mache ich auch gerne, damit sich andere nicht stellen müssen, sich verstecken können. Das tue ich total gerne. Aber ich erwarte von meiner Mannschaft auch eine Reaktion auf diese Situation. Wir sind noch nicht abgestiegen, aber ein paar Punkte mehr würden uns sicher guttun."

 

Hachings Stürmer Dominik Stroh-Engel: "Die wenigen Chancen, die wir hatten, haben wir nicht genutzt. Kriegen wir wieder ein dummes Gegentor." Zum schleppenden Start: "Das System, das wir zunächst gegen Saarbrücken gespielt haben, hat nicht so funktioniert. Als wir kurz vor der Pause umgestellt haben, lief es besser." Zur möglichen Trainerdiskussion: "Die kommt erst gar nicht auf. Wir kämpfen füreinander, machen alles füreinander."

 

"Das Verhältnis zur Mannschaft ist top, top, top. Wir haben noch große Ziele vor uns", sagte Trainer Lukas Kwasniok zum Binnenverhältnis, nachdem er seinen Vertrag nicht verlängerte. Kwasniok zum 1:0-Erfolg: "Wir hatten in der Rückserie jetzt 6 Auswärtsspiele in Folge, davon 2 Siege. Das ist nicht berauschend. Aber es ist auch nicht so, dass wir uns schämen müssten. Uns war es heute wichtig zu zeigen: Trainer und Mannschaft - das ist eine Liebesbeziehung. pm, ots, Quelle: Magenta Sport